Winnenden

Nach Auszug aus der Markthalle Winnenden: Rösterei-Café von Herrmanns jetzt in Hertmannsweiler

von Herrmanns Kaffeerösterei
Thomas und Sonja Herrmann haben nach zwei Jahren in der Markthalle ein Café an der Hertmannsweiler Krebäckerstraße eröffnet. © ZVW/Alexandra Palmizi

Das Rösterei-Café von Herrmanns ist aus der Markthalle Winnenden ausgezogen - und hat nur eine Woche später bereits den eigenen Raum an der Hertmannsweiler Krebäckerstraße 21/3 bespielt. Obwohl noch nicht alles fertig war, kamen die Besucher von Dienstag bis Sonntag zu Sonja und Thomas Herrmann an den Rand des Winnender Teilorts, zum Frühstücken, um selbst gebackene Kuchen zu essen und natürlich zum Kaffeetrinken und Kaffeekaufen. Dieser wird in der eigenen Rösterei nebenan veredelt.

Praktisch: Der Röster ist auch Zimmermann und Architekt

Wie ist ein solcher Hauruck-Umzug zu schaffen? Gut, dass Thomas Herrmann seinem Vater zuliebe Zimmermann gelernt hat! Auf eigenen Wunsch studierte er dann noch Architektur, stieg aber bei Haufe in Freiburg ins Marketing ein. Das Kaffeerösten ist quasi sein vierter Beruf, und die zusätzliche Gastronomie will er ebenfalls beibehalten, auch wenn das Kapitel Markthalle wirtschaftlich nicht so erfolgreich war, wie er und seine Frau sich das erhofft hatten.

„Wir haben zum Start im Jahr 2021 200.000 Euro investiert – und mussten monatlich vierstellige Summen weiter investieren“, so Thomas Herrmann. Die Pandemie machte vieles schwer, dann sind die Preise für Kaffee zwischenzeitlich explodiert auf 160 Prozent, auch Kuchenzutaten wurden teurer. Und der zuvor nicht bekannte Umstand, dass Vorgänger Explorer Coffee wenige Meter weiter an der Wiesenstraße ein eigenes Café eröffnen würde, zog Kunden ab. Und schließlich gibt es bei Bäcker Schulze in der Markthalle ebenfalls Kuchen und Kaffee.

Pläne für die nahe Zukunft: Mittagstisch, Terrasse und Lounge in der Rösterei

„Wir gehen jetzt einen anderen Weg, mit dem eigenen Café. Im Februar kommt ein Mittagstisch dazu mit fünf verschiedenen Essen, abwechslungsreich, aber nicht hochtrabend“, sagt Sonja Herrmann. Ihr Mann zählt Beispiele auf: Leberkäswecken, Lasagne, Salate. Dann will Thomas Herrmann eine Lounge in die Rösterei einbauen, wo’s nach Erteilung der Schanklizenz dann auch mal ein Glas Sekt geben wird. Im Verbindungsgang werden Schokolade und Pralinen von Kooperationspartnerin Ulli’s Confiserie neben Honig und Wein vom Gundelsbacher Weingut Gold präsentiert. „Mit unseren verschiedenen Kaffees und den Bio-Tees haben wir also auch ein kleines Geschenke-Sortiment“, sagt Sonja Herrmann.

Sie will die Erfahrungen, die sie in der Markthalle gesammelt hat, nicht missen, sie war gern dort, wenn sie auch das Tageslicht an ihrem Arbeitsplatz vermisst hat. „Das merke ich jetzt, da alles hier so hell ist.“ Ihr neues Café ist dank zweier Fensterseiten geradezu prädestiniert zum Lichttanken.

Lichtdurchflutet, weniger trubelig, jetzt auch sonntags offen 

Einige Stammkunden von der Markthalle, das ist beiden klar, werden sie nicht mehr oder nicht mehr täglich sehen. „Sie fanden das Trubelige in der Markthalle gerade gut, weil sie dadurch auch immer wieder Menschen getroffen haben, die sie schon lange nicht mehr gesehen haben“, sagt Thomas Herrmann.

Gleichwohl, noch einen Pluspunkt haben die eigenen Räume: „Wir sind so oft gefragt worden, ob wir nicht auch sonntags aufmachen könnten. Das können wir jetzt hier probieren“, so Sonja Herrmann, die nach der Premiere eine Tischreservierung empfiehlt. Es gibt innen nur 14 Sitzplätze, im Sommer kommt aber noch eine Terrasse dazu.

Wenn der Hertmannsweiler Neustart einmal in die Gänge gekommen ist, will Thomas Herrmann seine Fühler noch in Richtung Stuttgart ausstrecken, etwas Preisgünstiges in guter Lage suchen. „Dort würde ich gerne ein zweites Café eröffnen.“ Warum gerade Stuttgart? „Dort lebt ein gänzlich anderes Publikum, und da es mehr Studenten hat, glaube ich auch, dass es einfacher ist, Mitarbeiter zu finden.“

Tatsächlich sei hier die Zahl der Kunden, die speziell gerösteten fruchtigen Filterkaffee wollen, gering. Die meisten Kunden suchen Espresso für den Vollautomaten. Unter diesen sind wiederum solche, die bei der einmal gefundenen Lieblingssorte bleiben, und andere, die in regelmäßigen Abständen gerne neue Sorten probieren möchten. Für alle Kaffees gilt laut Thomas Herrmann: „Wir sind seit 2022 biozertifiziert."

Das Rösterei-Café von Herrmanns ist aus der Markthalle Winnenden ausgezogen - und hat nur eine Woche später bereits den eigenen Raum an der Hertmannsweiler Krebäckerstraße 21/3 bespielt. Obwohl noch nicht alles fertig war, kamen die Besucher von Dienstag bis Sonntag zu Sonja und Thomas Herrmann an den Rand des Winnender Teilorts, zum Frühstücken, um selbst gebackene Kuchen zu essen und natürlich zum Kaffeetrinken und Kaffeekaufen. Dieser wird in der eigenen Rösterei nebenan

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