Winnenden

Entschädigung für Dauerkartenbesitzer nach Schließtagen

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Symbolbild. © Ramona Adolf

Schwaikheim. Mit Verzehrgutscheinen, die beim Kioskbetreiber eingelöst werden können, werden die Dauerkartenbesitzer entschädigt. Sie konnten in der abgelaufenen Saison an insgesamt neun Tagen nicht ins Freibad, weil das wegen defekter Umwälzpumpen geschlossen war.

Zweimal – am 30. Juni und 1. Juli sowie vom 20. bis 26. Juli – blieb das Bädle wegen technischer Störungen zu, trotz in dieser Zeit prächtigen Badewetters. Formal ist per Badeordnung geregelt, dass das Bad auch aus technischen Gründen ganztags oder auch nur zeitweise geschlossen werden kann. Damit haben die Dauerkartenbesitzer keinen Rechtsanspruch auf Entschädigung oder Erstattung, eigentlich. Diesen Hinweis wollte die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats zwar nicht fehlen lassen, ebenso die sich daraus ergebende Anmerkung, dass eine Erstattung auf freiwilliger Basis erfolgt. Also, zu dieser ist die Gemeinde aber bereit, sieht sich also doch wohl in der Pflicht, zumindest moralisch.

Geld soll dem Kioskbetreiber zu Gute kommen

Nun hat die Verwaltung dazu tatsächlich eine Rechen-„Hausaufgabe“ erledigt, nämlich die unfreiwilligen Schließtage ins Verhältnis gesetzt zu den insgesamt geplanten Öffnungstagen. Sie hat umgerechnet, was eine Dauerkarte, davon gibt es ja drei Arten (Familie, Erwachsener, Kind), je Öffnungstag kostet, und die sich ergebenden Beträge dann aufgerundet (sieben, fünf oder zwei Euro jeweils). Diese hat sie jeweils mit neun (Schließtagen) malgenommen und das Ergebnis wiederum mit der Anzahl der verkauften Dauerkarten in der jeweiligen Kategorie multipliziert. Was da rauskam, hat sie schließlich zusammengezählt und ist so auf die Summe der insgesamt „fälligen“ (in Anführungszeichen, weil ja eigentlich freiwillig) Entschädigungen gekommen, knapp 2200 Euro.

Diese Summe soll nun aber nicht bar und damit kleinteilig ausgezahlt werden. Zum einen, um keinen zusätzlichen Verwaltungsaufwand zu betreiben. Zum anderen, weil Dr. Wolfgang Rauscher, CDU-FB, täglicher Stammgast im Bad, und andere freibadliebende Gemeinderäte (aller Fraktionen) aus eigener Erfahrung berichteten, dass die Dauerkartenbesitzer eigentlich das Geld gar nicht für sich wollen, sondern dass es dem Kioskbetreiber zugutekommen soll. Denn dieser habe im Grunde am meisten beziehungsweise wirklich, wegen des entgangenen Umsatzes, unter den beiden Schließungen zu leiden gehabt. Statt Barem wird es nun also Verzehrgutscheine für die nächste Saison geben. Diese können bis Ende November im Rathaus (gegen Vorlage der Dauerkarte) abgeholt werden. Dieser, fast schon salomonischen, Lösung, hat der Gemeinderat einhellig zugestimmt.