Winnenden

Friseursalon mit Barbetrieb im Mehrgenerationenhaus

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Brändle Generationenhaus
Frisch eingezogen ins Mehrgenerationenhaus: Jutta Brändle mit ihrem Friseursalon. © Gabriel Habermann
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Brändle Generationenhaus
Hightech-Liege zum Haarewaschen. © Gabriel Habermann

Die Zeiten passen grade gar nicht, aber Friseurmeisterin Jutta Brändle lässt sich nicht erschüttern: Am Montag ist sie mit ihrem Friseursalon umgezogen in nagelneue, durchdesignte Räume im Mehrgenerationenhaus „Nahdran“, wo sie als Erste ein Geschäft eröffnet. Schon am Dienstagmittag bekamen die ersten Kunden einen Haarschnitt im neuen Salon. „Wir machten einen Probelauf nur mit Männern“, erzählte Jutta Brändle. Am Samstag kann sie durchstarten, denn spätestens dann müsste die Tiefbaufirma fertig sein, die noch den Gehweg vor dem Mehrgenerationenhaus asphaltieren sollte. Jetzt müsste wenigstens auf dieser Seite der Ringstraße der Bürgersteig frei sein, so dass die Leute nicht mehr auf der Fahrbahn gehen müssen und dass sie die beiden Geschäfte im Haus auch erreichen, den Friseursalon und weiter unten die Biobäckerei Weber, die nächste Woche im neuen Haus eröffnen wird.

Grobe Stahlrahmen, nackter Beton und schwarze Akustikplatten

Seit zwei Jahren denkt Jutta Brändle an einen neuen Salon im Mehrgenerationenhaus. Ihr bisheriger Standort am Holzmarktplatz liegt direkt gegenüber, so dass ihre Stammkunden sie leicht wiederfinden. Im neuen Gebäude hat sie 160 Quadratmeter Ladenfläche gekauft, auf denen sie alle ihre Vorstellungen verwirklichen, ihre Erfahrung und ihre Kreativität einsetzen konnte. Ihren Stil hat sie weiterentwickelt zusammen mit einem Designer. Im neuen Salon wird es cooler, rauer, technischer, und die dominierende Farbe ist Anthrazit. Unbehandelter Beton bleibt sichtbar. An der Decke hängen schwarze Akustikplatten. Die Schiebetüren haben grobe, schwarze Eisenrahmen und Sprossenfenster, und der ganze Salon wird größer und weiter als bisher. In einem Extraraum fürs Haarewaschen hat sie zwei Hightech-Sessel mit integrierten Waschbecken aufgestellt. Der Kunde legt sich auf die Liege und wird elektrisch in die richtige Position gebracht.

Der Tresen steht schon

Erster Raum direkt beim Eingang ist der Herrensalon. Die Damen haben hinten einen eigenen Raum, ein bisschen abgeschirmt.

Jutta Brändle konnte sich die Zeit für den Beginn des neuen Ladens nicht aussuchen. Der Start fällt jetzt mitten in den Lockdown, aber die Meisterin denkt weiter. Bars, Cafés und Restaurants werden eines Tages wieder öffnen, und dann möchte sie dabei sein mit ihrer Bar, die zum Salon gehört. Der Tresen steht schon, die Einrichtung wird gerade fertig, und sie wird ja im Augenblick noch nicht gebraucht. Bei der Bar ist der Warteraum für Friseurkunden, der aber zurzeit auch noch nicht genutzt werden darf. Es wird schon alles wieder werden. Auf fünf bis zehn Jahre in diesem großen Salon hat sich Jutta Brändle gedanklich eingerichtet. Was danach ist, weiß man heute nicht. Dass jetzt noch magere Monate anstehen, weiß man schon, aber Jutta Brändle und ihr Team haben treue Kunden, die jetzt bestimmt wieder Termine machen, und wenn der Gehweg wieder durchgängig begehbar ist, dann werden neue Laufkunden vom neuen Laden angelockt. Die Bar, auf die sie sich schon lange freut, wird in den nächsten Monaten geschlossen bleiben. „Vielleicht“, sagt sie, „möchte ein Händler einen Pop-up-Shop für ein paar Wochen machen – das könnte ich mir gut vorstellen.“

Die Zeiten passen grade gar nicht, aber Friseurmeisterin Jutta Brändle lässt sich nicht erschüttern: Am Montag ist sie mit ihrem Friseursalon umgezogen in nagelneue, durchdesignte Räume im Mehrgenerationenhaus „Nahdran“, wo sie als Erste ein Geschäft eröffnet. Schon am Dienstagmittag bekamen die ersten Kunden einen Haarschnitt im neuen Salon. „Wir machten einen Probelauf nur mit Männern“, erzählte Jutta Brändle. Am Samstag kann sie durchstarten, denn spätestens dann müsste die Tiefbaufirma

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