Winnenden

Impfstützpunkt Winnenden eröffnet: Impfen im Minutentakt im Kampf gegen Corona

Impfstützpunkt Linsenhalde
Ein kurzer Piks, das war’s. Im Impfstützpunkt Winnenden wird ab sofort an sieben Tagen die Woche gegen Corona geimpft. © Alexandra Palmizi

Gleich am Eröffnungsabend hatte der neue Impfstützpunkt in der Linsenhalde seinen Härtetest zu bestehen. Kaum, dass er am Mittwoch um 17 Uhr seine Türen für die Impfwilligen geöffnet hatte, setzte auch schon ein steter Zustrom ein, der bis Torschluss 20.30 Uhr anhielt.

Den Impfstützpunkt haben das Landratsamt, die Stadt Winnenden und der niedergelassene Arzt Dr. Christian Schweninger eingerichtet. Er hat von nun an montags bis sonntags von 17 bis 20.30 Uhr geöffnet; geimpft wird im Minutentakt mit den Impfstoffen von Biontech, Moderna und Johnson & Johnson. Termine können über die Homepage des Landratsamtes unter www.rems-murr-kreis.de/kiz gebucht werden. Dort befindet sich auch eine kreisweite Übersicht der Impfangebote mit und ohne vorheriger Terminvereinbarung.

Rüsten für die auflaufende Omikronwelle

Um Wartezeiten und lange Schlangen zu vermeiden, erläutert Dr. Schweninger bei einem Pressegespräch, finden in der Linsenhalde unmittelbar nach der Eingangsregistrierung das Beratungsgespräch und das Impfen selbst durch zwei Ärzte statt. Die Verwaltungsmodalitäten werden hinterher abgewickelt, wenn der Klient sowieso im Ruhebereich verweilt. Unterstützt werde das Impfteam von Freiwilligen des Roten Kreuzes und jeweils einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Die jetzt aufgebaute Hardware, das Sich-Einspielen von Ablauf und Organisation sowie das Einüben der Helferinnen und Helfer, so Schweninger, stelle als Nebeneffekt eine wichtige Vorbereitung auf die gerade auflaufende Omikronwelle dar.

„Die sehr große Nachfrage bei unseren bisherigen Impfaktionen zeigt den Bedarf. Wir unterstützen daher den neuen Impfstützpunkt in Winnenden gerne“, betont Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth. Der neue Stützpunkt unterstütze die mobilen Aktionen, das Impfangebot für Fünf- bis Elfjährige im Klinikum und den Einsatz der niedergelassenen Ärzte sinnvoll. Dankbar sei die Stadt der Paulinenpflege dafür, dass sie die Räumlichkeiten, das ehemalige Autohaus Lorinser, für den Impfstützpunkt zur Verfügung stellte. Sie hätten sich bereits bei früherer Gelegenheit als für diesen Zweck geradezu ideal erwiesen.

Die Stadt Winnenden hat schon mehrere Impfaktionen veranstaltet

Daran erinnert der im Landratsamt für die Organisation zuständige Gerd Holzwarth: Da aufgrund des aktuellen Mangels an Biontech-Impfstoff rund 250 Impftermine für Personen unter 18 Jahren abgesagt werden mussten, habe der Landkreis von 2. bis 5. Januar in den Räumlichkeiten in der Linsenhalde 5 mit seinem mobilen Impfteam eine Sonderaktion für die Betroffenen durchgeführt. Rund Tausend Personen wurden dazu vom Landratsamt per E-Mail angeschrieben. Personen über 30 könnten sich bedenkenlos mit dem Moderna-Impfstoff immunisieren lassen, sagt Holzwarth. Impfwillige zwischen 18 und 29 könnten zwischen Biontech und Moderna wählen, zwischen 12 und 18 Jahren werde Biontech verabreicht.

Seit 20. März vergangenen Jahres, ergänzt die in der Stadtverwaltung für die Organisation der Impfaktionen verantwortliche Leiterin des Amtes für Soziales, Senioren und Integration, Manuela Voith, „haben wir 23 Impftage durchgeführt und dabei 3710 Impfungen vorgenommen. Die kleinste Aktion mit 41 Impfungen fand am 28. Mai in der städtischen Anschlussunterbringung für geflüchtete Menschen statt, der Rekord wurde am 5. November mit 409 Impfungen aufgestellt. Zwei sehr schnelle Impfteams konnten dabei etwa 80 Impfungen pro Stunde vornehmen, was einer Taktung von 1,5 Minuten entspricht.“

Der Rems-Murr-Kreis hinkt im Vergleich mit anderen Landkreisen hinterher

Möglich seien derartige Kraftakte nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und zusammenarbeiten würden. Seit dem Beginn der Impfkampagne, meinte dazu Gerd Holzwarth, habe man mittlerweile ausreichend Gelegenheit bekommen, sich gegenseitig kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.

„Unser Ziel ist es“, sagt bei der Eröffnung des Impfstützpunkts Landrat Dr. Richard Sigel der Presse gegenüber, „gemeinsam mit den Städten und Gemeinden, den niedergelassenen Ärzten und den Impfteams aus Stuttgart die Impfquote im Landkreis weiter zu steigern.“ Bisher liege man im Vergleich mit anderen Kreisen im Land leider nur im unteren Drittel. „Mit Blick auf die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante ist es entscheidend, dass wir unser flächendeckendes Netz an Impfangeboten im Rems-Murr-Kreis weiter ausbauen.“ Mit dem Standort Winnenden könne man eine Lücke schließen und niederschwellig ein „Impfen zum Feierabend“ anbieten, mit Öffnungszeiten am Abend und das jeden Tag in der Woche.

Weitere Impfaktionen für Kurzentschlossene

Ergänzend zu dem neuen Impfzentrum, sagt Manuela Voith, fänden selbstverständlich nach wie vor mobile Impfaktionen statt. Sie richteten sich nicht zuletzt auch an Kurzentschlossene sowie an Menschen, die selbst keinen Zugang zum Internet hätten.

Ohne Terminvereinbarung impfe das mobile Impfteam des Landratsamtes am 14. Januar von 9 bis 15 Uhr in der Gemeindehalle in Hertmannsweiler und am 28. Januar von 9 bis 15 Uhr in der katholischen Kirchengemeinde St. Karl Borromäus Personen unter dreißig mit Biontech und über dreißig mit Moderna; am 21. Januar verabreiche das mobile Impfteam des Klinikums Stuttgart von 14 bis 18 Uhr in der Hermann-Schwab-Halle Biontech-Impfstoff.

Gleich am Eröffnungsabend hatte der neue Impfstützpunkt in der Linsenhalde seinen Härtetest zu bestehen. Kaum, dass er am Mittwoch um 17 Uhr seine Türen für die Impfwilligen geöffnet hatte, setzte auch schon ein steter Zustrom ein, der bis Torschluss 20.30 Uhr anhielt.

Den Impfstützpunkt haben das Landratsamt, die Stadt Winnenden und der niedergelassene Arzt Dr. Christian Schweninger eingerichtet. Er hat von nun an montags bis sonntags von 17 bis 20.30 Uhr geöffnet; geimpft wird im

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