Winnenden

Millionenprojekt Wunnebad in Winnenden: Wie läuft der Umbau?

Wunnebad
Jochen Mulfinger (links), Geschäftsführer der Stadtwerke, und Sascha Seitz, Bäderleiter, an der Stelle, an welcher der neue Eingang in das Wunnebad entsteht. © ALEXANDRA PALMIZI

Eigentlich kommt man derzeit nur ins Wunnebad, um sich von den heißen Temperaturen abzukühlen, ein paar Runden im kühlen Nass zu drehen, sich im Schatten auszuruhen. Seit geraumer Zeit sind dort allerdings auch Männer unterwegs, die sich keinesfalls entspannen. Und auch eine Badehose tragen sie nicht. Schon am frühen Morgen steht ihnen der Schweiß auf der Stirn. Sie kümmern sich um den Umbau des Bades und sind bei der aktuellen Witterung kaum zu beneiden.

„Tatsächlich fangen die Arbeiter momentan auch schon gegen 6 Uhr täglich an. Sie machen dann natürlich auch früher Feierabend“, erzählt Bäderleiter Sascha Seitz beim Besuch auf der Baustelle. Jochen Mulfinger ergänzt, dass die Temperaturen den Arbeitern enorm viel abverlangen, auch fachlich. „Gerade bei Betonierarbeiten muss man bei diesem Wetter besonders sorgfältig sein. Aber dafür haben wir ja Spezialisten“, sagt der Geschäftsführer der Stadtwerke.

Rohbau der „Sommerumkleiden“ soll bald fertig sein

Auf Höhe des Sportparks der SV Winnenden erstreckt sich bereits in beachtlicher Größe ein Neubau, den die Planer „Sommerumkleiden“ nennen. Auffällig sind schon jetzt die filigranen Rundungen am Gebäude. „Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Bau der Behnisch Architekten bundesweit Beachtung finden wird“, sagt Mulfinger.

Wenn das Gebäude fertig ist, dann können sich Freibadgäste dort umziehen, finden Duschen, außerdem ist Platz für Technik. Herzstück des Gebäudes wird allerdings der neue Freibadkiosk samt großzügiger Terrasse. Die Dimensionen lassen sich bereits jetzt erahnen. „Man sitzt hier mit Blick auf das Freibad. Hinter einem lässt das Gebäude einen die Außenwelt vergessen“, stellt Mulfinger sich bereits heute auf der zukünftigen Terrasse vor. Der Rohbau soll Anfang September fertig sein.

Die Verantwortlichen hoffen, dass zumindest die Umkleiden für die Sommersaison im kommenden Jahr startklar sein werden. Der Kiosk wird allerdings erst 2024 so weit sein. „Momentan befinden sich die Arbeiten voll im Zeitplan. Unsere Firmen haben bisher mit keinen Lieferschwierigkeiten zu kämpfen. Es läuft gut“, freut sich der Geschäftsführer der Stadtwerke. Ist der Rohbau abgeschlossen, geht es weiter mit Dacharbeiten. Dann folgen Technik und der Trockenbau.

Blick vom Haupteingang durch eine Glasfassade auf das Freibad

Der Haupteingang in das Bad entsteht etwa am selben Ort wie bisher. Noch lässt sich dort maximal erahnen, wie es hier einmal aussehen wird. Abgebrochene Betonteile und allerlei anderes Baumaterial prägen das Bild. Bis zur Fertigstellung 2024 soll man im Eingangsbereich durch eine Glasfassade auf das Freibad blicken können.

Ob die Verantwortlichen ein wenig geknickt sind, dass ausgerechnet in diesem Sommer mit perfekten Badebedingungen, konstanten Temperaturen über 30 Grad Celsius, gebaut wird? Bäderleiter Sascha Seitz schüttelt den Kopf. „Wir sind froh, dass wir den Umbau jetzt tatsächlich umsetzen können“, antwortet er.

Keine Beanstandungen bei Bodenproben

Während die Freibadbesucher ihre Runden drehen, rutschen und sich abkühlen, erinnert im Saunabereich kaum mehr etwas an ein Schwimmbad. „Wir gestalten den Saunabereich samt Garten neu. Auch den dortigen Gastrobereich bauen wir um“, berichtet Jochen Mulfinger. Während die Arbeiter das Bestandsgebäude dort momentan entkernen, fahren im Außenbereich Bagger. Diese tragen Erde ab, dort wo das neue 25 Meter lange und wettkampftaugliche Kursbecken sich später befinden soll. Die Tatsache, dass es in den vergangenen Wochen so wenig geregnet hat, erleichtert etwas die Arbeit. Die Baugrube füllt sich zumindest momentan nicht mit Wasser.

Den Aushub haben Experten auf Belastungen geprobt. „Es hat keinerlei Beanstandungen gegeben“, freut sich Mulfinger. Mit Bohrpfählen und schwerem Gerät wird das angrenzende Bestandsgebäude gegen ein Abrutschen gesichert. Bis die ersten Personen im neuen Becken schwimmen können, wird allerdings noch einiges an Zeit vergehen. „Ein vorsichtiger Termin für die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist der Spätsommer 2024“, ordnet Mulfinger ein. Momentane Gesamtkosten: über 27 Millionen Euro.

Eigentlich kommt man derzeit nur ins Wunnebad, um sich von den heißen Temperaturen abzukühlen, ein paar Runden im kühlen Nass zu drehen, sich im Schatten auszuruhen. Seit geraumer Zeit sind dort allerdings auch Männer unterwegs, die sich keinesfalls entspannen. Und auch eine Badehose tragen sie nicht. Schon am frühen Morgen steht ihnen der Schweiß auf der Stirn. Sie kümmern sich um den Umbau des Bades und sind bei der aktuellen Witterung kaum zu beneiden.

„Tatsächlich fangen die

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