Winnenden

Mineralfreibad Höfen: Mehr als 500 Unterschriften fürs „Höfi“ gesammelt

unterschriften
„Rettet unser Höfener Bädle“, steht auf dem Schild des jungen Mannes, der vergangene Woche in der Winnender Stadt Unterschriften gesammelt hat. © Regina Munder

Mehr als 500 Unterschriften hat eine Bürgerinitiative nach eigenen Angaben für den Erhalt des Mineralfreibads Höfen gesammelt. Die Liste wird den Stadtwerken Winnenden zu deren Aufsichtsratssitzung an diesem Donnerstag überreicht werden. In der Sitzung könnten dann nach Angaben von Stadtwerke-Geschäftsführer Jochen Mulfinger weitere Bauarbeiten im Bädle beschlossen werden, um die Freibadsaison zu retten.

Die Bürgerinitiative möchte das idyllische Familienbad in der bestehenden Form erhalten. Sie richtet sich auch gegen einen möglichen Umbau zu einem Naturbad, der für Stadtwerke-Chef Jochen Mulfinger eine langfristige Option wäre.

Der Petitionstext lautet: „Diese Bürgerinitiative hat zum Ziel, das Höfner Bädle als Mineralfreibad zu erhalten und den angedachten Umbau zum Naturbad oder die gänzliche Schließung zu verhindern. Mit meiner Unterschrift unterstütze ich dieses Ziel.“

Die Sorge unter Höfi-Fans ist groß

Zur Erinnerung: Die Freibadsaison 2021 in Höfen war wegen großer Wasserverluste von Schwierigkeiten geprägt gewesen. Die Ursachenforschung hatte sich als schwierig erwiesen. Bäderleiter Sascha Seitz hatte im Februar im Aufsichtsrat gesagt, dem Freibad würde auf lange Sicht nur noch eine „Komplettsanierung“ helfen, Stadtwerke-Chef Jochen Mulfinger hatte eine Öffnung in diesem Jahr infrage gestellt: „Wir können nicht davon ausgehen, dass unsere Anlage in Betrieb gehen kann.“ Die Sorge unter den Höfi-Fans ist seither groß.

Zumal Mulfinger auch die langfristige Zukunft des Höfener Bädles in seiner aktuellen Form infrage gestellt hat. In der Aufsichtsratssitzung berichtete er von der Idee, das Mineralfreibad in ein Naturbad umzubauen. Eine Winnender Delegation hat sich bereits eine solche Anlage in Künzelsau angeschaut, auch Vertreter des Fördervereins Mineralfreibad Höfen waren dabei. Jochen Mulfinger betont aber in Gesprächen mit unserer Redaktion, dass es für einen solchen Umbau noch längst keine konkreten Pläne gibt.

Die Stadtwerke Winnenden versuchen, die Freibadsaison zu retten

Aktuell gilt es, die Freibadsaison 2022 zu retten – und dafür setzen sich die Stadtwerke ein. Seit Tagen wird daran gearbeitet, das Becken für den kommenden Sommer in Schuss zu bringen. Unmittelbar nach der Sitzung im Februar hatte Mulfinger Bauarbeiten in Auftrag gegeben, um die marode Technik zu ertüchtigen. Mit einem Bagger musste die Anlage aufgegraben werden. Ein Schacht wurde erneuert, undichte Schieber ausgetauscht. In diesen Tagen wird getestet, ob die Arbeiten von Erfolg gekrönt sind und das Wasser im Becken bleibt.

Voraussichtlich werden weitere Baumaßnahmen beschlossen

Am Mittwochmorgen teilte Jochen Mulfinger unserer Redaktion mit, das bei der Aufsichtsratssitzung am Donnerstagabend gegebenenfalls weitere Baumaßnahmen in Höfen freigegeben werden müssen: „Wenn dies dann erfolgt, wird die Badesaison nach heutigem Stand geplant werden können.“ Der Förderverein des Mineralfreibads hat für weitere Bauarbeiten finanzielle Unterstützung angekündigt.

Bei der Sitzung um 18 Uhr im Rathaus steht neben dem „Statusbericht“ zum Höfener Bädle auch die Tarifgestaltung des Wunnebads mit möglichen Ermäßigungen für die sogenannten „Vielschwimmer“ auf der Tagesordnung.

Mehr als 500 Unterschriften hat eine Bürgerinitiative nach eigenen Angaben für den Erhalt des Mineralfreibads Höfen gesammelt. Die Liste wird den Stadtwerken Winnenden zu deren Aufsichtsratssitzung an diesem Donnerstag überreicht werden. In der Sitzung könnten dann nach Angaben von Stadtwerke-Geschäftsführer Jochen Mulfinger weitere Bauarbeiten im Bädle beschlossen werden, um die Freibadsaison zu retten.

Die Bürgerinitiative möchte das idyllische Familienbad in der bestehenden Form

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper