Winnenden

International und häufig online: Was die VHS in Winnenden für 2022 plant

VHS
Urvi Shah (links) ist Inderin und bringt Hobbyköchinnen für die Volkshochschule die Küche ihres Heimatlandes näher. Der Kurs wird auch im kommenden Semester angeboten. © Benjamin Büttner

Durchkreuzt Corona noch so viele Reisepläne, so sollen es die Menschen wenigstens „Mit der VHS um die Welt“ schaffen. So lautet der Titel des neuen, international geprägten Programms der Volkshochschule für Winnenden, Leutenbach und Schwaikheim. Was auffällt: Die Online-Kurse, ob beim Kochen oder Sprachenlernen, haben sich im dritten Jahr der Pandemie etabliert – und werden diese überdauern, ist sich VHS-Leiter Andreas Frankenhauser sicher.

Bei Online-Vorträgen erreicht die VHS aktuell ein großes Publikum

Es sei mittlerweile so, dass die Online-Vorträge, etwa zu politischen Themen, oft deutlich besser besucht seien als die Präsenzveranstaltungen. Das liegt laut Andreas Frankenhauser nicht nur daran, dass die VHS seit Jahren unter fast chronischem Platzmangel leidet (aktuell mietet sie sich für einen Integrationskurs sogar in ein Hotel ein) oder weil die Menschen wegen Corona sehr vorsichtig sind. Online lässt sich schlicht ein viel größeres Publikum erreichen, und das sehr niederschwellig. Zu manchen Vorträgen schalten sich Menschen aus ganz anderen Winkeln der Bundesrepublik über das Internet zu.

Bei „Sushi für Einsteiger“ rollt und schnibbelt jeder in seiner eigenen Küche

Das funktioniert sogar bei Kochkursen, weiß Heike Hindemith, die bei der VHS diesen Bereich verantwortet. Die Menschen genießen es, ihre eigene Küche zu nutzen, ihre eigenen Utensilien und Zutaten. Im kommenden Semester ist das unter anderem beim Kurs „Sushi für Einsteiger“ am 19. März möglich.

Wobei es kürzlich in der Schulküche der Albertville-Realschule auch schön war, gemeinsam vor Ort zu schnibbeln, zu schmecken und zu schnuppern, als Urvi Shah den Teilnehmerinnen die indische Küche nahebrachte – ein Angebot, das es natürlich auch im neuen Semester geben wird.

VHS-Leiter Andreas Frankenhauser sagt: „Gerade im Sommer werden viele Kurse in Präsenz stattfinden. Es haben sich aber gewisse Angebote etabliert. Die werden auch dann bleiben, wenn Corona seinen Schrecken verloren hat.“

Offiziell beginnt das neue Semester im März, im neuen Kursprogramm wird aber auch noch auf die letzten Veranstaltungen des Herbst- und Wintersemesters hingewiesen, in dem ein Schwerpunkt auf politischen Extremismus gesetzt wurde. Politisch bleibt es auch in diesem Jahr, zum Beispiel mit der Ausstellung „Frieden machen – gelungene Beispiele aus aller Welt“. Diese wird in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung im März in der Albertville-Realschule gezeigt. Mit Andreas Frankenhauser findet im April ein Besuch des Europäischen Parlaments in Straßburg statt – der VHS-Leiter hat dort vor zwei Jahrzehnten sogar eine Zeit lang selbst gearbeitet und kennt sich bestens aus.

380 Kurse mit 204 Dozenten – und ein großer Block Sprachunterricht

Insgesamt 380 Kurse mit 204 Dozenten bietet die Volkshochschule im kommenden Semester an. Ein großer Block: die Sprachkurse. 16 Sprachen von Deutsch über Englisch und Französisch bis hin zu Dänisch oder Japanisch lassen sich in der VHS erlernen – vor Ort in den Räumen der Marktstraße oder Wiesenstraße, in Winnender Schulen, aber auch online.

Digital, ganz ohne FFP2-Maske und Impfpass-Vorzeigen geht's sogar ins Louvre nach Paris. „Kunst@home“, also „Kunst zu Hause“ nennt sich eine Reihe erfolgreicher Online-Vorträge, bei denen sich Weltausstellungen von zu Hause aus durchstreifen lassen.

Besonders vielfältig ist das Angebot an Tänzen im kommenden Semester: rumänische Hora, griechischer Sirtaki, englischer Mixer, ungarischer Csárdás – all das steht im Kurs „Internationale Folkloretänze“ auf dem Programm. Unterschiedliche Kulturen lassen sich aber auch im krankenkassengeförderten „Erlebnistanz 50+“ entdecken.

Durchkreuzt Corona noch so viele Reisepläne, so sollen es die Menschen wenigstens „Mit der VHS um die Welt“ schaffen. So lautet der Titel des neuen, international geprägten Programms der Volkshochschule für Winnenden, Leutenbach und Schwaikheim. Was auffällt: Die Online-Kurse, ob beim Kochen oder Sprachenlernen, haben sich im dritten Jahr der Pandemie etabliert – und werden diese überdauern, ist sich VHS-Leiter Andreas Frankenhauser sicher.

Bei Online-Vorträgen erreicht die VHS

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