Winnenden

Erzeugt mehr Energie, als es verbraucht: Im Schelmenholz entsteht das "Haus E"

haus E
Bei der Grundsteinlegung von „Haus E“ im Schelmenholz (von links): Jonas Wolf (Juniorchef Wolf-Haus), Landtagsmitglied Swantje Sperling (Grüne), Landrat Richard Sigel, Ministerin Nicole Razavi, Kreisbau-Geschäftsführer Dirk Braune und der Winnender Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth. © Yevhen Yermishyn

Für „ein absolutes Leuchtturmprojekt“ (Kreisbau-Chef Dirk Braune) im Schelmenholz ist jetzt der Grundstein gelegt worden. Gemeinsam mit der Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi (CDU), haben Landkreis und Kreisbaugruppe dort, wo aktuell das „Haus E“ entsteht, eine Zeitkapsel versenkt. In dem Gebäude, das mehr Energie erzeugt als verbraucht, entstehen 32 Mietwohnungen. Die Kreisbau bezeichnet das „Haus E“ in einer Pressemitteilung als „Schlusspunkt der Revitalisierung des Quartiers Schelmenholz. In diesem befinden sich – nach Fertigstellung des Projekts – insgesamt 221 Wohnungen der Kreisbau, darunter 66 Appartements für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rems-Murr-Kliniken im „Haus A“.

Fertigstellung im Frühjahr 2023 geplant

Fertiggestellt werden soll das „Haus E“ der Pressemitteilung zufolge im Frühjahr 2023. Kreisbau-Geschäftsführer Dirk Braune wird wie folgt zitiert: „Einerseits ist es das Finale der Gebietserneuerung des Quartiers Schelmenholz, für das wir gemeinsam mit dem Landkreis mehr als 55 Millionen Euro investiert haben. Andererseits setzt 'Haus E' auch im Bereich des nachhaltigen Bauens neue Maßstäbe. Als Plus-Energiehaus wird das Gebäude einmal mehr Energie erzeugen, als es verbraucht.“

Ministerin Razavi, die zuvor auch die Firma Kurz Holzbau in Urbach besucht hatte, sagte: „Klimaschutz und der effiziente Umgang mit Ressourcen sind die großen Herausforderungen unserer Zeit.“ Im Gebäudebereich liege dabei ein enormes Potenzial. „Jeder Kubikmeter Bauholz bindet eine Tonne Kohlendioxid. Durch den hohen Vorfertigungsgrad können mit der Holzbauweise sehr kurze Bauzeiten realisiert werden. Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt, wenn es um die Schaffung von Wohnraum geht. Außerdem leistet diese Bauweise einen Beitrag zu einer ressourcenschonenden Materialverwendung und zu einer sortenreinen Verwertung nach einem späteren Rückbau.“

Auch das „Haus E“ entsteht in Holzmodulbauweise (im BEG-40-Plus-Standard). Es wird laut Kreisbau 32 frei finanzierte, barrierearme Mietwohnungen beherbergen. Dabei handelt es sich um Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen. Insgesamt entstehen so 2400 Quadratmeter Wohnfläche. Für die Bewohner stehen 32 Tiefgaragenstellplätze zur Verfügung. Die Wärmeversorgung wird über eine Luft-Wärme-Wasserpumpe gewährleistet, Spitzenlastzeiten werden durch die örtliche Fernwärmeversorgung abgedeckt. Auf dem Dach wird eine Fotovoltaikanlage angebracht.

Mit den Stadtwerken Winnenden kooperiert die Kreisbaugesellschaft für ein Mobilitätskonzept inklusive Holzcarport mit E-Ladestation und Car-Sharing für das Quartier. Mit der Stadt Winnenden, der Baugenossenschaft Winnenden eG und dem Bau- und Wohnungsverein Stuttgart baut die Kreisbaugesellschaft nach eigenen Angaben ein gemeinsames Quartiersmanagement auf.

Das Investitionsvolumen rund um das „Haus E“ beträgt laut Kreisbaugesellschaft rund 11,36 Millionen Euro.

Landkreis will bis 2030 klimaneutral sein

Landrat Dr. Richard Sigel und Kreisbau-Geschäftsführer Dirk Braune berichteten Ministerin Razavi, dass der Rems-Murr-Kreis schon länger bewusst auf klimafreundliche Holzbauweise setzt: von flexibel nutzbaren Flüchtlingsunterkünften über Geschosswohnungsbau bis hin zum Erweiterungsbau des Landratsamts am Alten Postplatz in Waiblingen. Landrat Dr. Richard Sigel wird in der Pressemitteilung zitiert: „Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, als Landkreis bis 2030 klimaneutral im Betrieb zu sein. Auch im Rahmen des Wohnungsbauprogramms setzten wir gemeinsam mit unserer Kreisbaugruppe auf nachhaltiges und klimaschonendes Bauen wie hier in Winnenden.“ Für die flexibel nutzbaren Flüchtlingsunterkünfte im Schelmenholz haben Landkreis und Kreisbaugruppe im Juni 2017 sogar den Deutschen Holzbaupreis erhalten.

Für „ein absolutes Leuchtturmprojekt“ (Kreisbau-Chef Dirk Braune) im Schelmenholz ist jetzt der Grundstein gelegt worden. Gemeinsam mit der Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi (CDU), haben Landkreis und Kreisbaugruppe dort, wo aktuell das „Haus E“ entsteht, eine Zeitkapsel versenkt. In dem Gebäude, das mehr Energie erzeugt als verbraucht, entstehen 32 Mietwohnungen. Die Kreisbau bezeichnet das „Haus E“ in einer Pressemitteilung als „Schlusspunkt der Revitalisierung des

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