Winnenden

Nach acht Monaten Ukraine-Krieg: Christen in Winnenden beten weiter für Frieden

Friedensgebet
Friedensgebet auf dem Marktplatz am Dienstagabend. © Alexandra Palmizi

Fast auf den Tag genau acht Monate ist es her, dass Russland die Ukraine angegriffen hat. Am 24. Februar 2022 begann die russische Invasion. Wenige Tage später, am 1. März, versammelten sich die Winnender Christen zum ersten Mal auf dem Marktplatz zum Friedensgebet. Die Hoffnung damals: Wladimir Putin würde, eventuell auf europäischen Druck, rasch zur Vernunft kommen, den Krieg beenden.

In Winnenden leben mittlerweile fast 300 Ukraine-Flüchtlinge

Diese Hoffnung hat sich zerschlagen. Noch immer wird in der Ukraine gekämpft und gestorben. In Winnenden leben mittlerweile fast 300 Ukraine-Flüchtlinge. Fast zwei Drittel von ihnen sind weiblich, rund ein Drittel ist unter 18 Jahre alt.

Und noch immer beten die Christen hier dafür, dass wieder Frieden einkehrt. Am Dienstagabend haben sie sich zum 40. Mal auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen auf dem Marktplatz versammelt. Nicht nur zum Gebet, und um symbolisch 40 „Hoffnungslichter“ zu entzünden, sondern auch als eine Art Protest gegen den „sinnlosen Krieg“, wie Pfarrer Thomas Mozer diesen im März bezeichnet hat. Damals waren es rund 350 Teilnehmer, aktuell kamen noch rund 50 Menschen auf den Marktplatz. Immerhin.

Wie schon im März hat Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth auch dieses Mal ein Grußwort gesprochen – und darin einmal mehr den aus seiner Sicht Hauptverantwortlichen für all das Leid genannt: Wladimir Putin. „Es ist der Krieg eines einzelnen aggressiven Diktators und seiner Clique, nicht des russischen Volkes“, sagte Holzwarth, der sich auch mit seinen Amtskollegen in der Ukraine solidarisierte. Die Bürgermeister dort organisierten den Schutz der Zivilbevölkerung und setzten dabei ihre eigene Sicherheit aufs Spiel. Kommunalpolitiker würden „entführt, gar gefoltert und getötet“, so Holzwarth.

Die Stadtverwaltung Winnenden tue alles Erdenkliche dafür, den Geflüchteten zu helfen, Wohnraum und Integrationsmöglichkeiten zu schaffen. „Das tun wir aber nicht alleine; das Ehrenamt, die Kirchen und viele Kräfte aus der Zivilgesellschaft helfen mit“, so Holzwarth.

Noch haben die Christen die Hoffnung nicht ganz verloren

Noch haben die Winnender die Hoffnung nicht ganz verloren: Die katholische Seelsorgerin Brigitte David sagte: „Wir geben nicht auf … wir hoffen, dass sich das Blatt wendet und das Bemühen um den Frieden spürbar wird.“

Fast auf den Tag genau acht Monate ist es her, dass Russland die Ukraine angegriffen hat. Am 24. Februar 2022 begann die russische Invasion. Wenige Tage später, am 1. März, versammelten sich die Winnender Christen zum ersten Mal auf dem Marktplatz zum Friedensgebet. Die Hoffnung damals: Wladimir Putin würde, eventuell auf europäischen Druck, rasch zur Vernunft kommen, den Krieg beenden.

In Winnenden leben mittlerweile fast 300 Ukraine-Flüchtlinge

Diese Hoffnung hat sich

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