Winnenden

Italienisch Essen in Winnenden: Was die neuen Pächter im Restaurant „Fachwerk“ anbieten

Eiscafé Fachwerk
Die Neuen im „Fachwerk“: Umut Colak und Menduh Arslan. © Alexandra Palmizi

Heimlich, still und leise hat sich am Winnender Marktplatz im Sommer ein weiterer Pächterwechsel vollzogen: Steffen Dörnbrak, der das Eiscafé im „Fachwerk 1694“ erst im Frühjahr eröffnet hatte, ist bereits nach wenigen Monaten wieder ausgestiegen. Seit Anfang Juli führen hier neue Pächter Regie. Inventar und manche Mitarbeiter haben sie übernommen, das Lokal aber neu ausgerichtet: Der Pizza-Ofen ist wieder in Betrieb.

Langer Leerstand, dann mehrere Wechsel

Zur Erinnerung: 2008 war Aldo del Negro mit seinem „La Piazza“ ins „Fachwerk“ eingezogen. Die Pizzeria am Marktplatz lief gut – so gut, dass der Wirt vor fünfeinhalb Jahren den nächsten Schritt wagte und ins „Alte Rathaus“ gegenüber zog. Die Folge: Das „Fachwerk“, ein Objekt in bester Lage, stand erst einmal leer. 2020 gab zunächst Theo Xanthopoulos mit seiner Familie ein kurzes, pandemiegeprägtes Zwischenspiel.

2021 pachtete dann Steffen Dörnbrak mit seiner AD Management GmbH das „Fachwerk“. Nach einigen Problemen bei der Personalsuche öffnete das neue Eiscafé mit Verspätung im Frühjahr 2022, kam aber nicht so recht in Tritt.

Mit unserer Redaktion möchte Steffen Dörnbrak nicht darüber reden, warum er das Projekt so schnell wieder aufgegeben hat. Im Bereich Gastronomie war er bis dato ein unbeschriebenes Blatt – und dürfte es in Zukunft auch bleiben. Er habe den Betrieb an einen Interessenten übergeben und widme sich jetzt wieder anderen Geschäftsfeldern, so der Selbstständige. Gut möglich, dass es, wie schon bei den Startschwierigkeiten, am Personalmangel in der Branche lag.

Weitere Winnender Pizzeria am Krankenhaus übernommen

Neuer Geschäftsführer des Betriebs im „Fachwerk“ am Marktplatz ist der türkischstämmige Unternehmer Menduh Arslan. Der 44-Jährige hat auch Dörnbraks zweites italienisches Restaurant in einem Reutlinger Hotel sowie das Ristorante Pizzeria D´italia am Rems-Murr-Klinikum in Winnenden übernommen.

Bislang hat Menduh Arslan mit Imbissbuden (zum Beispiel in Rudersberg, woher er stammt) sowie in der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung (ein Spezialbereich: Dönerspieße) sein Geld verdient, wie er bei einem Vorort-Termin berichtet.

Der Übergang im „Fachwerk“ war fließend, eine Schließzeit gab es nicht. Optisch hat sich wenig getan. Der Außenbereich soll erst zur kommenden Sommersaison mit neuen Möbeln aufgehübscht werden, noch tun es die vom Vorgänger. Allerdings hat seit dem Betreiberwechsel Anfang Juli eine klare Neuausrichtung mit Fokus auf italienische Küche stattgefunden. Es gibt zwar immer noch Frühstück, Kaffee und Eis, aber jetzt auch ein Tagesessen und eine breit gefächerte Speisekarte. Vorbestellungen werden ebenfalls entgegengenommen.

Zwei neue, italienische Köche eingestellt

Menduh Arslans Geschäftspartner Umut Colak ist als Betriebsleiter sowohl in der Krankenhaus-Pizzeria als auch im „Fachwerk“ im Einsatz. Er habe bis vor der Pandemie eine Pizzeria in der Outlet-City Metzingen betrieben, berichtet der 37-Jährige. Jetzt hat er für die beiden Winnender Standorte zwei neue italienische Köche eingestellt – Francesco de Luca und Salvatore Mazzone –, die seine Gäste mit Pizza, Pinsa und Pasta bewirten.

Und was ist mit den Personalsorgen im Service, mit denen der Vorgänger zu kämpfen hatte? Die 57-jährige Sultana Ucurum, die ebenfalls zum Team von Arslan und Colak gehört und im Tagesgeschäft am Marktplatz die Zügel in der Hand hält, sagt, es sei zwar aktuell nicht einfach, Servicekräfte zu finden, aktuell sei der Betrieb aber an sieben Tagen die Woche gut möglich. „Mit Aushilfen sind wir zehn Leute“, so Ucurum, ein paar helfende Hände mehr könnten aber nicht schaden. Zumal das Geschäft erst nach und nach Fahrt aufnimmt, weil mehr und mehr Menschen überhaupt davon Wind bekommen, dass man sich im „Fachwerk“ neuerdings wieder sattessen kann.

Konkurrenz gegenüber zieht bald aus

Vielleicht kommen ja noch einmal mehr Gäste, wenn die etablierte italienische Alternative auf der anderen Straßenseite wegfällt. Die Konkurrenz-Situation mit dem „La Piazza“ im Alten Rathaus ist jedenfalls bald Geschichte. Wirt Aldo del Negro wird nach dieser Woche ausziehen. Eine Entscheidung über seine Nachfolge fällt kommende Woche hinter verschlossenen Türen im Gemeinderat. Dass wieder ein italienisches Restaurant ins Alte Rathaus einzieht, gilt nach allem, was unsere Redaktion gehört hat, als unwahrscheinlich.

Heimlich, still und leise hat sich am Winnender Marktplatz im Sommer ein weiterer Pächterwechsel vollzogen: Steffen Dörnbrak, der das Eiscafé im „Fachwerk 1694“ erst im Frühjahr eröffnet hatte, ist bereits nach wenigen Monaten wieder ausgestiegen. Seit Anfang Juli führen hier neue Pächter Regie. Inventar und manche Mitarbeiter haben sie übernommen, das Lokal aber neu ausgerichtet: Der Pizza-Ofen ist wieder in Betrieb.

Langer Leerstand, dann mehrere Wechsel

Zur Erinnerung:

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