Winnenden

Land gibt 2,5 Millionen Euro Zuschuss: Straße nach Bürg wird ab Sommer gebaut

Vor Ort Termin mit dem RP Reimer, OB Holzwarth und Landrat Sigel: Straße nach Bürg, Winnenden, 20.09.2019.
Regierungspräsident, Oberbürgermeister und Landrat auf der Straße nach Bürg im Jahr 2019: Jetzt kann gebaut werden. © Benjamin Beytekin

Für den Ausbau der Kreisstraße zwischen den Winnender Ortsteilen Baach und Bürg erhält der Rems-Murr-Kreis eine Förderung vom Land in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Der Ausbau des 1,2 Kilometer langen Abschnitts kostet insgesamt rund 4 Millionen Euro. Der Baubeginn ist für die Sommerferien 2021 geplant. Es wird auf der Strecke für mehrere Monate eine Vollsperrung geben.

Regierungspräsident hatte Zuschuss bei Winnenden-Besuch zugesagt

„Die Ausbauarbeiten an der Strecke zwischen Baach und Bürg stehen beim Rems-Murr-Kreis schon lange oben auf der Agenda. Umso mehr freut mich, dass uns das Land beim Ausbau mit rund 2,5 Millionen unterstützt und der Regierungspräsident damit ein Versprechen seines letzten Kreisbesuchs einlöst“, sagt Landrat Dr. Richard Sigel laut einer Pressemitteilung des Landkreises. „Der Landkreis hat in den letzten Jahren seine Investitionen in den Straßenerhalt und den Ausbau von Radwegen von drei auf sechs Millionen Euro jährlich verdoppelt, auch um solche Großprojekte umsetzen zu können. Ich bin froh, dass wir nach langer Planung zusammen mit der Stadt Winnenden ab Sommer ausbauen und diese Strecke für die Bürgerinnen und Bürger sicherer machen können.“

Nach der Sanierung soll die Straße sicherer befahrbar sein

„Es hat bis zum Ausbau der Kreisstraße zwischen Baach und Bürg Jahre gedauert und jetzt brauchen wir auch Monate Geduld für die Einschränkungen der Bauzeit. Künftig wird die Straße jedoch für den öffentlichen Nahverkehr und für alle anderen viel sicherer zu befahren sein. Die Landesförderung hilft dabei sehr und ich danke dem Rems-Murr-Kreis für das wichtige Projekt“, sagt der Winnender Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth.

Hintergrund: Die Kreisstraße K 1914 hat als ehemalige Landesstraße eine wichtige Zubringerfunktion. Sie beginnt an der Einmündung in die Landesstraße L 1140 bei Winnenden-Birkmannsweiler und führt bis zur Einmündung in die Landesstraße L 1120 bei Berglen-Stöckenhof.

Zwei große Probleme begleiten die Straße zwischen den Winnender Ortsteilen Baach und Bürg seit vielen Jahren: Zum einen verursachen die Hangrutschungen entlang der Strecken immer wieder Schäden an der Straße und müssen laufend saniert werden. Zum anderen ist die Straße zu schmal. Das führt dazu, dass vor allem Busse, die sich entgegenkommen, auf die Fahrbahnränder ausweichen müssen. Das führt mitunter zu schwierigen Ausweichmanövern. Neben dem Risiko für Verkehrsteilnehmer hat das zur Folge, dass die Ränder der Straßen beschädigt werden und immer weiter absacken.

Straße wird breiter und die Hänge werden gestützt

Um die Probleme zu beheben, müssen die Hänge gestützt und die Fahrbahn verbreitert werden. Dafür mussten die rechtlichen Bedingungen geschaffen werden: Beispielsweise mussten Grundstücke durch die Stadt Winnenden erworben werden. Ebenso mussten naturschutzrechtliche Maßnahmen getroffen werden, die der Landkreis veranlasste. Beispielsweise leben im zukünftigen Baugebiet Mauer- und Zauneidechsen, für die entsprechende Ersatzhabitate geschaffen werden mussten.