Winnenden

Enttäuschung in Winnenden: Spielplatz-Bau im Adelsbach verzögert sich erneut

Spielplatz
Die Bauarbeiten haben begonnen, Spielgeräte werden aber nicht aufgestellt. © Benjamin Büttner

Große Enttäuschung im Neubaugebiet Adelsbach: Noch vor wenigen Wochen hieß es, das lange Warten auf einen Kinderspielplatz hätte bald ein Ende. Anfang Dezember sollte er fertig sein. Jetzt stellt sich heraus: Daraus wird nichts. „Es kann sein, dass es Mitte, Ende Januar wird, bis die Spielgeräte kommen“, teilt Markus Schlecht, Leiter des Stadtplanungsamts in Winnenden, mit. Grund seien ein Arbeitsunfall und weitere Krankheitsfälle beim Hersteller.

„Große Enttäuschung und Unverständnis“

Die schlechte Nachricht hat Markus Schlecht in der jüngsten Gemeinderatssitzung verkündet. „Oh nein, das gibt’s doch nicht“, seufzt Christine Brouwer, eine Mutter im Wohngebiet Adelsbach, als unsere Redaktion sie darüber informiert.

Brouwer setzt sich seit ihrem Umzug nach Winnenden vor zwei Jahren dafür ein, dass Kindern hier etwas geboten wird. „Ohne Ergebnis“, wie sie sagt. Was sie angesichts der erneuten Verzögerung empfindet? „Große Enttäuschung und Unverständnis.“ Leidtragende seien – „wie so oft“ – die Familien mit Kindern im Wohngebiet. „Wir würden uns so gerne auch mal austauschen, uns kennenlernen, da wäre so ein Ort optimal. Mal abgesehen davon, dass es jetzt womöglich wieder teurer wird ...“, sagt Christine Brouwer.

Spielplatz sollte längst fertig sein

Denn die Kosten für die Erschließung des Neubaugebiets, in dem rund 650 Menschen leben, darunter viele Familien, werden umgelegt auf die Anwohner. Bei den aktuellen Kostensteigerungen bedeutet das: Die Familien im Adelsbach zahlen für die Verzögerung aller Voraussicht nach drauf.

Dabei sollte der Spielplatz längst errichtet sein. Seit 2018 wird im Adelsbach gebaut. Im Oktober 2021 hatte die Stadtverwaltung angekündigt, dass die mit dem Straßen- und Grünanlagenbau beauftragte Gesellschaft STEG Stadtentwicklung GmbH mit Sitz in Stuttgart den Spielplatz bis zum 31. März 2022 fertigstellen muss.

Als sich bis dahin nichts getan hatte, hieß es: Die STEG sei sehr bemüht, die Spielgeräte jedoch nicht lieferbar – eine Verzögerung auf unbestimmte Zeit.

Vor circa einem Monat begannen dann endlich die Landschaftsbauarbeiten entlang des Rotbachgrabens, in deren Zuge auch der Spielplatz errichtet werden sollte. Markus Schlecht verkündete, die Spielgeräte würden für Mitte November erwartet. Bis Anfang Dezember sollte der Spielplatz fertig sein, so lautete die frohe Botschaft.

Arbeitsunfall beim Subunternehmen

Nicht einmal einen Monat später muss der Stadtplaner also erneut zurückrudern. „Vor drei Wochen hat die Landschaftsbaufirma begonnen, das Gelände zu modellieren“, berichtete Schlecht im Gemeinderat, Hölzer für die Hangbefestigung zu installieren, Pflanzen und Bäume einzusetzen. Die Spielgeräte aber – eine Rutsche, ein Sandkasten, ein paar Balancier- und Klettermöglichkeiten – würden für die von der STEG beauftragte Backnanger Firma Benignus von einem Subunternehmen aus Leipzig gefertigt, hauptsächlich aus Holz. Bei diesem Subunternehmen habe es einen Arbeitsunfall gegeben, der aufgrund weiterer Krankheitsfälle nicht kompensiert werden könne. Das hat laut Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth wiederum die Firma Benignus der Stadtverwaltung nachgewiesen.

Die von den Stuttgartern beauftragten Backnanger müssen jetzt mit den Leipzigern klären, wann die Spielgeräte geliefert werden können – womöglich erst im Januar. Die Winnender schauen also vorerst weiter in die Röhre.

Große Enttäuschung im Neubaugebiet Adelsbach: Noch vor wenigen Wochen hieß es, das lange Warten auf einen Kinderspielplatz hätte bald ein Ende. Anfang Dezember sollte er fertig sein. Jetzt stellt sich heraus: Daraus wird nichts. „Es kann sein, dass es Mitte, Ende Januar wird, bis die Spielgeräte kommen“, teilt Markus Schlecht, Leiter des Stadtplanungsamts in Winnenden, mit. Grund seien ein Arbeitsunfall und weitere Krankheitsfälle beim Hersteller.

„Große Enttäuschung und

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