Winnenden

Grundschule Hertmannsweiler: Julia Strauss, die Schulleiterin aus Leidenschaft

Julia Strauss
Julia Strauss in ihrem Büro. © Benjamin Büttner

Für Julia Strauss sind die Aufgaben einer Schulleiterin alles andere als neu. Die 34-Jährige ist schon über ein Jahr in dieser Rolle an der Grundschule in Hertmannsweiler tätig. Bisher kommissarisch, nun auch ganz offiziell.

„Als ich im vergangenen Jahr die Stelle übernommen habe, da bin ich davon ausgegangen, dass es nur für ein paar Wochen der Fall ist“, erzählt sie. Je länger sie sich mit den Aufgaben beschäftigt hat, desto klarer wurde für die Schwaikheimerin jedoch: Den Posten möchte ich behalten. „Im Dezember war mir klar, dass ich Schulleiterin bleiben möchte, weil mir die Aufgaben sehr gut gefallen“, erinnert sie sich.

Start inmitten der Corona-Pandemie

Dabei war der Start für Julia Strauss alles andere als leicht, vergleichbar mit dem viel besagten Sprung ins kalte Wasser. Mitten in einer Zeit, als Schulen zwischen Masken- und Testpflicht, Präsenzunterricht und Home-Schooling versuchten, den Betrieb so gut es geht am Laufen zu halten. „Ich habe mir immer wieder überlegt, was ich neben dem Unterricht noch machen könnte“, erzählt sie. Da sei diese Chance gerade recht gekommen, auch wenn sie zuvor in diese Richtung keine Ambitionen gehegt habe.

Lehrerin ist der Traumberuf der 34-Jährigen

Sehr früh in ihrem Leben hat Julia Strauss jedoch gewusst, dass sie Lehrerin werden möchte. „In der Grundschule war das für mich schon klar. Lehrerin zu sein ist mein Traumberuf. Es gab nie einen Plan B“, sagt sie mit einem Lächeln im Gesicht. Nun gehört sie mit ihren 34 Jahren sicher auch zu den jüngsten Schulleitern im Land. „In Winnenden bin ich auf jeden Fall die Jüngste, wenn ich richtig informiert bin“, sagt Strauss, die in Schwäbisch Gmünd studiert hat. Aufgewachsen ist sie in Schwaikheim, lebt auch heute noch mit ihrer Familie im Ort. „Dort bin ich verwurzelt“, sagt sie. 2012 hat die heutige Schulleiterin ihr Referendariat an der Ludwig-Uhland-Schule ebenfalls in Schwaikheim gemacht, seit 2014 arbeitet sie in Hertmannsweiler.

Momentan besuchen 55 Kinder die Schule, es gibt eine reine erste und eine reine zweite Klasse. In der Vergangenheit wurden Schüler unterschiedlichen Alters oft zusammen unterrichtet, in sogenannten jahrgangskombinierten Klassen. Das ändert sich in Zukunft. „Was die Geburtenzahlen betrifft, sieht es ganz gut aus. Die Schülerzahlen steigen“, erzählt Strauss.

Für das jetzige Schuljahr ausreichend Personal an der Schule

Damit verbunden arbeitet sie im Hintergrund bereits an einem neuen pädagogischen Konzept, wie in Hertmannsweiler künftig unterrichtet wird. Wahrscheinlich braucht es dann auch mehr Personal, insgesamt arbeiten an der Schule Im Lerchenberg momentan fünf Lehrer. „Wenn niemand ausfällt, dann sind wir für das Schuljahr gut aufgestellt“, freut sich Strauss. Ansonsten will die 34-Jährige gar nicht viel verändern. „Ich bin jetzt ja auch schon eine Weile hier und möchte vieles gerne so beibehalten“, sagt sie.

Neben dem Schulleiterjob ist sie auch zu Hause gefordert, hat ein drei Jahre altes Kind. „Wenn ich nach Hause komme, dann steht erst einmal Familienzeit auf dem Plan. Abends ist dann wieder Bürozeit angesagt“, gibt sie einen kleinen Einblick in ihr Privatleben. Ganz schön stressig. Doch Julia Strauss nimmt das gerne in Kauf, die Schule ist ihre Leidenschaft. „Deutsch und Sachunterricht sind meine Lieblingsfächer“, sagt sie. Aber in Hertmannsweiler ist es wie an beinahe jeder Grundschule: Die Lehrer sind in allen Fächern gefragt. „Hier an unserer kleinen Schule sowieso. Ich kenne alle Schüler von Klasse 1 bis 4“, sagt Strauss.

Für Julia Strauss sind die Aufgaben einer Schulleiterin alles andere als neu. Die 34-Jährige ist schon über ein Jahr in dieser Rolle an der Grundschule in Hertmannsweiler tätig. Bisher kommissarisch, nun auch ganz offiziell.

„Als ich im vergangenen Jahr die Stelle übernommen habe, da bin ich davon ausgegangen, dass es nur für ein paar Wochen der Fall ist“, erzählt sie. Je länger sie sich mit den Aufgaben beschäftigt hat, desto klarer wurde für die Schwaikheimerin jedoch: Den Posten

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