Winnenden

Kaum Betrieb: Was wird aus Corona-Teststationen in Winnenden und Leutenbach?

Schnelltest
Corona-Test. © Benjamin Büttner

Seit Wochen oder gar Monaten spielt das Coronavirus in Deutschland nur noch eine untergeordnete Rolle. Die Pandemie ist vorbei. Dementsprechend ist auch das Aufkommen an den eingerichteten Teststationen. Was geschieht mit diesen?

Der Winnender Student Noah Schäftlmeier war einer der Ersten, die in das Testgeschäft eingestiegen sind. Nach wie vor betreibt er deutschlandweit Stationen. Fragt sich: Wie lange noch? „Das ist schwierig zu beantworten“, sagt er am Telefon. Fakt ist: Ende Februar läuft die Testverordnung aus. „Somit hätten wir keine Grundlage mehr zur Abrechnung“, erklärt der Testunternehmer. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg schreibt dazu auf ihrer Homepage: „Mit dem Ende des Monats Februar läuft die Coronavirus-Testverordnung aus. Corona-Tests, die Praxen und andere Teststellen ab 1. März 2023 bei asymptomatischen Personen durchführen, können nicht mehr über die Kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet werden.“

„Es läuft langsam aus“

Die deutliche Mehrheit des momentanen, niedrigen Testaufkommens beruft sich auf die Gründe, die einen kostenlosen Test ermöglichen. Etwa vor einem Besuch im Krankenhaus also. „Ich kann mir vorstellen, dass bald nirgends mehr ein Test benötigt wird. Das ist aber nur eine Vermutung von mir“, sagt der Winnender. Das wiederum würde bedeuten, dass die Stationen auf Selbstzahler angewiesen wären, was sich Stand jetzt nicht lohnt. „Bleibt die Situation so, wie sie momentan ist, dann werden wir die Teststationen Ende Februar schließen. Es läuft langsam aus“, sagt Schäftlmeier.

Seitdem er sich in die Corona-Thematik eingearbeitet hat, weiß der Student jedoch auch: Das kann sich schnell ändern. „Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass in der Politik kurzfristig etwas anders entschieden wird. Ich persönlich habe mir daher abgewöhnt, vorschnell Schlüsse zu ziehen“, sagt er auf das Virus und den Umgang damit bezogen. Zweites habe er auch noch die Corona-Entwicklung in China und den USA im Blick. Möglich, dass sich auch in Deutschland die Lage wieder verschärft.

Abzusehen ist das bisher nicht. Und Schäftlmeier und seine Kollegen sind schließlich noch da, könnten das Testen jederzeit wieder hochfahren, falls nötig. „Aktuell ist das Geschäft sehr überschaubar“, sagt Schäftlmeier jedoch.

In Winnenden betreibt er nach wie vor die Teststation am Kronenplatz sowie die im ehemaligen Hardy-Modegeschäft auf der Marktstraße. Auch für die Station am Leutenbacher Löwenplatz ist der Winnender verantwortlich. „Die Öffnungszeiten sind unverändert. Beim Personal haben wir inzwischen jedoch runtergefahren“, erzählt er.

Intern sei er schon damit beschäftigt, die Geschäfte seines Unternehmens umzustrukturieren. Allerdings muss er sich auch um sein BWL-Studium kümmern, das letzte Semester steht an.

Auch Hatzis macht Schluss

Bereits Ende des vergangenen Jahres hat Philipp Hatzis, der Betreiber der Teststation auf dem Schotterparkplatz, angekündigt, dass er ebenfalls aufhört, wenn die Testverordnung Ende Februar ausläuft.

Seit Wochen oder gar Monaten spielt das Coronavirus in Deutschland nur noch eine untergeordnete Rolle. Die Pandemie ist vorbei. Dementsprechend ist auch das Aufkommen an den eingerichteten Teststationen. Was geschieht mit diesen?

Der Winnender Student Noah Schäftlmeier war einer der Ersten, die in das Testgeschäft eingestiegen sind. Nach wie vor betreibt er deutschlandweit Stationen. Fragt sich: Wie lange noch? „Das ist schwierig zu beantworten“, sagt er am Telefon. Fakt ist: Ende

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