Winnenden

Impfung ohne Termin: Lange Warteschlange in Winnenden

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Dienstagnachmittag in der Marktstraße: Warteschlange für den Piks. © Gaby Schneider

Ohne Termin eine Impfung: Diese Chance mitten in der Stadt in den Räumen der Sparkasse hat am Dienstagnachmittag die Leute in Scharen angelockt. Vor 14 Uhr warteten schon 50 Personen auf die Impfung, um 14.15 Uhr war die Schlange auf 80 angewachsen. Das Impfen selbst dauert allerdings ziemlich lange: Geschlagene zwei Stunden wartete eine Frau in der Marktstraße, bis sie reingerufen wurde. Sie wollte Biontech. Wer Johnson&Johnson akzeptierte, wurde früher reingerufen.

Die aktuellen Diskussionen über Impfpflicht und Freiheiten für Geimpfte wirken beschleunigend auf manche Impf-Entscheidung. „Viele unserer Bekannten sind schon geimpft, und wir machen uns langsam Sorgen, dass es irgendwann heißt: Wenn du geimpft bist, darfst du das und das machen – wenn nicht, dann nicht“, sagt die 16-jährige Maren, die in der Warteschlange steht.

Jugendliche sind froh, dass sie jetzt auch mal dran sind mit Impfen

Nicht jeder will selbst geimpft werden. Unter den Wartenden sind Eltern, die ihren jugendlichen Sohn oder ihre Tochter dabei haben. Die Eltern sind schon voll immunisiert, aber für die Jugendlichen gab es bisher kaum Möglichkeiten. Eine Mutter hatte den Termin in der Zeitung entdeckt und ging mit ihrer Tochter hin: „Wir fahren in Urlaub, da ist es schon ein besseres Gefühl, wenn alle geimpft sind, aber noch wichtiger ist: Der Opa ist herzkrank.“ Den soll die Enkelin nicht gefährden.

Monika Föll aus Leutenbach ist froh, dass jetzt auch Jugendliche geimpft werden. Sie ist bereits geimpft und begleitet ihren 13-jährigen Sohn, damit insgesamt die Gefahr des Übertragens des Virus geringer wird. „Mer will jetzt irgendwann au mal a Ruh han von dera Gschicht.“

Geimpft zu sein ist ein gutes Gefühl, das Theresa Schneider aus Winnenden möglichst bald erleben möchte. Sie hat schon eine Erstimpfung mit Astrazeneca, und wie es eben ist bei diesem Impfstoff: Auf den Zweittermin hätte sie lange warten müssen, den hätte sie erst in fünf Wochen bekommen. Jetzt bekommt sie in der Sparkasse spontan Biontech und hat damit die Mischung aus beiden Impfstoffen, die sowieso als wirksamer gilt – und sie ist früher geschützt.

Für einen 63-Jährigen aus Winnenden kommt der spontane Termin gerade recht. Schon ein paarmal hatte er probiert, einen richtigen Impftermin zu bekommen. Er hatte nicht die größte Geduld dabei und hatte es nicht geschafft. „Jetzt probier ich’s hier.“ Er wird zwar sehr lange warten müssen, hat dafür aber keinen Internet-Heckmeck, keine lange Telefoniererei.

Ohne Termin eine Impfung: Diese Chance mitten in der Stadt in den Räumen der Sparkasse hat am Dienstagnachmittag die Leute in Scharen angelockt. Vor 14 Uhr warteten schon 50 Personen auf die Impfung, um 14.15 Uhr war die Schlange auf 80 angewachsen. Das Impfen selbst dauert allerdings ziemlich lange: Geschlagene zwei Stunden wartete eine Frau in der Marktstraße, bis sie reingerufen wurde. Sie wollte Biontech. Wer Johnson&Johnson akzeptierte, wurde früher reingerufen.

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