Winnenden

Gammlige Ware gefunden: Imbiss in Winnenden schließt nach Kontrolle

Einsatz von Polizei und Zoll
Am Donnerstag haben Beamte vom Zoll und der Polizei unter anderem Gaststätten in Winnenden überprüft. © Polizei

Am Donnerstag, 7. Juli, haben Polizei, Hauptzollamt und die Ordnungsämter aus Winnenden und dem Landratsamt von 16.30 Uhr an Gaststätten und Spielhallen in Winnenden, Leutenbach und Schwaikheim in einer großangelegten Aktion überprüft. Die eingesetzten Kräfte haben dabei etliche Verstöße festgestellt, wie es in einer Pressemitteilung der Polizei heißt. Eine Gaststätte hat daraufhin sogar schließen müssen.

Wir erreichen Andreas Lindauer, den Leiter des Polizeireviers in Winnenden, am Freitagvormittag. Noch hat auch er keine genauen Informationen zu der Kontrolle. „Heute Mittag treffen wir uns mit dem Kollegen, der das Ganze koordiniert hat“, erzählt er am Telefon. Natürlich habe er selbst großes Interesse daran, wie dessen Fazit ausfällt.

16 Verstöße gegen die „allgemeine Lebensmittelhygiene“

Am Nachmittag dann meldet sich Moritz Hehr aus dem Polizeirevier Winnenden. Er hat den Einsatz koordiniert. Kontrolliert haben die Beteiligten insgesamt 31 Gaststätten und sieben Spielhallen. 115 Verstöße haben sie dabei registriert und zur Anzeige gebracht. „Den Schwerpunkt der Verstöße haben wir im Gastronomiebereich verzeichnet“, sagt Hehr. Dies ergebe sich aber alleine schon daraus, dass weitaus mehr Gaststätten kontrolliert worden sind.

Wie genau die Einsätze abgelaufen sind, dazu will Moritz Hehr sich nicht näher äußern. Schließlich könnten die Beamten jederzeit wieder ausrücken und ziehen es dann vor, wenn die zu Kontrollierenden unvorbereitet sind.

Verzeichnet haben die Beamten Verstöße gegen diverse Gesetze, unter anderem 17 gegen das Jugendschutzgesetz, 29 gegen die Brandschutzverordnung, 16 Verstöße gegen die allgemeine Lebensmittelhygiene sowie elf Verstöße gegen das Landesglücksspielgesetz.

Verdorbene Ware: Imbiss in Winnenden muss schließen

In einem Fall führte die Kontrolle sogar zur Schließung. „Betroffen war ein Imbiss in Winnenden. Ware, die eigentlich gefroren sein sollte, wurde bei 2 Grad gelagert, weil die Kühlung nicht richtig funktioniert hat. Der Inhalt der Gefriertruhe ist aufgetaut. Es hat auch schon ziemlich eklig gerochen“, erzählt der Beamte.

Die Betreiber der Lokalität müssen die Mängel nun beheben und haben eine Nachkontrolle zu erwarten.

Ein typischer Fall für den sogenannten Hygienepranger, auf dem regelmäßig Gaststätten landen, in denen es das Personal mit der Sauberkeit und Ordnung nicht so genau nimmt.

Wie Martina Keck, Pressesprecherin des Landratsamtes, am Nachmittag erzählt, war die Schließung nicht behördlich angeordnet. "Der Betreiber wollte die Mängel unvorzüglich beseitigen und hat deshalb geschlossen."

Auch Geldspielautomaten waren im Visier der Beamten

Aufgefallen sind den Beamten außerdem vier Spielautomaten, die keine Zulassung mehr gehabt haben. „Diese sind nun versiegelt. Wir lesen die Automaten aus und können dadurch feststellen, wie viel Geld erlangt wurde, seit die Zulassung abgelaufen ist“, erklärt Hehr. Zu größeren Komplikationen ist es während der Aktion glücklicherweise nicht gekommen. „In einer Gaststätte waren die Gäste schon ziemlich betrunken. Sie wollten ihre Ruhe und waren unkooperativ, haben ein paar Kommentare abgegeben und gepöbelt“, erzählt er. Beleidigungen seien allerdings nicht dabei gewesen, so dass die Kontrolle zumindest für die Gäste kein Nachspiel haben wird.

Insgesamt waren bei der Aktion neun Beamte des Polizeireviers Winnenden, sechs Beamte des Hauptzollamtes und zwei Lebensmittelkontrolleure im Einsatz. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen laufen.

Am Donnerstag, 7. Juli, haben Polizei, Hauptzollamt und die Ordnungsämter aus Winnenden und dem Landratsamt von 16.30 Uhr an Gaststätten und Spielhallen in Winnenden, Leutenbach und Schwaikheim in einer großangelegten Aktion überprüft. Die eingesetzten Kräfte haben dabei etliche Verstöße festgestellt, wie es in einer Pressemitteilung der Polizei heißt. Eine Gaststätte hat daraufhin sogar schließen müssen.

Wir erreichen Andreas Lindauer, den Leiter des Polizeireviers in Winnenden, am

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