Winnenden

Nach dem Backofendebakel sichert sich die Biobäckerei Weber ab

Bäckerei Weber
Zufrieden und verständnisvoll reagierten die Kunden, nachdem am Dienstagnachmittag der Ofen wieder lief. © ALEXANDRA PALMIZI

Wie geht es weiter in der Biobäckerei Weber nach dem Backofendebakel vom Dienstagmorgen, dem Tag der Eröffnung in neuen Räumen im Mehrgenerationenhaus „Nahdran“ an der Ringstraße? Bei allem Unglück hatten die Bäcker und die Verkäuferin Gutes erlebt: Die Kunden brachten ihnen größtes Verständnis entgegen, als es am Morgen noch keine frisch gebackenen Waren gab, und die Techniker arbeiteten so schnell es eben möglich war, und brachten den Ofen am Mittag zum Laufen. Trotzdem sagt Mitinhaber Klaus Dernbecher: „Das möchten wir nicht noch einmal erleben. Wir werden uns noch besser absichern.“

Morgens um halb zwei alleine vor dem kaputten Backofen

Der Ofen ist das Zentrum jeder Bäckerei. An ihm beginnt des Bäckers Arbeit jeden Morgen um halb zwei. An jenem Dienstag ging ein Bäcker runter und wollte den Gasbrenner des Backofens starten. Der erste Bäcker ist allein beim Ofenstart. Das ist immer so. Er merkte, dass der Brenner blockiert war, dass kein Feuer kommt und rief den Elektriker, mit dem die Bäckerei zusammenarbeitet. Der kam nachts um zwei, checkte den Brenner und merkte, dass er nicht helfen kann. Der Brennermotor hatte blockiert. Es brauchte Hilfe vom Brennerhersteller und dessen Kundendienst. Der Bäcker rief an.

Das Ersatzteil hätte eigentlich um 7 Uhr in Winnenden sein können

Der Kundendienst wäre sofort hergefahren, wenn er das passende Ersatzteil gehabt hätte, aber es war nicht auf Lager, musste erst in einem größeren Lager weiter nördlich bestellt werden, und hätte dann eigentlich morgens um 7 Uhr in Winnenden sein können. Aber dieser Eiltransport funktionierte nicht. Die Bestellung muss irgendwo liegen geblieben sein. Deshalb kam das Teil erst mittags um halb zwölf in Winnenden an – und das am Eröffnungstag der neuen Verkaufsräume. Der Monteur der Brennerfirma war da, baute das Teil ein, und nach einer halben Stunde lief der Brenner.

Die rohen Backwaren, die an diesem Tag ungewöhnlich lange gekühlt zum Backen bereitstanden, wurden in den Ofen geschoben. Schon nach kurzer Zeit holten die Bäcker die ersten Teile wieder raus und staunten selber, so Dernbecher, wie schön die Stücke aussahen und wie gut sie schmeckten. Der Ofen funktionierte tatsächlich wieder einwandfrei und am Nachmittag konnten die „Webers“ ihre Kunden mit knackig frischen Backwaren bedienen.

Mit einem traditionellen Holzbackofen passiert so etwas nicht

Aber wenn man als Bäcker so vor dem kalten Ofen steht, geht’s einem nicht gut. „Da würde man am liebsten zurückgehen auf den alten Holzbackenofen. Da kann nichts ausfallen“, sagt Dernbecher. Günne Weber, der Gründer der Winnender Biobäckerei, backt ja an seinem jetzigen Standort auf der Alb immer noch mit Holz ... Es ist eine schwere und schwierige Arbeit. Der Gasbrenner ist schon eine Erleichterung, wenn er geht.

Die Biobäcker haben sich jetzt entschieden, einen Ersatzmotor für den Gasbrenner zu kaufen und ihn in der Bäckerei an Ringstraße bereitzuhalten. Wenn wieder der Ofen ausfällt, muss der Monteur keine Ersatzteile auf Lager haben. Er wechselt den ganzen Motor aus, und der Ofen heizt wieder.

Wie geht es weiter in der Biobäckerei Weber nach dem Backofendebakel vom Dienstagmorgen, dem Tag der Eröffnung in neuen Räumen im Mehrgenerationenhaus „Nahdran“ an der Ringstraße? Bei allem Unglück hatten die Bäcker und die Verkäuferin Gutes erlebt: Die Kunden brachten ihnen größtes Verständnis entgegen, als es am Morgen noch keine frisch gebackenen Waren gab, und die Techniker arbeiteten so schnell es eben möglich war, und brachten den Ofen am Mittag zum Laufen. Trotzdem sagt Mitinhaber

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