Winnenden

Mineralfreibad Höfen: Bleibt das „Höfi“ doch erhalten?

Mineralfreibad Höfen
Kinderbilder am Eingang zum Mineralfreibad Höfen. © Alexandra Palmizi

„Ich möchte im Höfi schwimmen lernen“ – dieser Wunsch ist auf den bunten Bildern zu lesen, die eine Bürgerinitiative für den Erhalt des Mineralfreibads Höfen an dessen Eingang angebracht hat. Auch eine Unterschriftenliste hängt aus, eine Petition für das von der Schließung bedrohte Bädle. Die gute Nachricht: Drinnen haben die Stadtwerke mit den Bau- und Reparaturarbeiten ums Becken begonnen, die die kommende Freibadsaison retten sollen. Von Erfolg dieser Maßnahmen hängt ab, ob das „Höfi“ aus dem Winterschlaf geweckt wird.

Zur Erinnerung: Die Freibadsaison 2021 war kurz und enttäuschend, die Verantwortlichen bei den Stadtwerken sind „höchst unzufrieden“ über den Verlauf. Erst hatte sich der Start der Saison bis zum Juli verzögert, dann war den Badegästen in einem ohnehin verregneten Sommer regelmäßig das Wasser zu kalt gewesen. Im Februar dieses Jahres stellte Stadtwerke-Chef Jochen Mulfinger bei der Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke die Saison 2022 und den Weiterbetrieb des Mineralfreibads ganz infrage: „Wir können nicht davon ausgehen, dass unsere Anlage in Betrieb gehen kann.“

Die angekündigten Bauarbeiten laufen

Der Grund dafür sind große technische Probleme. Das Becken verliert viel Wasser, die Ursachenforschung ist in den vergangenen Monaten nur schleppend vorangegangen. Ende Februar beteuerte Jochen Mulfinger: „Wir sind wirklich bemüht, dass wir das Bad in Betrieb bekommen.“

Er kündigte bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung am 31. März Bauarbeiten an, mit denen die Freibadsaison gerettet werden könnte: Ein Schacht müsse abgebrochen und neu errichtet werden, undichte Schieber ersetzt werden.

Die angekündigten Bauarbeiten haben mittlerweile begonnen. Auf Facebook kündigen die Stadtwerke für diese Woche den „Neuaufbau der Schachttechnik durch unsere Meister und Monteure“ an und schreiben weiter: „Unser Tiefbau-Auftragnehmer errichtet dazu den neuen Schacht, in dem dann Absperrhähne, Rückschlagklappen und neue Verrohrung eingebaut werden.“ Die Hoffnung lautet, dass die Hauptursachen für den Wasserverlust dann beseitigt sind und das Bädle für die Sommersaison öffnen kann.

Lieferengpässe machen Probleme

Probleme machen den Stadtwerken allerdings Lieferengpässe beim Material (selbst Betonfertigteile seien aktuell schwer zu bekommen, sagt Stadtwerke-Chef Jochen Mulfinger) und ganz aktuell eine Falschlieferung, die für weitere Verzögerungen sorgt. Immerhin: „Der Schacht wird heute abgeholt und dann aufgebaut. Wir hoffen, dass wir die Sache dann in Gang setzen können“, sagte Mulfinger am Dienstag. Bis zur Sitzung am 31. März hofft er auf klare Erkenntnisse.

Auch an die kleinen Urheber der „bezaubernden Kunstwerke“ am Eingang des Bads richtet sich der städtische Eigenbetrieb in seinem Social-Media-Beitrag: „Unser Team bedankt sich von Herzen für die Unterstützung! Auch wir arbeiten mit vollstem Einsatz daran, dass unser Bädle wieder in Betrieb genommen werden kann.“ Den immer wieder erhobenen Vorwurf, den Stadtwerken sei – zumal mit dem Millionenprojekt Wunnebad ausgelastet – gar nicht am Fortbestand des idyllischen Bades gelegen, hatte Stadtwerke-Chef Jochen Mulfinger schon vor Wochen energisch zurückgewiesen.

Hinter der Aktion mit den Bildern und den Unterschriftenlisten, in die sich bei einer gemeinsamen Aktion schon weit über 200 Menschen eingetragen hätten, stecke nicht der Förderverein, sagt dessen Vorsitzende Renate Sanzenbacher, sondern eine extra ins Leben gerufene Bürgerinitiative aus Höfen. Die Freude über das Engagement ist auch bei ihr groß – und ihre Hoffnung auf ein Happy End angesichts der Bauarbeiten im „Höfi“ weiter gewachsen.

„Ich möchte im Höfi schwimmen lernen“ – dieser Wunsch ist auf den bunten Bildern zu lesen, die eine Bürgerinitiative für den Erhalt des Mineralfreibads Höfen an dessen Eingang angebracht hat. Auch eine Unterschriftenliste hängt aus, eine Petition für das von der Schließung bedrohte Bädle. Die gute Nachricht: Drinnen haben die Stadtwerke mit den Bau- und Reparaturarbeiten ums Becken begonnen, die die kommende Freibadsaison retten sollen. Von Erfolg dieser Maßnahmen hängt ab, ob das „Höfi“ aus

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