Winnenden

Kinderbetreuung: Eltern zahlen elf Prozent mehr

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Symbolbild. © Danny Galm

Winnenden. Die Stadt erhöht die Beiträge, die Eltern für die Kinderbetreuung bezahlen müssen, um 5,5 Prozent. Stichtag ist der 1. September. Um den gleichen Prozentsatz steigen die Gebühren nochmals ein Jahr später. Grund sind die höheren Löhne für Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten.

Bisher hat die Stadt Lohnerhöhungen fürs Personal meist ausgleichen können, indem sie den Elternbeitrag jährlich um drei Prozent anhob. Nach dem Tarifabschluss Ende des Jahres 2015 gilt aber eine andere Gehaltsstruktur, die die Personalkosten in den einzelnen Kindertagesstätten um sechs bis zwölf Prozent hat steigen lassen, je nach Zusammensetzung der Belegschaft.

Die Erhöhung wird auf zwei Jahre verteilt

Die vier Kirchen und die kommunalen Landesverbände hatten sich darauf geeinigt, den Elternbeitrag dieses Mal um acht Prozent und nächstes Jahr um drei Prozent zu erhöhen. Der Winnender Gemeinderat folgt aber dem Wunsch des Winnender Gesamtelternbeirats, die Erhöhung gleichmäßig auf zwei Jahre zu verteilen.

Dagegen stimmten zwei Stadträte, unter ihnen Andreas Herfurth, der die alte SPD-Forderung nach kostenlosem Kindergartenbesuch aufwärmte mit den Worten: „Politik ist auch, Zeichen zu setzen.“ Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth und CDU-Stadtrat Richard Fischer fänden das prinzipiell auch nicht schlecht, erfahren von Herfurth aber nicht, wie die Stadt das finanzieren solle.

„Wir als Stadt haben ja bereits einen immensen Aufwand, indem wir die Gebäude bezahlen und das Personal“, sagte Fischer. Die Beiträge der Eltern decken lediglich 20 Prozent der Gesamtkosten ab. Den Rest zahlt bereits die Allgemeinheit via Steuern an die Stadtkasse. Die Gebühren für die Kindertagesstätten in Winnenden liegen zudem unter den im Land empfohlenen Richtsätzen. Und: Je mehr Kinder betreut werden, desto günstiger wird’s.