Winnenden

In Bürg öffnet das gechillte Familienbad neuerdings von Donnerstag bis Sonntag

Bürger Bädle
Der Sprung ins 21 Grad warme Wasser des Bürger Bädles ist eine herrliche Erfrischung. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Affenhitze bei der Freibaderöffnung konnte nur eines bedeuten: „Riesenandrang, teilweise standen bis in den Wald rein Autos“, sagt Francisco Cano, Vorsitzender des Badvereins Bürg. Auch viele neue Gesichter seien gesichtet worden.

Paddeln, Abtauchen und das angenehm untrubelige Gelände genießen - damit ist eigentlich schon gesagt, was in dem von einem Verein betriebenen Dorfbädle möglich ist. „Es ist nicht so überlaufen und es riecht nicht so stark nach Chlor“ - das fällt Annika auf, die zum ersten Mal das „Baden mit Aussicht“ genießt.

Kleinkinder hat man hier gut im Blick

Katrin Killinger ist Stammgast und hat Kindheitserinnerungen ans Bad, die sie ihren eigenen Wasserratten gerne weitergibt. „Die Kinder können hier frei herumspringen, man hat sie immer gut im Blick“, sagt sie. Kleinkinder werden von den Eltern, mit Brett oder ohne, auf der Wasseroberfläche gezogen und gewöhnen sich an das Wasser, später lernen einige von ihnen hier, sicher gehalten vom Schwimmring oder den Händen der Eltern, entspannt das Schwimmen.

Die Erfrischung zählt, nicht die sportliche Ertüchtigung

Die Lage dieses charmanten Höhenbades ist mit „erhaben“ leicht untertrieben. Der Platz im Becken ist mit dem Begriff „überschaubar“ hingegen immer noch reichlich übertrieben: Bei 14 Metern Beckenlänge ist „winzig“ treffender. Natürlich ist an richtiges Schwimmen nicht zu denken, das vermisst aber auch niemand. An den Hitzetagen am Wochenende läuft den Gästen die Birne heiß, ihnen steht der Sinn nach Meggl abkühlen, abtauchen, Sinne erfrischen, Lebensgeister durch konsequente Benetzung mit 21 Grad kühlem Wasser bei Laune halten.

Wenn viel los ist dürfen zehn Leute nur 15 Minuten im Wasser sein

Bei zehn Personen ist ohnehin Schluss, mehr Badende kommen „Bademeister“ Stefan nicht über die Beckenrandschwelle. Wer ins Wasser möchte, steht kurz in der Schlange an, nach einer Viertelstunde wird durchgewechselt. Das erquickende Kurzbad reicht allemal, um die Hitze aus Körper und Kopf zu bekommen. Der Rettungsschwimmer und Fachkraft für Bädertechnik, der auch im Wunnebad tätig ist, wacht über die Einhaltung der Regeln. Wegen Corona dürfen höchstens 100 Leute zugleich aufs Gelände. Am Eingang seien Karten verteilt worden, damit hätten sie den Überblick gut behalten.

„Es hat alles super geklappt“, äußert sich Francisco Cano zufrieden mit dem Beginn der Badesaison. Den ersten Großandrang hat auch der Grill bestanden, die Rote Wurst ist unter Stammgästen überaus beliebt, auch an heißen Tagen. „Die Rote hier ist die Beste“, sagt Katrin Killinger.

Viele verbringen den Nachmittag auch ganz ohne Wasserberührung oder begnügen sich höchstens mit einer kalten Dusche. Familien mit Kindern finden Platz zum Liegen und Spielen. Ruhesuchende und Handtuch-Chiller genießen den Bädle-Charme im Schatten und finden es einfach schön, dass es so etwas noch gibt.

Corona ändert nicht nur die Abläufe im Bad, sondern schon die Vorbereitungen. Früher habe der Blick aufs Wetter ausgereicht, um zu wissen, ob geöffnet wird. Nun gilt der erste Blick automatisch den täglich gültigen Inzidenzwerten. „Wir hoffen jetzt, dass die Inzidenzwerte unter 35 bleiben und die GGG-Regelungen wegfallen und wir so oft und lang wie möglich so schöne Tage mit unseren Badegästen erleben wie jetzt zur Eröffnung“, sagt Francisco Cano.

Info

Öffnungszeiten (bei Badewetter): Donnerstag bis Samstag ab 14 Uhr (für Mitglieder ab 13 Uhr), Sonntag ab 12 Uhr (für Mitglieder ab 11 Uhr). Einschränkungen und Infos im Internet unter https://badverein-buerg.jimdosite.com oder auf Facebook „Buergerbaedle“.

Die Affenhitze bei der Freibaderöffnung konnte nur eines bedeuten: „Riesenandrang, teilweise standen bis in den Wald rein Autos“, sagt Francisco Cano, Vorsitzender des Badvereins Bürg. Auch viele neue Gesichter seien gesichtet worden.

Paddeln, Abtauchen und das angenehm untrubelige Gelände genießen - damit ist eigentlich schon gesagt, was in dem von einem Verein betriebenen Dorfbädle möglich ist. „Es ist nicht so überlaufen und es riecht nicht so stark nach Chlor“ - das fällt Annika

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