Winnenden

Georg-Büchner-Gymnasium ist Debating-Vizemeister

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Debating-AG des Georg-Büchner-Gymnasiums: Christoph Mühlthaler, Inga Schakimardanov, Eunice Afonso Pinto, Tyler Gough, Sophia Wienicke, Estelle Pflüger, Niklas Mäckle (von links). © Georg-Büchner-Gymnasium

Winnenden. Die Junior-Debating-AG des Georg-Büchner-Gymnasiums ist am Wochenende Deutscher Vizemeister geworden. Das Finale gegen das Stuttgarter Karlsgymnasium, eine Hochburg im Redewettkampf in englischer Sprache, ging knapp aus.

Nach einer erfolgreichen Vorrundensaison mit zwölf Siegen in Folge arbeiteten sich die Schüler im Laufe des Schuljahres an die Spitze der Gruppe Süd vor und qualifizierten sich für das Bundesfinale. Austragungsort war am vergangenen Wochenende das zentral gelegene Würzburg. Dort traten die Schülerinnen und Schüler gegen Redner aus Hamburg, Dresden, Ulm und Stuttgart an. An drei Wettkampftagen debattierten die verschiedenen Mannschaften gegeneinander.

Beim „Debating“ wird nach strengen Regeln über ein vorgegebenes Thema gestritten. Eine Mannschaft muss den Vorschlag unterstützen, die andere Seite muss dagegen sprechen. Die Debatten dauern jeweils eine Stunde. Sie bestehen aus vier frei gehaltenen, strukturierten Reden pro Mannschaft. Das Besondere: Rede- und Gegenrede finden ausschließlich auf Englisch statt. So lernen die Teilnehmer nicht nur, sich in der Fremdsprache fließend auszudrücken, sondern auch logisch zu argumentieren, Themen zu strukturieren und spontan auf Einwürfe der Gegenseite zu reagieren. Über Sieg und Niederlage entscheiden am Ende neutrale Schiedsrichter.

Die Acht- und Neuntklässler des Georg-Büchner-Gymnasiums trainieren seit zwei Jahren zusammen mit ihrem Lehrer Christoph Mühlthaler im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft. Unterstützt wird dieses Angebot auch durch das Regierungspräsidium Stuttgart im Rahmen des Förderprogramms für besonders begabte und befähigte Schülerinnen und Schüler.

Die Neuntklässlerin ist Sophia Wienicke ist im bilingualen Zug ihrer Schule. Ihr gefällt Debating besonders, weil „wir uns wahnsinnig weiterentwickeln und jetzt viel besser und weniger nervös vortragen können. Außerdem sind wir ein echtes Team geworden. Wir treffen bei den Wettkämpfen viele Gleichgesinnte. Mit einigen Mannschaften haben wir bereits WhatsApp-Gruppen“.

Beim Bundesfinale in Würzburg diskutierten Sophia und ihre Mannschaft folgende Themen: „Staatsbürgerkunde als Pflichtfach“, „tägliche Outdoor-Aktivitäten im Stundenplan“, „Fahrverbot für PKWs mit weniger als drei Passagieren“, „kostenlos anzubietender Internetzugang für alle“ und „Abschaffung der Synchronisation fremdsprachiger Filme“.

Nächstes Jahr kommen die Debater in die Senioren-Liga, in der auch Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Die Weltmeisterschaft Ende Juli in Stuttgart werden sie als Zuhörer besuchen.