Winnenden

Fest fürs Wohnhaus am Dorfplatz

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Michael Rieger, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Winnenden (BGW) © Leonie Kuhn
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Rohbau der Wohn- und Geschäftshäuser am Dorfplatz Birkmannsweiler © Leonie Kuhn

Winnenden-Birkmannsweiler. Im August soll das Haus am Dorfplatz fertig werden. Es ist das erste, das die Baugenossenschaft Winnenden (BGW) in Birkmannsweiler als Mietswohnhaus behalten und betreiben wird. Den weit gediehenen Rohbau hat die BGW gestern mit 128 Gästen gefeiert. „So viele Anmeldungen hatten wir noch nie“, sagt Geschäftsführer Michael Rieger.

Das große Interesse spiegelt für Michael Rieger die starke Gemeinschaft, die in Birkmannsweiler herrscht. Freilich hat er auch großzügig eingeladen, nämlich nicht nur die am Bau beteiligten Handwerker, wie es üblich ist, sondern auch alle Käufer, Mieter, Interessenten und Nachbarn. Von denen wird so mancher erst mal geschluckt haben, während der Bau immer weiter in die Höhe gewachsen ist. Über dem Erdgeschoss, das als Geschäftsetage extrahohe Räume hat, kommen zwei Vollgeschosse plus ein in der linken Gebäudehälfte zurückgenommenes drittes Obergeschoss mit Flachdach, der rechte Teil trägt ein Satteldach.

Eins der beiden Geschäfte ließ sich nicht vermarkten

Beim Blick aus einer Dachwohnung belegt Michael Rieger jedoch, dass das Gebäude die Häuser gegenüber nicht überragt. „Es ist markant, entspricht aber mit nur geringfügigen Befreiungen den Vorgaben des Bebauungsplans.“ Ihm sei klar, dass sich die Leute an den Anblick des Areals, das lange unbebaut oder mit wesentlich niedrigeren Häusern wie dem früheren Volksbank-Lager bestückt war, gewöhnt hatten. Nun habe der 2011 eröffnete Dorfplatz einen neuen Rahmen erhalten.

Die BGW hatte zunächst zwei „Dienstleistungseinheiten“ geplant. Die Kreissparkasse wird mit ihrer Filiale von der Jahnstraße in die rechte Erdgeschosshälfte umziehen und schon in vier Wochen selbst mit dem Innenausbau beginnen. Die linke Hälfte ließ sich nicht vermarkten. Für ein Lebensmittelgeschäft ist sie viel zu klein, für eine Apotheke reicht die Einwohnerzahl nicht aus. „Wir haben also daraus die neunte Mietwohnung des Gebäudes gemacht, eine rollstuhlgerechte.“ Alle anderen Wohnungen sind ebenfalls barrierefrei geplant, mit fast bodenebenen Ausgängen, Aufzügen und großzügigen Bädern.

Rieger berichtet bei der Rohbauführung weiter, dass das Gebäude und das ebenfalls von der BGW gebaute Haus daneben, mit sieben bereits verkauften Eigentumswohnungen, eine gemeinsame Holzpelletsheizung haben werden. Auch die Zufahrt zur Tiefgarage beziehungsweise zum Carport wird gemeinsam von der Querstraße aus genutzt. Der Rest ist säuberlich getrennt - es gibt zwei Sandkästen, zwei Fahrradräume, zwei Plätze für Mülleimer. „Die Häuser werden auch unterschiedliche Fassadenfarben bekommen“, sagt Rieger.

Einen Monat später als das vordere wird das hintere Haus fertig. „Dank des im Prinzip nur zweiwöchigen Winters – bisher – sind wir im Zeitplan.“ Baubeginn war im Mai 2015.