Winnenden

Höhere Zuschüsse für Großpflegestellen in Winnenden und Umgebung

Tagesmütter
Viele Kitas werden am Mittwoch geschlossen bleiben. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Stadt Winnenden bessert nach bei der Finanzierung der „Tagespflege in anderen geeigneten Räumen“. Davon spricht man, wenn die Kinder von einer Tagesmutter in einer eigens dafür gemieteten Wohnung betreut werden und nicht bei den Tageseltern zu Hause. Die so entstehenden Gruppen werden mit „Tiger“ abgekürzt, die Stadt spricht auch von „Großpflegestellen“, weil eine Pflegeperson fünf fremde Kinder gleichzeitig betreuen darf und sie sich mit anderen Pflegepersonen zusammentun kann.

Abstimmung mit Berglen, Leutenbach und Schwaikheim

„Wir haben uns mit den Kommunen Berglen, Schwaikheim und Leutenbach abgestimmt, da wir uns nicht gegenseitig Konkurrenz machen wollen“, sagte Thomas Pfeifer, Amtsleiter Jugend und Familie bei der Stadt Winnenden. Schließlich kümmert sich der Tageselternverein Winnenden und Umgebung auch in diesem großen Gebiet um Vermittlung und Fortbildung. Dabei merkte er, dass zum Beispiel die Konditionen in Schorndorf besser waren als im Winnender Einzugsgebiet.

Übernahme der Miete

Zu den einheitlichen neuen Bedingungen, die schon dieses Jahr greifen, gehört zum Beispiel die Übernahme der Kaltmiete für die Tiger-Wohnungen in Form eines Zuschusses, was Winnenden bisher schon machte, aber nicht alle Nachbarn bisher so handhabten. „Wenn die Wohnung der Stadt gehört, stellen wir sie mietfrei zur Verfügung“, so Pfeifer.

70 Euro Platzpauschale pro Kind und Monat

„Außerdem erhöhen wir die Platzpauschale pro Kind und Monat auf 70 Euro“, sagte Thomas Pfeifer. Der Landkreis bezahlt 6,50 Euro pro Kind und Stunde, den Rest haben die Eltern für die Betreuung zu bezahlen.

5000 Euro für Ausstattung und Einrichtung der Tiger-Gruppe

Der dritte Punkt in der neuen Finanzierungsbeteiligung wird indes wieder entfallen, sobald der Bund sein überzeichnetes Förderprogramm neu auflegt. Bis es so weit ist, zahlen Winnenden und seine Nachbargemeinden 5000 Euro Zuschuss für die Einrichtung und Ausstattung der Tiger-Gruppe mit Spielzeug und Schlafstätten, Geschirr und so weiter. „Das wären dieses Jahr für die drei Großpflegestellen in Winnenden 15 000 Euro, wenn weitere dazukommen, entsprechend mehr.“ Eine vierte Tiger-Gruppe steht wohl am Theodor-Heuss-Platz in den Startlöchern. Der gesamte Haushaltsansatz für die Zuschüsse liegt bei 70 000 Euro.

"Deutlich günstiger als ein städtischer Kindergartenplatz"

Die Gemeinderäte hörten sich all das wohlwollend an und hakten wie Hans Ilg (FWV) allenfalls kurz nach: „Ist es für die Stadt günstiger, als einen eigenen Kindergartenplatz anzubieten?“ Pfeifer bejahte: „Deutlich günstiger. Wir sind froh um jeden Platz, der in der Tagespflege geschaffen wird, vor allem für Kinder unter drei Jahren.“

Die Stadt Winnenden bessert nach bei der Finanzierung der „Tagespflege in anderen geeigneten Räumen“. Davon spricht man, wenn die Kinder von einer Tagesmutter in einer eigens dafür gemieteten Wohnung betreut werden und nicht bei den Tageseltern zu Hause. Die so entstehenden Gruppen werden mit „Tiger“ abgekürzt, die Stadt spricht auch von „Großpflegestellen“, weil eine Pflegeperson fünf fremde Kinder gleichzeitig betreuen darf und sie sich mit anderen Pflegepersonen zusammentun

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