Winnenden

Hohe Förderung für Buchenbachaue: Bauamt Winnenden braucht mehr Personal

Buchenbach aue
Schilf, Äcker und Wiesen säumen den Buchenbach zwischen Höfen und der östlichen Kernstadt. © Benjamin Büttner

Die Stadt bekommt eine hohe Fördersumme vom Verband Region Stuttgart, um die Buchenbachaue zwischen dem Stadtteil Höfen und der Kernstadt zu entwickeln. Dass 700.000 Euro für den Bach fließen, ist seit Ende Januar bekannt und auch vermeldet, doch als nun im Nachgang dazu der städtebauliche Vertrag zwischen Winnenden und Verband auf den Tisch kam, geriet der Tagesordnungspunkt überhaupt nicht zur reinen Formsache. „Wir brauchen für Planung und Realisierung des Projekts Buchenbachaue einen neuen Mitarbeiter für Sachgebiet Tiefbau/Gewässerbewirtschaftung im Stadtbauamt. Ohne mehr Personal geht nichts“, sagte Bürgermeister Norbert Sailer den Gemeinderäten.

Entwicklung der Aue muss geplant werden, Umgestaltung aber erst 2025

Mit einer etwas ulkigen Formulierung bekräftigte Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth den Personalbedarf: „Wir lassen gerne die Hosen runter: Herr Bulling ist im Moment der Einzige in der Abteilung, der Straßenprojekte machen kann. Da ist der Buchenbach nur das Sahnehäubchen auf vielen anderen Aufgaben.“

Nun ist es zwar so, dass die Entwicklung der Buchenbachaue so schnell gar nicht umgesetzt werden soll. Sie wird zwar dem Hochwasserschutz sowie der Verbesserung von Ökologie und Erholung der Bürger dienen, die Realisierung soll aber erst 2025 beginnen und 2026 abgeschlossen sein. So ist es rathausintern besprochen, weil die vielen anderen Projekte sonst nicht zu stemmen sind, und so gesteht es auch der Regionalverband zu. Aber die Stadt will nun mit der zusätzlichen Stelle eben nicht mehr jahrelang warten, sie will sie so bald wie möglich haben.

Durch den Tod des Bauamtsleiters klafft eine große Lücke

„Es ist doch ein kluger Kunstgriff, einen Teil des Fördergelds in ein Jahresgehalt zu investieren, und eine Riesenchance für die Stadt.“ Norbert Sailer will unbedingt Peter Bulling entlasten, der derzeit mit Glasfaserleitungen beschäftigt ist, die für die Schulen verlegt werden, der am barrierefreien Zentralen Omnibusbahnhof beteiligt ist, für den nun ebenfalls Fördermittel bewilligt wurden, und der auch in den Rückbau der B 14 eingebunden wird, der danach beginnt und für den es, hurra, hurra, nun ja endlich auch Geld aus anderen Töpfen für Winnenden gibt. Und die Klimakrise wird deshalb vor dem Buchenbach nicht haltmachen. „Wir müssen für die Starkregenthematik sowieso jemanden einarbeiten“, fügte Sailer noch hinzu.

Der Tod des Bauamtsleiters Klaus Hägele hat eine große Lücke gerissen. Seine Stelle ist noch nicht wieder besetzt, angesichts seiner langjährigen Erfahrung und seiner Vielseitigkeit ist es sowieso vermutlich das Beste, die Aufgaben neu und auf mehr Schultern zu verteilen.

„Herr Hägele fehlt. Ich sehe in diesem Fall die Personalausweitung nicht kritisch“, sagte Stadtrat Hans Ilg (FWV). „Wir haben wichtige Projekte nun endlich vor der Brust. Gut, dass nicht auch noch die Landesgartenschau an uns ging“, konnte er sich den kleinen Seitenhieb nicht verkneifen.

„Wir sehen das Personalproblem auch und finden den Hochwasserschutz wichtig, lehnen aber andere Dinge vom Projekt Buchenbachaue ab“, begründete Stadträtin Nicole Steiger (FDP) die Neinstimmen ihrer Fraktion. „Pflichtaufgaben haben Vorrang vor freiwilligen Aufgaben.“

Einige Stadträte sehen die Investition in Personal als absolut richtig an

Andere zeigten sich geradezu froh über den Vorstoß. „Wir können und wir müssen da etwas tun. Ich finde es fair, dass Sie jetzt schon sagen, wir brauchen eine Stelle mehr“, so Stadtrat Christoph Mohr (ALi). Auch Stadtrat Thomas Traub (CDU) hält die Investition in Personal für richtig.

Am Hadern war Stadtrat Andreas Herfurth (SPD), „wir wollten nicht, dass das ganze Geld ausgegeben wird“. Zusätzlich zum Maximal-Fördergeld in Höhe von 700.000 Euro verpflichtet sich die Stadt Winnenden, selbst in die Buchenbachaue (maximal) eine Million Euro zu stecken.

Die Mehrheit stimmte bei einer Enthaltung und drei Neinstimmen für den Abschluss des Vertrags und die Stellenschaffung.

Die Stadt bekommt eine hohe Fördersumme vom Verband Region Stuttgart, um die Buchenbachaue zwischen dem Stadtteil Höfen und der Kernstadt zu entwickeln. Dass 700.000 Euro für den Bach fließen, ist seit Ende Januar bekannt und auch vermeldet, doch als nun im Nachgang dazu der städtebauliche Vertrag zwischen Winnenden und Verband auf den Tisch kam, geriet der Tagesordnungspunkt überhaupt nicht zur reinen Formsache. „Wir brauchen für Planung und Realisierung des Projekts Buchenbachaue einen

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