Winnenden

Eltern wünschen sich für ihre Kinder einen Bolzplatz in Hertmannsweiler

Bolzplatz
Hertmannsweiler Familien wünschen sich einen Bolzplatz. © Benjamin Büttner

Das Vereinsgelände des SV Hertmannsweiler ist momentan eine Baustelle. Vor allem den Jüngeren fehlt eine Möglichkeit, sich auszutoben. Deshalb ließen sich auch von Regen, Wind und Kälte ein Dutzend Kinder und ihre Mütter nicht davon abhalten, auf das Sportgelände des SV hinauszukommen und mit Schildern und Plakaten ihrem Wunsch nach einem Bolzplatz Ausdruck zu verleihen.

Am Ortsrand von Hertmannsweiler, an der Bruckwiesenstraße, wird bekanntlich fleißig gebaut. Der Sportverein renoviert sein Vereinsheim und die Stadt baut einen neuen Kunstrasenplatz. Da der Ort zudem wachsen und jungen Familien auch von auswärts eine neue Heimat bieten will, drängte sich angesichts all dieser Veränderungen für Claudia Broos, Natalja Schwarz und Sabine Warth die Frage auf, wo ist da Platz gerade auch für Kinder im Kindergarten-, Vorschul- und Grundschulalter zum gemeinsamen Spielen, Toben und Fußballspielen.

130 Unterschriften gesammelt

Flugs organisierten sie eine Unterschriftenaktion, die in drei Tagen knapp 130 Gleichgesinnte zusammenbrachte. Der gemeinsame Wunsch: mittelfristig ein Multifunktionsplatz sowohl für die Kleinen wie auch für die Jugend, kurzfristig ein Bolzplatz, möglichst sofort, um den Kindern nach der langen Corona-Pause die Möglichkeit zu bieten, zu toben und sich auszupowern.

Aus Tennisplatz wird Hartplatz

Sowohl bei der Stadt Winnenden wie auch bei den Verantwortlichen der SV sind sie damit auf offene Ohren gestoßen. Schließlich, so Vereinsvorsitzender Josip Ljubas, handle es sich bei den kleinen Freizeitkickern von heute um die Vereinsmitglieder von morgen. Und im Verein seien Kinder und Jugendliche allemal gut aufgehoben.

Im Verein würden sie nicht nur an ihren Sport herangeführt und qualifiziert betreut, sondern lernten auch fürs Leben, was Verantwortung in und für die Gemeinschaft und sich einzufügen bedeuteten.

Sowohl der Rasen- wie auch der Kunstrasenplatz in Hertmannsweiler, erklärte er, sind Eigentum der Stadt und werden von dieser dem Verein und der Schule zur Verfügung gestellt. Allein schon aus Sicherheits- und Haftungsgründen könnten sie deshalb nicht frei zugänglich sein.

Da der Kunstrasenplatz noch nicht fertig ist, verwandelt der Verein zwei seiner Tennisplätze, die nicht mehr bespielt werden, in einen Hartplatz fürs Training.

Die Verantwortlichen haben die Flutlichtanlage entsprechend gedreht und sind dabei, insgesamt 24 Tonnen Tennismehl als neuen Belag für die Fußballer auszubringen, die von der Stadt zur Verfügung gestellt wurden. Diese beiden Plätze sowie einen dritten, der mittlerweile zu einem Bouleplatz umgewidmet wurde, würde der Verein gern an die Stadt abgeben, eben für den von den Müttern gewünschten Multifunktionsplatz.

Die Lage in der Bruckwiesenstraße sei dafür geradezu ideal, so Ljubas. Hier könnte sich ein Sport- und Freizeitzentrum für Hertmannsweiler entwickeln, so die Vorstellung des Vereinsvorsitzenden.

Zwei Plätze für die Tennisabteilung

Für die Tennisabteilung würden dann immer noch zwei Plätze zur Verfügung stehen.

Die seien aufgrund sich wandelnden Freizeitverhaltens und sportlicher Aktivitäten ausreichend, versicherte der Vorsitzende der Tennisabteilung, Helmut Bähr. Es wäre ja problemlos möglich, diese beiden restlichen Plätze von den drei anderen so abzutrennen, etwa durch eine Zaunanlage, dass Sport und Freizeitaktivitäten der Jugend parallel stattfinden können und sich möglichst wenig in die Quere kämen. Und, so das schlagendste Argument, den Interessen aller Beteiligten wäre damit gedient.

Das Vereinsgelände des SV Hertmannsweiler ist momentan eine Baustelle. Vor allem den Jüngeren fehlt eine Möglichkeit, sich auszutoben. Deshalb ließen sich auch von Regen, Wind und Kälte ein Dutzend Kinder und ihre Mütter nicht davon abhalten, auf das Sportgelände des SV hinauszukommen und mit Schildern und Plakaten ihrem Wunsch nach einem Bolzplatz Ausdruck zu verleihen.

Am Ortsrand von Hertmannsweiler, an der Bruckwiesenstraße, wird bekanntlich fleißig gebaut. Der

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