Winnenden

Hilfsbereite Winnender: Bereits 45 Flüchtlinge aus der Ukraine eingetroffen

Ukraine Solidarität
Am alten Rathaus in der Marktstraße ist die ukrainische Fahne gehisst. Im Hintergrund ist der Torturm zu sehen. © Gabriel Habermann

Täglich gehen etliche Hilfsangebote bei der Stadt ein. Die Bürger wollen jenen Menschen aus der Ukraine helfen, die vor dem Krieg fliehen oder bereits geflüchtet sind. Aber auch denjenigen, die sich im Kriegsgebiet befinden. „Die Winnender sind bekannt dafür, dass sie in solchen Situation besonders unterstützen“, weiß Manuela Voith Amtsleiterin für Soziales, Senioren und Integration.

Dies habe sich unter anderem auch in der Corona-Pandemie gezeigt, als es 2020 darum ging, ehrenamtlich Mund-Nasen-Schutzmasken zu nähen.

Hilfsangebote zum Einkaufen oder Dolmetschen

Nun sind die angebotenen Hilfeleistungen ganz unterschiedlicher Natur. „Es gibt Menschen, die eine Unterkunft angeboten haben. Manche ein Zimmer für zwei Wochen, mal ist eine ganze Wohnung für einen längeren Zeitraum“, erzählt Voith am Telefon. Jene Anfragen leitet sie an das Amt für Wirtschaftsförderung und Grundstücksverkehr weiter. Die dortigen Mitarbeiter gehen dann gesondert auf die einzelnen Angebote ein.

„Es gibt aber auch 30 Rückmeldungen von Menschen, die Geflüchteten zum Beispiel die Stadt zeigen würden, mit ihnen zum Arzt gehen oder beim Einkaufen helfen möchten.“ Auch sammeln Winnender Sachspenden oder fahren an die polnische Grenze zur Ukraine, um Geflüchtete mit nach Deutschland zu nehmen. Zu guter Letzt haben sich auch potenzielle Dolmetscher bei der Stadt gemeldet.

Stadt weiß von 45 ukrainischen Personen, die nach Winnenden geflüchtet sind

Diese werden auch dringend benötigt, denn die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine sind bereits in Winnenden untergekommen. „Aktuell wissen wir von 45 ukrainischen Personen (Anm. d. Red.: Stand Mittwoch, 9. März, 18.40 Uhr), welche vor allem bei Verwandten, Freunden und Bekannten untergekommen sind und sich bei uns gemeldet haben“, schreibt Mischa Luithardt, Sachgebietsleiter der Bürgerservicestelle und der Ausländerbehörde auf Nachfrage. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Frauen und Kinder sowie ältere Personen. „Ebenfalls wurde uns mitgeteilt, dass sich viele Personen noch auf dem Weg befinden“, so Luithardt weiter.

Wer beantwortet Fragen zum Thema Flüchtlinge und Hilfsangebote?

Wer Hilfe zu allen ausländerrechtlichen Fragen benötigt, der kann sich direkt an Mischa Luithardt wenden. Entweder telefonisch (0 71 95/1 31 85) oder per E-Mail an Mischa.Luithardt@winnenden.de.

Wer bereit ist, ukrainische Flüchtlinge bei sich zu Hause aufzunehmen, der kann sich unter anderem per E-Mail an Helfen@winnenden.de wenden. Aber auch ein telefonischer Kontakt bei Birsen Armac unter 0 71 95/1 33 27 ist möglich. „Wir haben für alle Fragen rund um die Ukraine, Unterbringung und weitere Hilfsangebote eine Person im Einsatz, die sich nur darum kümmert“, erzählt Luithardt.

Auch wer weitere Unterstützung anbieten möchte, kann sich dort melden. Gesucht werden weiterhin Dolmetscher (für Russisch oder Ukrainisch), Begleiter für Beratungen, Arztbesuche oder Behördengänge und Betreuungsangebote. Wer seine Hilfe per E-Mail anbietet, sollte seinen Namen, die Anschrift, Telefonnummer und das jeweilige Hilfsangebot angeben. Die Stadt sammelt die Angebote und kommt darauf zurück, wenn es Anlass dazu gibt.

Täglich gehen etliche Hilfsangebote bei der Stadt ein. Die Bürger wollen jenen Menschen aus der Ukraine helfen, die vor dem Krieg fliehen oder bereits geflüchtet sind. Aber auch denjenigen, die sich im Kriegsgebiet befinden. „Die Winnender sind bekannt dafür, dass sie in solchen Situation besonders unterstützen“, weiß Manuela Voith Amtsleiterin für Soziales, Senioren und Integration.

Dies habe sich unter anderem auch in der Corona-Pandemie gezeigt, als es 2020 darum ging, ehrenamtlich

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