Winnenden

Keine Gartenschau in Winnenden und Schwaikheim - Daran scheiterte die Bewerbung

Sommertour Gartenschau
Bewerbung mit Visionen: Wie wird das Gebiet um den Winnender Bahnhof und die Hufeisenkreuzung grüner? Was wird mit den Uferzonen des Zipfelbachs in Schwaikheim? Bürger, Verwaltungsleute und Experten sammelten Iden für eine Landesgartenschau , zum Beispiel wie hier auf dem Foto bei einer ZVW-Sommertour. Im Vordergrund Stadtentwickler Markus Schlecht und Umweltreferent Jürgen Kromer. © Alexandra Palmizi

Schön und teuer wär's gewesen, aber es fällt flach: Winnenden und Schwaikheim bekommen keine Landesgartenschau im Jahr 2032 und auch nicht 2034 und 2036. Mit einigem Aufwand, vielen Ideen, Plänen und Skizzen hatten sich die beiden Kommunen beworben. Besonders die Zipfelbachaue, die beide verbindet, wäre zu einem Landschaftspark geworden, aber auch in den Orten wäre mehr und schönere grün angelegt worden. Daraus wird jetzt so schnell nichts. Die Hoffnung ist, dass Teile der Pläne im Alleingang oder vom Duo Schwaikheim-Winnenden umgesetzt werden, der in Aussicht gestellte Zuschuss von im Höchstfall 5 Millionen Euro wird aber empfindlich fehlen bei der Umsetzung.

Der Ministerrat hat am Dienstag entschieden, in welchen Städten und Gemeinden im Zeitraum 2031 bis 2036 die Landesgartenschauen und Gartenschauen in Baden-Württemberg ausgetragen werden. „Mit Landesgartenschauen und Gartenschauen werden wir auch zukünftig den Städten und Gemeinden ermöglichen, eine Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft zu geben und sie dabei unterstützen, nachhaltig mehr Grün zu schaffen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstag (15. Dezember 2020) in Stuttgart. „In der aktuellen Legislaturperiode konnten wir mit der Ministerratsentscheidung von heute und dem Beschluss aus dem Sommer 2018 insgesamt sechs Landesgartenschauen und fünf Gartenschauen in dieser Legislaturperiode vergeben.“

Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk meint: „Die besucherstarken Großevents bieten die einmalige Möglichkeit, das Image einer Stadt und Region aufzupolieren und sich von der besten Seite zu zeigen. Darüber hinaus leisten sie einen Beitrag, um unsere Städte und Gemeinden für Mensch und Natur lebenswert zu halten. Sie sind mitentscheidend für den Wohn-, Arbeits- und Freizeitwert und für die Lebensqualität einer ganzen Region.“ Insbesondere in Zeiten des Klimawandels seien Grün- und Freiräume essenziell. Sie würden einen Beitrag leisten, um die Resilienz der Städte zu verbessern und diese für Mensch und Natur lebenswert zu halten.

In der Region hatte die Remstalgartenschau gezeigt, wie viel Lebensqualität und Naturerlebnis eine Gartenschau bringen kann und auch, welche Kosten und Konflikte damit verbunden sein können. Landesgartenschauen und Gartenschauen seien in Baden-Württemberg nach wie vor gefragt, so der Minister: „Mit 17 Bewerbungen hatten wir eine sehr gute Ausgangslage.“ Alle Bewerberstädte wurden in den vergangenen Monaten von einer Fachkommission besucht. Auch die betroffenen Ministerien haben sich mit den Machbarkeitsstudien auseinandergesetzt.

„Leider konnten nicht alle Städte einen Zuschlag erhalten. Ich bin überzeugt, dass die Mühe und Arbeit aber nicht umsonst war. Denn die erstellten Machbarkeitsstudien enthalten wertvolle Ideen und Impulse“, betonte Minister Hauk.

Die erfolgreichen Bewerber: 2031 Bretten Gartenschau, 2032 Offenburg Landesgartenschau, 2033 Benningen/Marbach Gartenschau, 2034 Bad Mergentheim Landesgartenschau, 2035 Riedlingen Gartenschau, 2036 Rastatt Landesgartenschau.

Landesgartenschauen und Gartenschauen finden in Baden-Württemberg im Wechsel statt. Über das Landesprogramm „Natur in Stadt und Land“ wird den ausrichtenden Städten und Kommunen ein Zuschuss in Höhe von maximal fünf Millionen Euro für eine Landesgartenschau und für eine Gartenschau in Höhe von maximal zwei Millionen Euro gewährt.

Schön und teuer wär's gewesen, aber es fällt flach: Winnenden und Schwaikheim bekommen keine Landesgartenschau im Jahr 2032 und auch nicht 2034 und 2036. Mit einigem Aufwand, vielen Ideen, Plänen und Skizzen hatten sich die beiden Kommunen beworben. Besonders die Zipfelbachaue, die beide verbindet, wäre zu einem Landschaftspark geworden, aber auch in den Orten wäre mehr und schönere grün angelegt worden. Daraus wird jetzt so schnell nichts. Die Hoffnung ist, dass Teile der Pläne im

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