Winnenden

Eröffnung der Winnender Konzerttage

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Das Festivalorchester beim Auftakt der Konzerttage in Winnenden. © Ralph Steinemann

Winnenden. Leicht hätte man das Alfred-Kärcher- Auditorium dreimal füllen können, so groß war laut Veranstalter die Nachfrage nach Karten für die festliche Eröffnung der Konzerttage Winnenden unter dem Motto „Gipfel der Musik“. Ein eigens für diesen Anlass von Michael Kiefer, Solooboist beim Stuttgarter Staatsorchester, aus Profi-Musikern zusammengestelltes Festival-Orchester brillierte mit einem starken Ensemble und zahlreichen Solisten.

Siehe da, Kompetenz ist am Ort vorhanden. Die meisten Mitwirkenden stammen vorwiegend aus Winnenden und Umgebung. Sachkundige Einführungen zu den einzelnen Konzerten wurden von den Schülern der Klasse 12 des Georg-Büchner-Gymnasiums gegeben.

Barocker Glanz in der Festhalle

Johann Sebastian Bach hätte sich wohl mehrmals erstaunt die Augen gerieben, hätte er erleben dürfen, welche Anziehungskraft seine Brandenburgischen Konzerte noch heute haben. Dabei waren seine weltlichen Kompositionen keineswegs für ein größeres Publikum gedacht, sondern vor allem dem Adel vorbehalten. Allenfalls vereinzelte Aufführungen in Kirchen oder als „Lückenfüller“ in Opern waren für ein breiteres Publikum zugänglich. Das erklärt auch, warum gerade diese Werke einen teilweise sehr intimen Charakter besitzen. Dabei hat Bach einerseits dem Zeitgeschmack oder den Gegebenheiten seines Auftraggebers, dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg, Rechnung getragen, andererseits aber die gängigen Strukturen seiner Zeit ausgelotet und erweitert.

Wie sich die Musik des Barock für den heutigen Konzertbesucher eröffnet, lesen Sie in unserer Dienstagsausgabe und im ePaper.