Winnenden

Jil Weber

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Jil Weber bei der Jubiläumskirche. © Habermann/ZVW

Winnenden.
Sie ist eine der jüngsten Bewerberinnen, aber sie hat sich schnell entschlossen: „Mir war von Anfang an klar, dass ich mich bewerbe um die Aufgabe des Winnender Mädle“, sagt die 17-jährige Jil Weber, „ein paar Tage nach der Ausschreibung habe ich meine Mail abgeschickt.“

Wie fest entschlossen ist Jil Weber? Hat sie gar keine Bedenken? „Mir ist beim Winnender Mädle nichts bekannt, was grenzwertig sein könnte“, sagt sie. Auch nicht der Name? Dieser Begriff „Mädle“? „Daran finde ich überhaupt nichts blöd.“ Es ist eben das schwäbische Wort für Mädchen. Nichts anderes. Dass ihre Abiturprüfung mit der Mädleswahl zusammenfällt, bringt sie auch nicht ins Wanken. Am 20. April vormittags ist die Englisch-Abi-Prüfung, und am Abend geht sie zur Mädleswahl - das bringt sie beides in ihrem Terminplan unter.

Jil ist stark engagiert

Offensichtlich mag sie immer schon einen gut gefüllten Terminkalender: Im Jugendgemeinderat ist Jil stark engagiert, in der Schülermitverwaltung am Lessing-Gymnasium genauso. „Vor Leuten zu sprechen, macht mir überhaupt nichts aus, ob das jetzt die Moderation des letzten Schultags war oder im Debating – das geht gut.“ Das reizt sie auch am Amt des Winnender Mädle.

Aber etwas anderes interessiert sie auch sehr: „Man kriegt ja als Winnender Mädle einen tiefen Einblick in die Stadtverwaltung, lernt interessante Leute kennen.“ Vielleicht wäre es für sie auch eine gute Berufsvorbereitung, denn sie möchte nach dem Abi Public Management (früher Verwaltungswirt) in Ludwigsburg studieren. Sie merkt es an sich selbst und an ihren bisherigen Ehrenämtern: „Ich mache gerne was für und mit anderen, aber ich mag es nicht, alleine gegen andere anzutreten, so als Einzelkämpferin, wie das bei einer großen Miss-Wahl üblich wäre.“

Winnenden ist aus ihrer Sicht ein guter Ort für Jugendliche: „Viele Freizeitangebote, gute Sportmöglichkeiten, der Sportpark, Vereine, ein paar gute Jugendkneipen wie das Glückskind und die Bamboolounge. Und: Man ist schnell in Stuttgart.“

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