Winnenden

Impfstützpunkt Winnenden: Angepasster Impfstoff ab Samstag erhältlich

Impfstützpunkt Linsenhalde
Das Team am Impfstützpunkt an der Linsenhalde: Stefan Reeß und Pascal Kunz sowie Ärztin Isadora Gutekunst. © ALEXANDRA PALMIZI

An der Linsenhalde 5 in Winnenden impft das Team um Dr. Christian Schweninger nach wie vor gegen das Coronavirus, auch wenn es in letzter Zeit ruhiger um das Thema wurde. Wie viele Menschen kommen noch zum Impfen? Nimmt das Impfgeschehen vor dem Herbst, der wieder einen Anstieg der Infektionen mit sich bringen könnte, an Fahrt auf?

Momentan geht es an der Winnender Impfambulanz deutlich gemächlicher zu als zu Jahresbeginn. Unter der Woche passiert nämlich gar nichts, der Impfstützpunkt hat geschlossen. Dafür impfen die Verantwortlichen nun jeden Samstag, und zwar von 10 bis 12 Uhr. „Es ist nicht wahnsinnig viel los, aber es kommen doch immer wieder Menschen, die sich impfen lassen“, erzählt Christian Schweninger, der den Stützpunkt leitet.

Wie werden die Impfstoffe in der Bevölkerung angenommen?

In Winnenden war das allerdings auch schon anders. Zum Start haben sich dort in diesem Jahr vom 2. bis zum 17. Januar insgesamt 2668 Personen gegen das Coronavirus impfen lassen. Damals noch hat das Team von Schweninger täglich geimpft. „Ebenso wie wir reduziert haben, können wir den Betrieb auch wieder hochfahren, wenn es die Situation erfordert“, versichert der Arzt. Ob das so kommt, kann im Moment niemand mit Gewissheit sagen.

Zum einen hängt dies davon ab, wie sich die Fallzahlen und Virusvarianten entwickeln, zum anderen aber auch, wie die Impfstoffe in der Bevölkerung angenommen werden.

Hauptgruppe sind momentan die 60- bis 80-Jährigen

Bestellt hat der Impfarzt einen an die Omikron-BA.1-Variante angepassten Impfstoff, den er noch in dieser Woche erwartet. Bald soll die Zulassung für ein Vakzin gegen die Varianten BA.4 und BA.5 folgen, Letztere ist hierzulande momentan die vorherrschende. „Ich kann mir vorstellen, dass die Leute auf diesen Impfstoff warten“, vermutet Schweninger. Für die Grundimmunisierung, also die erste Impfung, benötige man jedoch nach wie vor einen der bisherigen Impfstoffe.

Jene Leute, die bereits jetzt zum Impfen kommen, sind diejenigen zwischen 60 und 80 Jahren, erklärt der Arzt. „Die Älteren haben sich ihre vierte Impfung im Mai, Juni und Juli abgeholt“, weiß er. Nach wie vor ist es so, dass bei den Menschen Biontech der beliebteste Impfstoff ist. „90 Prozent der Leute, die zu uns kommen, möchten diesen Impfstoff. Das ist nach wie vor so“, sagt der Arzt. Vorrätig ist allerdings auch der Impfstoff von Moderna, auch das Vakzin von Valneva hat er bestellt.

Wem rät der Arzt zu einer Impfung?

Grundsätzlich rät Schweninger vor allem den älteren Menschen ab 60 Jahren zu einer vierten Impfung. Aber auch einem Mitte-20-Jährigen, dreimal geimpft, die letzte Impfung im Dezember, bisher keine Corona-Infektion, empfiehlt er den vierten Piks. „Die Wirkung der letzten Impfung hat bereits nachgelassen. Mit einem an Omikron angepassten Impfstoff ist das Risiko einer Infektion deutlich geringer.“

Aus Sicht des 38-Jährigen ist es ganz wichtig, dass die Hemmschwelle für das Impfen weiterhin so gering wie möglich gehalten wird. „Die Leute wollen keine 20 Stationen durchlaufen, sondern zügig reinkommen und nach wenigen Minuten geimpft sein“, weiß er.

Anmeldung online oder ohne Termin vorbeikommen

Für den Piks an der Linsenhalde können sich Interessierte unter anderem über die Internetseite des Landratsamtes (www.rems-murr-kreis.de) anmelden. Auch ohne Termin ist die Impfung möglich.

Meist haben die Impfwilligen die nötigen Unterlagen bereits zu Hause ausgefüllt, so dass sie nach Anmeldung direkt zu einem Arzt dürfen. „Das dauert dann ein paar Minuten, je nachdem, wie viel Gesprächsbedarf es gibt“, erklärt Schweninger. Nach der Impfung sollte man dann noch etwa zehn Minuten warten, ehe man den QR-Code erhält, mit welchem man den Impfnachweis unter anderem auf das Smartphone übertragen kann.

Mit Impfgegnern hat der Arzt auch schon diskutiert

Der 38-Jährige hat auch schon Erfahrungen mit Impfgegnern gemacht. „Sie haben mich nicht angeschrien, aber ich hatte schon die ein oder andere Diskussion“, erzählt der Arzt. In Stuttgart war er unter anderem am Impfbus beteiligt, hat in der Liederhalle geimpft. Auch im Rems-Murr-Kreis ist er viel herumgekommen, war Teil des mobilen Impfteams, das unter anderem in Altenheimen geimpft hat. „Ich biete die Impfung an. Wer sie annehmen möchte: sehr gerne. Wenn das jemand nicht möchte, dann ist das auch in Ordnung“, sagt der Arzt. Er sei jedoch nicht derjenige, der für Gesetze verantwortlich ist, was der ein oder andere immer mal wieder vergesse.

An der Linsenhalde 5 in Winnenden impft das Team um Dr. Christian Schweninger nach wie vor gegen das Coronavirus, auch wenn es in letzter Zeit ruhiger um das Thema wurde. Wie viele Menschen kommen noch zum Impfen? Nimmt das Impfgeschehen vor dem Herbst, der wieder einen Anstieg der Infektionen mit sich bringen könnte, an Fahrt auf?

Momentan geht es an der Winnender Impfambulanz deutlich gemächlicher zu als zu Jahresbeginn. Unter der Woche passiert nämlich gar nichts, der

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