Winnenden

Happy End an Hungerbergschule: Sportplatz bleibt frei, Raumcontainer günstiger

Hartplatz Hungerberg
Gute Nachrichten für die Grundschule Hungerberg und die Hobby-Sportler aus dem Viertel: Der Hartplatz bleibt frei, die Raumcontainer werden daneben aufgebaut. © Gabriel Habermann

Das Stadtbauamt kam mit sehr guten Nachrichten in die Gemeinderatssitzung: Die Raumcontainer für die Schulkindbetreuung an der Hungerberggrundschule werden im Juni aufgestellt. Die beengten Verhältnisse, die die Schulgemeinschaft bereit war noch länger zu erdulden, sind in drei Monaten vorbei.

Die Zeitverzögerung kam überhaupt erst zustande, weil sich Eltern und Jugendliche aus dem Hungerberggebiet mit Protestunterschriften und einer Demonstration gegen das Aufstellen der Container auf einem Teil des Sportplatzes neben der Schule gewehrt hatten. Die Schule hat keine Turnhalle und der Sportplatz dient nach Schulschluss auch etlichen Kindern und Jugendlichen zum Bolzen und Basketballspielen. Der Gemeinderat stellte sich hinter den Protest und verlangte vom Bauamt alternative Lösungen.

Sie wurden gefunden: Die Container werden zweistöckig gebaut an der Stirnseite des Sportplatzes. Dadurch ist nur die Weitsprunggrube nicht mehr nutzbar. Als die Planung beschlossen wurde, ging das Stadtbauamt allerdings von Mehrkosten aus, die der Gemeinderat aber bereit war zu tragen. Erst hieß es 700 000 Euro, dann standen knapp 600 000 Euro für eine Mietzeit von fünf Jahren als Kostenschätzung im Raum.

Doch die stellvertretende Bauamtsleiterin Susanne Liebrich teilte dem Gremium nun mit, dass es ihr gelungen ist, die Kosten deutlich zu reduzieren. „Wir haben mit einer außen liegenden statt einer innen liegenden Treppe geplant, und wir haben die Baugenehmigungsunterlagen selbst erstellt und auch schon eingereicht.“ Außerdem hat die Stadt die Kompaktleistung (Lieferung, Montage, Miete, Demontage) nicht für fünf, sondern für drei Jahre ausgeschrieben, aber mit einer jeweiligen Verlängerungsoption um sechs Monate. So ist die Stadt ganz flexibel, was den Baustart der Kleinturnhalle mit Räumen für die Schulkindbetreuung betrifft. Sobald sie (neben dem Sportplatz) fertig ist, können die Container abgeholt werden.

Der Auftrag geht an die Firma Boels Rental Germany aus Mainz, die unter vier wertbaren Angeboten das wirtschaftlichste abgegeben hat: 279 585 Euro. Bleibt die Anlage fünf Jahre stehen, was nach heutigem Stand wahrscheinlich ist, bezahlt die Stadt 510 000 Euro. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Container zu bestellen, und Stadtrat Diethard Fohr (FDP) lobte: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben eine gute Lösung zu einem guten Preis gefunden. Und noch dazu wird das Projekt jetzt zügig vollendet. Mehr kann man sich nicht wünschen.“

Das Stadtbauamt kam mit sehr guten Nachrichten in die Gemeinderatssitzung: Die Raumcontainer für die Schulkindbetreuung an der Hungerberggrundschule werden im Juni aufgestellt. Die beengten Verhältnisse, die die Schulgemeinschaft bereit war noch länger zu erdulden, sind in drei Monaten vorbei.

Die Zeitverzögerung kam überhaupt erst zustande, weil sich Eltern und Jugendliche aus dem Hungerberggebiet mit Protestunterschriften und einer Demonstration gegen das Aufstellen der Container

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