Winnenden

Kindertagesstätten machen nach Weihnachten länger Ferien als geplant

Kindergarten Körnle
Alle Kindergärten wie hier im Körnle im Schelmenholz haben vier Tage länger Weihnachtsferien. © Benjamin Buettner

Die Weihnachtsferien der städtischen Kindergärten werden bis einschließlich 8. Januar verlängert. Das hat die Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Gemeinderat und dem Gesamtelternbeirat beschlossen. Als Grund nennt Thomas Pfeifer vom Amt für Jugend und Familien in einem Brief an die Eltern die hohen Covid-19-Virus-Infektionszahlen.

Ferien wie die Schulen

Es sei zu befürchten, dass sich trotz Appellen von Seiten der Politik und Medizin viele Familienangehörige, Freunde und Bekannte über die Weihnachtstage treffen, dabei werde es vermutlich nicht ausbleiben, dass sich das Infektionsgeschehen erhöhe, so Pfeifer. Nach der bisherigen Planung sollten die Kitas am 4. Januar wieder öffnen, etwa eine Woche nach den Weihnachtsfeiertagen. Es sei zu befürchten, dass hierbei infizierte Kinder und gegebenenfalls Mitarbeiter ohne erkennbare Krankheitssymptome das Virus in die Einrichtungen tragen und damit dieses sich unter Umständen dort weiter ausbreiten könne, so Pfeifer weiter. Um dies zu verhindern, würden die Kitaferien an die der Schule angepasst, also um eine Woche verlängert, so dass die Kitas erst 14 Tage nach den Feiertagen wieder öffnen, was dem zeitlichen Umfang der üblichen Quarantäne entspreche.

Stadt plant Kompensation

Pfeifer weist darauf hin, diese bedeute für die Eltern, dass zu den erwarteten Schließtagen vier weitere hinzukommen. Angesichts dessen, dass viele berufstätige Eltern während der Schließung der Kitas Urlaub nehmen oder nach anderen Betreuungsmöglichkeiten suchen müssen, nehme die Stadt eine Kompensation vor: An den im Ferienplan bisher eingeplanten Schließtagen am Gründonnerstag (1. April) und dem Brückentag 14. Mai (nach Himmelfahrt) sollen die Kitas geöffnet sein.

Zudem sollen die möglichen zusätzlichen fünf Schließtage, die Kitas etwa für Fortbildungen der Erzieherinnen selbst bestimmen können, auf drei reduziert werden.

So würden also insgesamt im kommenden Jahr keine zusätzlichen Schließtage entstehen. Die Stadt hoffe, dass die frühe Ankündigung dieser Planung den Eltern genügend Vorlauf bietet, um selbst entsprechend planen zu können, so Pfeifer.