Winnenden

Kurioser Unfall in Winnenden: Autofahrerin wird von Navi in Teich gelotst

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Ein Auto ist am Montag in den Teich in den Arkadien gefahren. © Gabriel Habermann

Ein kurioser Unfall hat sich am Montagnachmittag im Wohngebiet Arkadien ereignet. Eine 47-Jährige ist mit ihrem Auto in den Teich an der Silberpappelstraße gefahren – offenbar fehlgeleitet vom Navigationssystem, dem sie „blind vertraut“ habe, wie die Polizei berichtet. Ein Trost für die unverletzte Autofahrerin, wenngleich nur ein schwacher: Sie ist nicht die Erste, der das passiert.

2013 biegt eine junge Frau falsch ab

Zumindest zwei weitere Fälle sind unserer Redaktion bekannt. Der erste datiert vom Abend des 12. August 2013. Schon damals schrieb die Polizei in ihrer Pressemeldung, eine 27-Jährige sei „im blinden Vertrauen“ auf ihr Navigationsgerät von der Silberpappelstraße links abgebogen. Sie polterte die Treppen hinab und landete in dem glücklicherweise nicht tiefen, künstlich angelegten See.

Ihr Fahrzeug musste vom Abschleppdienst aus dem Wasser gefischt werden, sie blieb unverletzt, der Schaden war eher gering.

2019 landet ein Pizzabote im Teich

Vor etwas mehr als zwei Jahren dann, am ersten Weihnachtsfeiertag 2019, ist ein 24 Jahre alter Pizzalieferant mit seinem VW Golf in dem kleinen See gelandet. Wieder berichtete die Polizei, der junge Mann sei von seinem Navigationssystem angewiesen worden, (dieses Mal nach rechts) abzubiegen. Er rollte also die vier Stufen in den See hinunter, stand mitten im Wasser, versuchte im Rückwärtsgang, wieder herauszukommen, und fuhr sich dabei vollends fest.

Der Unglücksrabe von damals hätte sich immerhin damit herausreden können, dass es zum Zeitpunkt seiner Irrfahrt um 19.15 Uhr bereits zappenduster war – das gilt für den aktuellen Fall nicht.

Auto muss geborgen werden

Denn es war erst 16.15 Uhr am zurückliegenden Montag, als die 47-Jährige mit ihrem Seat – ebenfalls „auf Anweisung ihres Navigationsgeräts“, wie die Polizei berichtet – nach rechts in den künstlich angelegten Teich des 2007 erbauten Wohnparks am Zipfelbach einbog. Schließlich erging es ihr aber ganz genau wie der jungen Frau und dem Pizzalieferanten Jahre zuvor: „Die Frau konnte sich nicht mehr selbst aus der misslichen Lage befreien, ihr Auto musste durch ein Abschleppunternehmen aus dem Teich geborgen werden.“ Der Schaden wird auf 4000 Euro geschätzt.

Als unsere Redaktion 2013 über den ersten Fall berichtet hat, zog der Kollege Martin Winterling eine Moral aus der Geschichte: „Ein kleiner Buchstabendreher macht aus Navi naiv. Und so naiv, wie wir heute dem Navi folgen, so vertrauensselig folgen wir den meisten Segnungen der modernen Technik.“

Ein kurioser Unfall hat sich am Montagnachmittag im Wohngebiet Arkadien ereignet. Eine 47-Jährige ist mit ihrem Auto in den Teich an der Silberpappelstraße gefahren – offenbar fehlgeleitet vom Navigationssystem, dem sie „blind vertraut“ habe, wie die Polizei berichtet. Ein Trost für die unverletzte Autofahrerin, wenngleich nur ein schwacher: Sie ist nicht die Erste, der das passiert.

2013 biegt eine junge Frau falsch ab

Zumindest zwei weitere Fälle sind unserer Redaktion

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