Winnenden

Kleine Befreiungen für den Bau von vier Häusern an der Schwaikheimer Straße genehmigt

Bauluecke
Blick auf die Schwaikheimer Straße, rechts der Mathildenhof: Hinter den Nadelbäumen dürfen vier Häuser gebaut werden. © Alexandra Palmizi

An der Schwaikheimer Straße, in der zweiten Häuserreihe schräg unterhalb von der Besenwirtschaft Mathildenhof, wird auf einer Wiese gebaut. Der Technische Ausschuss des Gemeinderats hat den Befreiungswünschen, die im Bauantrag formuliert worden waren, stattgegeben.

Somit ist der Weg frei für eine Tiefgarage mit zehn Stellplätzen, zwei oberirdischen Stellplätzen, drei Reihenhäuser und ein Einfamilienhaus mit freiem Blick aufs Zipfelbachtal.

Links und rechts von diesen künftigen Gebäuden stehen bereits Mehrfamilienhäuser und es gibt einen Bebauungsplan aus dem Jahr 1985. Er schreibt Satteldächer vor, die Bauherrschaft möchte für das Einfamilienhaus aber davon abweichen und ein Flachdach erstellen, allerdings mit einer extensiven Begrünung. Dies sagt dem Stadtentwickler Markus Schlecht, der dem Technischen Ausschuss das Vorhaben vorstellte, grundsätzlich zu, weil sich die Pflanzen auf dem Dach positiv aufs Kleinklima auswirken und in seinen Augen auch einen guten Übergang in die Talaue bilden. Nur Stadtrat Martin Oßwald-Parlow gefällt es nicht, ein schräges Pultdach, das ebenfalls begrünt werden kann, hätte ihm mehr zugesagt. Dass die Dachziegel der Reihenhaus-Satteldächer anthrazitfarben statt rotbraun wie vorgeschrieben werden sollen, stört aber niemanden aus dem Ausschuss. Stadträtin Rahel Dangel kritisierte die zusätzlichen oberflächlichen Stellplätze, die in der Bauverbotszone geplant werden (ebenso wie die drei notwendigen Luftwärmepumpen für die Reihenhäuser). „Wieso reicht die Tiefgarage nicht?“, fragte die ALi-Rätin, denn zehn Stellplätze unterirdisch sind für vier Wohneineinheiten in der Tat mehr als genug. Stadtentwickler Markus Schlecht findet aber, dass diese „Komfortplätze“ verhindern, dass auf der Schwaikheimer Straße, kurz vor dem momentanen Ortsende gegenüber von Blumen-Luckert, „kein Parkdruck“ entsteht, der den Verkehr behindern würde.

Weiter findet Rahel Dangel, dass eine 42 Quadratmeter große überdachte Terrasse in der Bauverbotszone zum Zipfelbachtal hin „doch recht viel zusätzlicher Platz“ sei, der da in Anspruch genommen wird. Markus Schlecht verweist aber auf die benachbarten Gebäude: „In diesem Gebiet haben wir bereits Überschreitungen von 40 Quadratmeter und mehr zugelassen, viele andere bewegen sich in ähnlichem Rahmen.“ In dem Fall hat das Gremium keine Handhabe, hier nicht auch eine Ausnahme zu machen.

Gleichwohl stimmten die beiden ALi-Räte, die sich kritisch zu Wort gemeldet hatten, gegen die Befreiungen, die große Mehrheit dafür.

An der Schwaikheimer Straße, in der zweiten Häuserreihe schräg unterhalb von der Besenwirtschaft Mathildenhof, wird auf einer Wiese gebaut. Der Technische Ausschuss des Gemeinderats hat den Befreiungswünschen, die im Bauantrag formuliert worden waren, stattgegeben.

Somit ist der Weg frei für eine Tiefgarage mit zehn Stellplätzen, zwei oberirdischen Stellplätzen, drei Reihenhäuser und ein Einfamilienhaus mit freiem Blick aufs Zipfelbachtal.

Links und rechts von diesen künftigen

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