Winnenden

Friedensgebet für die Ukraine in Winnenden (15.3.): Die „Barbarei“ hat verloren

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Im Regen versammelten sich  zahlreiche Menschen, um für den Frieden zu beten. © Striebich

Auf dem Marktplatz in Winnenden haben sich am Dienstagabend erneut zahlreiche Menschen zu einem Friedensgebet versammelt. Um 18 Uhr läuteten die Glocken der Stadtkirche – und die Gedanken schweiften in die Ukraine, wo die Menschen nach wie vor den Angriffen der russischen Armee ausgesetzt sind.

Der evangelisch-methodistische Pfarrer Thomas Mozer, der das Friedensgebet am nunmehr dritten Dienstag in Folge leitete (die erste Versammlung fand vor zwei Wochen statt, die zweite am vergangenen Dienstag), sprach von „gemischten Gefühlen“. Trotz der „Barbarei“ des Kriegs, „jenseits aller Menschlichkeit und UN-Konvention“, empfinde er auch Dankbarkeit. „Seit 20 Tagen leisten die Ukrainer Widerstand. Seit 20 Tagen werden die nach UN-Angaben mehr als 2,5 Millionen geflüchteten Ukrainer aufgenommen und unterstützt, auch hier in unserer Stadt.“

"Menschlichkeit, Frieden, Freiheit sind uns etwas wert"

Fast 100 Millionen Euro Spendengelder für Nahrung und Co. seien geflossen, die Menschen nähmen Einbußen durch Sanktionen in Kauf, böten „Gastfreundschaft und Hilfe“.

Mozer schließt daraus: „Menschlichkeit, Frieden, Freiheit sind uns etwas wert. Meine Hilflosigkeit ist gewichen. Wir haben zusammen zeigen können, dass die Barbarei auf ganz vielen Ebenen bereits verloren hat.“

Neben Gebeten und Liedern sowie einem Grußwort durch Bürgermeister Norbert Sailer waren auf dem Marktplatz am Dienstagabend auch Fürbitten von Winnender Christen zu hören. Eine, vorgetragen von Dietlinde Kern, lautete: „Wir bitten dich für alle Hilfslieferungen: Behüte alle Helferinnen und Helfer. Bewahre alle Journalistinnen und Journalisten. Bewahre alle jungen russischen Männer, die auf der Flucht vor ihrer Einberufung sind. Du kennst den Mangel an humanitären Korridoren: Hilf, Herr.“

Auf dem Marktplatz in Winnenden haben sich am Dienstagabend erneut zahlreiche Menschen zu einem Friedensgebet versammelt. Um 18 Uhr läuteten die Glocken der Stadtkirche – und die Gedanken schweiften in die Ukraine, wo die Menschen nach wie vor den Angriffen der russischen Armee ausgesetzt sind.

Der evangelisch-methodistische Pfarrer Thomas Mozer, der das Friedensgebet am nunmehr dritten Dienstag in Folge leitete (die erste Versammlung fand vor zwei Wochen statt, die zweite am

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