Winnenden

Lösung für die Hungerbergschule gefunden: Container soll neben den Sportplatz

Hartplatz Hungerberg
Bleibt voll bespielbar: Der kleine Sportplatz der Hungerbergschule. © Gabriel Habermann

Der Gemeinderat hat mit großer Mehrheit beschlossen, dass die Hungerberg-Grundschule Raumcontainer bekommt, in denen die Schulkindbetreuung vor und nach dem Unterricht stattfinden kann. Die Zuhörer applaudierten nach der Abstimmung, weil das zusätzliche Gebäude nun neben und nicht auf den kleinen Schul-Sportplatz gestellt wird. Das Kleinspielfeld bleibt somit für die Schule wie auch bisher von den Nachmittagsstunden an auch für Schulfremde nutzbar, sie dürfen auf dem Gummigranulatboden kicken oder Basketball spielen oder was auch immer ihnen bewegungsmäßig einfällt.

Im April hatte der Plan des Stadtbauamts, mit den Containern etwa ein Viertel des Kleinspielfelds zu blockieren, nicht nur Eltern, sondern auch Anwohner auf den Plan gerufen. Auf eine Unterschriftensammlung folgte eine Demonstration. Der Gemeinderat zeigte sich in zwei Sitzungen beeindruckt, hörte zu, verlangte vom Stadtbauamt andere Lösungen zu sehen und berechnet zu bekommen.

Die Alternative kostet deutlich mehr

Nun legte Susanne Liebrich vom städtischen Bauamt Zahlen und Zeichnungen vor. Hätte die Stadt an der ursprünglichen Lösung festgehalten, wären für Auf- und Abbau sowie fünf Jahre Miete 435.000 Euro fällig gewesen. Man hätte auf der Restspielfläche (40 mal 16 Meter) auf ein Tor und einen Basketballkorb schießen können, Sport wäre nicht gänzlich unmöglich geworden. Die nun beschlossene Lösung kostet 700.000 Euro. Denn die Container müssen übereinandergesetzt werden. Zwei Stockwerke bedeuten zwei Treppen, eine innen, eine außen als zweiter Rettungsweg. Auch sie bedecken Sportanlagen der Schule, die Sprunggrube für Weitsprung und die 50-Meter-Bahn. Doch eine recht neue Erkenntnis über den geplanten Bolzplatz im Wohngebiet Adelsbach I hat zum Beispiel Stadtrat Hans Ilg (FWV) zum Umdenken bewogen. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth erläuterte dazu: „Der Platz staut ein, bleibt immer feucht, was nicht am Regen, sondern am Schichtwasser aus dem Baugebiet liegt.“ Zum Kicken völlig ungeeignet und eine Ersatzfläche ist nirgendwo vorhanden. Somit stehen Jugendlichen aus Adelsbach und dem Hungerberg tatsächlich auf lange Sicht nur das Kleinspielfeld und der Bolzplatz „zwischen den Bächen“ beim Spielplatz an der Leutenbacher Straße zur Verfügung. Eine Rasenfläche gibt es noch direkt neben der Schule, doch die soll frei bleiben, es ist der Bauplatz für die Kleinturnhalle, die auch schon Jahrzehnte herbeigesehnt wird. Sobald sie steht, idealerweise in fünf Jahren, wird darin auch die Schulkindbetreuung untergebracht. „Ich bin ausnahmsweise bei der teureren Lösung schmerzfrei“, sagte Stadtrat Andreas Herfurth (SPD), „weil ich davon ausgehe, dass diese Container länger als fünf Jahre stehen.“

Die Hungerbergschule war schon vor dem nun gefundenen Kompromiss bereit, die Schulkindbetreuung bei sich im Gebäude unterzubringen, obwohl alles mehr als eng zugeht. Nun wird es bis Anfang Juni 2022 dauern, bis das Containergebäude steht und genutzt werden kann.

Der Gemeinderat hat mit großer Mehrheit beschlossen, dass die Hungerberg-Grundschule Raumcontainer bekommt, in denen die Schulkindbetreuung vor und nach dem Unterricht stattfinden kann. Die Zuhörer applaudierten nach der Abstimmung, weil das zusätzliche Gebäude nun neben und nicht auf den kleinen Schul-Sportplatz gestellt wird. Das Kleinspielfeld bleibt somit für die Schule wie auch bisher von den Nachmittagsstunden an auch für Schulfremde nutzbar, sie dürfen auf dem Gummigranulatboden

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