Winnenden

Kunstrasenplätze in Winnenden bald für jedermann zugänglich?

Kunstrasenplatz
Das neue Kunstrasenfeld in Hertmannsweiler. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Stadtverwaltung will die Spielplätze in Winnenden und den Teilorten auf Vordermann bringen. Dazu haben die städtischen Mitarbeiter unter anderem Jugendgemeinderäte gehört, sich allerdings auch selbst einen Überblick über die momentane Situation verschafft. Möglich, dass in Zukunft der ein oder andere Spielplatz entfällt, andere dafür größer und schöner werden. Und auch die Kunstrasenplätze der Winnender Sportvereine spielen in den Überlegungen eine Rolle.

„In begründeten Ausnahmen ...“

Momentan ist es dort so, dass diese hauptsächlich von Schulen und Vereinen genutzt werden. „In begründeten Ausnahmen wird auf Antrag beim Amt für Schulen, Kultur und Sport auch Privatpersonen die Nutzung gestattet“, schreibt Franziska Götz, Pressesprecherin der Stadt, dazu auf Nachfrage.

Eine solche Ausnahme werde auf dem neuen Kunstrasenplatz in Hertmannsweiler erteilt. Auf dem dortigen Bolzplatz sind Arbeiter des Stadtbauamtes unterwegs. Bis diese fertig sind, ist es Privatpersonen, gemeint sind Kinder und Jugendliche, gestattet, den Kunstrasenplatz zu festgelegten Zeiten zu nutzen.

„Für die Einhaltung der Regelungen und um die pflegliche Nutzung des Rasens zu gewährleisten, wurden sowohl eine Schlüsselverantwortliche als auch mehrere Aufsichtspersonen bestimmt“, schreibt Götz weiter.

Diese Plätze wären von einer etwaigen Nutzungsänderung betroffen

Gerade der Umgang mit dem Platz bereitet Michael Bredow Kopfschmerzen. Er ist Vorstand bei den Sportfreunden Höfen-Baach, zudem im Stadtverband Sport. Am Telefon erzählt er, dass die Bereitschaft zu einer breiteren Nutzung der Kunstrasenplätze bisher lose abgeklopft wurde. „Es hat dazu eine Umfrage unter den Vereinen gegeben. Das Ergebnis kenne ich aber nicht“, sagt er. Von einer etwaigen Nutzungsänderung betroffen wären die Plätze in Höfen, Hertmannsweiler und Breuningsweiler (Letztere beide städtisch).

Der Verein trägt im Zweifel die Kosten

Michael Bredow schränkt jedoch schnell ein: „Für die Sportfreunde Höfen-Baach kann ich sagen, dass der Platz dem Verein gehört. Das bedeutet, dass wir auch die Kosten tragen müssen, wenn etwas passiert“, erklärt er. Demzufolge sei man auch nicht bereit, die Spielfläche der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. „Wir bekommen sowieso schon regelmäßig mit, dass einfach über den Zaun geklettert wird. Diejenigen hinterlassen dann auch oft Müll, zum Beispiel Zigarettenstummel“, ärgert er sich.

Zum aktuellen Stand schreibt Franziska Götz, dass es einen Austausch zur Nutzung der Kunstrasenplätze gegeben habe. Ein Tagesordnungspunkt sei dazu bei Sitzungen des Stadtverbandes für Sport jedoch momentan nicht geplant. Und auch ein Bedarf für weitere Entscheidungsprozesse liege nicht vor.

Die Stadtverwaltung will die Spielplätze in Winnenden und den Teilorten auf Vordermann bringen. Dazu haben die städtischen Mitarbeiter unter anderem Jugendgemeinderäte gehört, sich allerdings auch selbst einen Überblick über die momentane Situation verschafft. Möglich, dass in Zukunft der ein oder andere Spielplatz entfällt, andere dafür größer und schöner werden. Und auch die Kunstrasenplätze der Winnender Sportvereine spielen in den Überlegungen eine Rolle.

„In begründeten

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