Winnenden

"Fachwerk 1694": Eiscafé am Marktplatz in Winnenden öffnet im März

Fachwerk 1694
Steffen Dörnbrak, der neue Pächter des Eiscafés „Fachwerk 1694“ (im Hintergrund links) direkt am Winnender Marktplatz. © Gabriel Habermann

Seit Jahren steht das Café im Fachwerkhaus am Marktplatz überwiegend leer. Gastronom Theo Xanthopoulos und seine Familie haben im Krisenjahr 2020 mit ihrem Bistro nur ein kurzes Zwischenspiel gegeben. Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden, da startet ein neuer Pächter den nächsten Versuch: Steffen Dörnbrak und sein Geschäftspartner Erdem Aras haben das Eiscafé samt Inventar übernommen. Die Wiedereröffnung des „Fachwerk 1694“ ist für März geplant, wie Dörnbrak im Gespräch mit unserer Redaktion verrät.

Das „Fachwerk 1694“ stand zuletzt leer – trotz der hervorragenden Lage

Früher war das Restaurant ein Besuchermagnet. Doch seit Gastronom Aldo del Negro vor einigen Jahren mit seinem La Piazza nach gegenüber ins Alte Rathaus gezogen ist, herrschte die meiste Zeit tote Hose in dem schicken Fachwerkhaus – und das, obwohl es so toll gelegen ist, mitten in der Stadt. Der neue Betreiber, ein Heidelberger, will diesen Standortvorteil nutzen. Die „Doppel-A-Lage“ habe unter anderem den Ausschlag gegeben für sein Engagement in Winnenden, erklärt Steffen Dörnbrak. Der 52-Jährige hat lange Zeit für Rewe in leitender Position im Einkauf gearbeitet und sich vor einigen Jahren selbstständig gemacht. Mit seinem Partner Erdem Aras, den er aus der Zeit bei der Supermarktkette kennt, betreibt er in Reutlingen bereits das Stadthotel mit Restaurant in der Altstadt.

Jetzt sitzt er an einem Tisch in seinem zukünftigen Eiscafé und blickt durch die Fensterfront auf den verregneten Winnender Marktplatz. Rings um ihn herum stehen Tische, Kartons, gestapelte Stühle. Die Behälter fürs Speiseeis am Schalter für den Straßenverkauf, die Kühlregale für die Kuchen und Torten hinter der Theke, die Schränke für Weine und andere Erfrischungsgetränke sind leer. Noch.

Dass die „Doppel-A-Lage“ des Fachwerkhauses am Winnender Marktplatz schon so lange ungenutzt bleibe, sei auch den Verantwortlichen bei der Stadt ein Dorn im Auge, berichtet der neue Pächter. Wirtschaftsförderer Timm Hettich habe ihm das Café vermittelt. Eigentlich habe er schon im Winter eröffnen wollen, den Fokus weniger aufs Eis als auf eine überschaubare Frühstücks- und Bistro-Speisekarte gerichtet („Wir wollen keine Konkurrenz zur Pizzeria gegenüber sein“). Doch die Corona-Unsicherheiten verzögerten den Start. Nun soll also Anfang März wieder Leben einkehren im Café am Markt.

50 bis 60 Außensitzplätze auf dem Winnender Marktplatz

Und natürlich auch auf dem Platz davor. Schließlich verfügt das „Fachwerk 1694“, wie es auch nach der Wiedereröffnung heißen wird, über rund 50 bis 60 Außensitzplätze.

Aktuell sucht Steffen Dörnbrak Servicekräfte für sein Eiscafé, an den Fenstern kleben Stellenanzeigen. Es fehlen noch vier oder fünf Kellner und ein, zwei Leute hinter der Theke und für den Straßenverkauf. Die zu finden ist gar nicht so einfach in Zeiten, in denen die nächste Schließung nur eine Virusvariante entfernt scheint. „Das Personal ist verunsichert“, sagt Steffen Dörnbrak, viele orientierten sich neu. Immerhin: Eine Geschäftsführerin haben er und sein Partner bereits eingestellt.

Bis März soll die Truppe stehen, möglicherweise noch mit Wachstumspotenzial. Die Lieferanten jedenfalls seien bereit, sagt der 52-Jährige, darunter auch ein „ganz hervorragender“ Eishersteller aus Nürtingen: „Die Milch kommt von regionalen Bauernhöfen, die Zutaten aus der Region. Es wird auch veganes Eis geben“, kündigt Betreiber Steffen Dörnbrak an. Neben Eis und Café will er auch Frühstück und Zwischenmahlzeiten anbieten, außerdem Wein und erfrischende Getränke, im Sommer vielleicht ab und zu Cocktails.

Der neue Betreiber will auf „hohe Qualität“ und regionalen Einkauf setzen

Im „Fachwerk 1694“ werde auf „hohe Qualität“ gesetzt, die natürlich ihren Preis habe, zudem auf möglichst regionalen Einkauf. Über beste Verbindungen verfüge er als ehemaliger Lebensmitteleinkäufer ohnehin, sagt der zukünftige Betreiber.

Noch zwei Monate müssen sich die Winnender wohl gedulden, dann ist die Innenstadt, wenn alles glatt läuft, um ein gastronomisches Angebot reicher.

Seit Jahren steht das Café im Fachwerkhaus am Marktplatz überwiegend leer. Gastronom Theo Xanthopoulos und seine Familie haben im Krisenjahr 2020 mit ihrem Bistro nur ein kurzes Zwischenspiel gegeben. Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden, da startet ein neuer Pächter den nächsten Versuch: Steffen Dörnbrak und sein Geschäftspartner Erdem Aras haben das Eiscafé samt Inventar übernommen. Die Wiedereröffnung des „Fachwerk 1694“ ist für März geplant, wie Dörnbrak im Gespräch mit unserer

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