Winnenden

Kita-Engpass: Stadt Winnenden reaktiviert Holzhaus-Kindergarten

Rote Hütte
Das rote Holzhaus soll für ein weiteres Jahr Kindergarten werden. © Gabriel Habermann

Um die schlimmsten Engpässe in der Kinderbetreuung zu vermeiden, möchte die Stadt Winnenden das rote Holzhaus am Striebelsee reaktivieren, in dem bislang der Waldorfkindergarten „Kinderstube“ eines freien Trägers untergebracht war. Er ist inzwischen nach Hertmannsweiler umgezogen, in den ehemaligen städtischen Kindergarten an der Rothenbühlstraße.

Betriebserlaubnis ist durch den Trägerwechsel erloschen

„Durch den Trägerwechsel muss die Betriebserlaubnis neu erteilt werden, nächste Woche begutachtet eine Mitarbeiterin des Kommunalverbands für Jugend und Soziales die Räume“, sagte der Winnender Amtsleiter Thomas Pfeifer den Gemeinderäten im Verwaltungsausschuss. Stadträtin Ingrid Hecht-Hatzis bestätigte: „Das Gebäude muss uralt sein“, begrüßt es aber, wenn es für einen übergangsweisen Kindergarten mit 20 Plätzen „unbürokratisch“ genutzt werden kann.

Vor allem durch den Zuzug neuer Bewohner im Adelsbachgebiet und die Ankunft ukrainischer Familien braucht die Stadt dringend mehr Betreuungsplätze. „Nach derzeit vorliegenden Zahlen sind dies etwa zwischen 20 und 25 Kinder im Kindergartenalter“, so Pfeifer in seiner Sitzungsvorlage. Die neue Kindertagesstätte Adelsbach hingegen ist jedoch voraussichtlich erst im Herbst 2023 bezugsfertig. Ihr Bau hat erst vor kurzem begonnen.

Ausdrücklich will Pfeifer das Holzhaus aber nur ein Kindergartenjahr lang nutzen, sechs Stunden am Tag soll die Betreuung aber stattfinden. Nicht nur die Gebäudesubstanz sei „sehr in die Jahre gekommen“, auch die räumlichen Bedingungen seien ungeeignet: Es gibt nur einen Gruppenraum ohne Nebenraum, kein Leitungsbüro, keinen Besprechungsraum und so weiter.

Apropos: „Abgängig“ ist auch das Gebäude des Christaller-Kindergartens nicht weit entfernt, es kann nicht reaktiviert werden. Auf dem Gelände hat die Stadt einen Kindergarten in Modulbauweise erstellt. „Was mit dem Gelände passiert, ist nicht klar“, so Pfeifer am Rande der Gemeinderatssitzung.

Ukrainisch oder Russisch sprechende Fachkraft gesucht

Da geplant ist, dass die gesamte Gruppe mitsamt ihren Erzieherinnen in das neue Kinderhaus Adelsbach umzieht, werden zwei pädagogische Fachkräfte gebraucht. Der Gemeinderat stimmte einhellig zu, diese Stellen bereits jetzt zu schaffen; vorgesehen waren sie im Stellenplan 2023.

„Optimal ist, dass bei uns schon ein paar Jahre eine Frau beschäftigt ist, die Russisch spricht“, sagte Pfeifer den Räten. Hierdurch wird die Kommunikation mit Eltern und Kindern erleichtert.

Außerdem genehmigt das Gremium den außerplanmäßigen Kauf einer Erstausstattung der Räume, die dann ebenfalls nach Adelsbach umziehen kann – Kosten von ungefähr 25 000 Euro.

Vonseiten der Stadt geht alles klar. Nun ist nur noch die Frage, ob die Betriebserlaubnis erteilt wird.

Um die schlimmsten Engpässe in der Kinderbetreuung zu vermeiden, möchte die Stadt Winnenden das rote Holzhaus am Striebelsee reaktivieren, in dem bislang der Waldorfkindergarten „Kinderstube“ eines freien Trägers untergebracht war. Er ist inzwischen nach Hertmannsweiler umgezogen, in den ehemaligen städtischen Kindergarten an der Rothenbühlstraße.

Betriebserlaubnis ist durch den Trägerwechsel erloschen

„Durch den Trägerwechsel muss die Betriebserlaubnis neu erteilt werden,

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