Winnenden

Jugendliche sorgen in Winnendens Innenstadt für Unmut

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Die Winnender Innenstadt. Hier: Die Marktstraße. © Palmizi

Hat die Stadt ein Problem mit Jugendlichen, die sich abends in der Stadt herumtreiben, laut sind und viel Müll hinterlassen? Diesen Eindruck zumindest hat CDU-Stadträtin Bettina Jenner-Wanek. „Am Adlerplatz versammeln sich gefühlt immer mehr Jugendliche und vermüllen alles. Und auch rund um die Schlossstraße ist viel Rambazamba.“ Ihrer Meinung nach sollte man darüber nachdenken, dort Streetworker einzuschalten. „Ich finde es schade, wenn so etwas bei uns in Winnenden anfängt“, sagte sie und verwies auf die Wahl zum Winnender Mädle, die von Jugendlichen in der Torstraße gestört wurde. 

Regeln für die öffentlichen Plätze?

OB Hartmut Holzwarth vermutet, dass es sich bei den Jugendlichen um welche aus schwierigen Verhältnissen handle, „vielleicht sogar aus Wohngemeinschaften“, sagte er in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats.

Er habe ein Gespräch mit den Anwohnern geführt. „Die Jugendlichen sind dort meistens von Schulschluss bis die Läden schließen. Ich vermute, dass Rewe und Müller als Quelle bestimmter Getränke eine Rolle spielen. Die mobile Jugendarbeit weiß Bescheid, kann aber nicht rund um die Uhr vor Ort sein“, so Holzwarth. Eine Überlegung sei es nun, auf den öffentlichen Plätzen Regeln einzuführen, damit die Anwohner auch eine Grundlage für eine Diskussion mit den Jugendlichen hätten. „Auf Knopfdruck kriegen wir das nicht gelöst. Vermutlich wird ein dickes Brett zu bohren sein, das man generationenbezogen ständig wiederholen muss. Wir bleiben an der Sache dran.“