Winnenden

Einzelhändler in Winnenden: Große Erleichterung über den Wegfall der 3G-Regel

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Winnendens Wirtschaftsförderer Timm Hettich ist froh, dass die 3G-Pflicht in der Alarmstufe abgeschafft ist. © Ralph Steinemann Pressefoto

Erste Lockerungen in unserem Corona-Alltag kommen nun doch früher als erwartet. Am Dienstag zur Mittagszeit verkündet die Landesregierung überraschend, dass die 3G-Pflicht im Einzelhandel ab Mittwoch, 9. Februar, in der derzeit geltenden Alarmstufe abgeschafft wird. Bisher hatte nur derjenige Zutritt in Parfümerien, Bekleidungsgeschäfte oder Handlungen für Bürobedarf (also all jene Geschäfte, die nicht zum täglichen Bedarf zählen) der einen Nachweis für eine Impfung, Genesung oder einen tagesaktuellen, negativen Corona-Test vorlegen konnte. Diese Hürde fällt nun weg.

FFP2-Pflicht bleibt

Timm Hettich, Wirtschaftsförderer der Stadt, hat beim Anruf der Zeitung noch gar nichts von den Neuigkeiten gehört. „Ich war bisher den ganzen Tag in Besprechungen, aber das sind wirklich klasse Nachrichten für unsere Innenstadt“, freut er sich zur Mittagszeit.

Gerade der ungeplante, spontane Bummel durch die Marktstraße sei jetzt wieder eher möglich. „Die Kunden müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob sie alle Bedingungen erfüllen. Die Kauflaune in der Innenstadt wird sich dadurch steigern“, vermutet Hettich. Je weniger Barrieren es gebe, desto besser sei es für den Handel. Weiter bestehen bleibt indes die FFP2-Maskenpflicht. Hettich hofft, dass sich auch das ändert. „Hier denke ich zum Beispiel an Bekleidungsgeschäfte. Wenn Kunden Kleider anprobieren, dann stört dabei die Maske“, so Hettich. Sicher ist er sich, dass der Wegfall von 3G bei den Winnender Händlern für große Freude sorgen wird.

„Das ist ja mega“

Beim Rundgang über die Marktstraße ist das zu spüren. Der Redakteur der Zeitung spielt dabei den Überbringer der freudigen Botschaft. Am Mittag hat noch kaum jemand von den Nachrichten gehört. „Das ist ja mega. Eine enorme Erleichterung für uns“, freut sich Lu Müller, die im Modegeschäft von Andy Kalb am Holzmarkt arbeitet. Ebenso freudig reagiert Elsbeth Mayer, die mit ihrem Mann das gleichnamige Schreibwarengeschäft an der Ringstraße führt. „Mit dem Wegfall der 3G-Regel fällt auch etwas die Anspannung“, sagt sie. Im verwinkelten Laden könne man es nie ganz ausschließen, dass nicht doch mal jemand ohne Kontrolle durchrutscht. Sie ist sich sicher, dass sich der Wegfall positiv auf die Innenstadt auswirkt. „Beim Verkauf der Müllmarken war es eine große Belastung für uns, auch die Nachweise zu kontrollieren. Die Schlange vor dem Geschäft war teilweise sehr lang. Bekanntlich gewöhnt man sich an alles und wir haben uns auch damit arrangiert. Man muss auch die Kunden loben, die zu einem überwiegenden Teil ihre Nachweise unaufgefordert vorgezeigt haben.“

Gastronomie: Hettich hofft auf Lockerung

Heike Bauer, Filialleiterin der Parfümerie Schuback, hat da allerdings auch schon andere Erfahrungen gemacht. Zum Wegfall der 3G-Regel sagt sie: „Es ist eine sehr große Erleichterung, vor allem für die Stimmung. Wir werden täglich angemeckert, weshalb wir die Nachweise so genau kontrollieren. Das ist sehr unbefriedigend und etwas, das man auch mit nach Hause nimmt“, berichtet sie von ihrem Alltag in den vergangenen Wochen. Gestört hat sie auch, dass sie für die Kontrolle der Nachweise regelmäßig aus Kundengesprächen gerissen wurde, wenn jemand den Laden betreten hat.

Am Nachmittag meldet sich dann auch Timm Hettich, nachdem er die neuen Regeln gesichtet hat, noch einmal. „Es ist ein positives Signal. Jetzt hoffe ich allerdings, dass solche Schritte auch bald für Gastronomen folgen.“ Er selbst hätte erst nach der Ministerpräsidentenkonferenz in der kommenden Woche mit Änderungen gerechnet. „Dass es jetzt so schnell ging, hat mich überrascht. Und das ist auch sicher etwas, das man bemängeln muss. Die Unsicherheit, die durch solch kurzfristige Entscheidungen entsteht, hört nicht auf. Immerhin ist es in diesem Fall eine positive Nachricht.“

Erste Lockerungen in unserem Corona-Alltag kommen nun doch früher als erwartet. Am Dienstag zur Mittagszeit verkündet die Landesregierung überraschend, dass die 3G-Pflicht im Einzelhandel ab Mittwoch, 9. Februar, in der derzeit geltenden Alarmstufe abgeschafft wird. Bisher hatte nur derjenige Zutritt in Parfümerien, Bekleidungsgeschäfte oder Handlungen für Bürobedarf (also all jene Geschäfte, die nicht zum täglichen Bedarf zählen) der einen Nachweis für eine Impfung,

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