Winnenden

Nach Hitlergruß: 41-Jähriger muss ins Gefängnis

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Symbolbild. © Benjamin Büttner

Winnenden/Stuttgart.
Am Freitag haben Beamte der Bundespolizei einen 41-Jährigen am Stuttgarter Hauptbahnhof festgenommen. Wie sich herausstellte, lag bereits ein Haftbefehl gegen den Mann vor, weil er im Mai 2019 in Winnenden den Hitlergruß gezeigt haben soll.

Wie Bundespolizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, war der deutsche Staatsangehörige in einem Regionalexpress zwischen Waldhausen und Stuttgart ohne gültigen Fahrschein angetroffen worden. Bei der Kontrolle soll der offenbar wohnungslose Mann eine 36-jährige Bahnmitarbeiterin beleidigt haben.

Beim Endhalt des Zuges in Stuttgart wartete eine Streife der Bundespolizei auf den Mann. Bei der anschließend durchgeführten Personenkontrolle stellte sich heraus, dass der 41-Jährige durch die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit einem Vollstreckungshaftbefehl wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gesucht wurde. Der leicht alkoholisierte Mann wurde daraufhin auf das Revier der Bundespolizei gebracht.

Hitlergruß vor der Bühne, am Baden-Württemberg-Tag

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag auf Nachfrage mitteilte, habe der 41-Jährige im Mai 2019  in Winnenden den Hitlergruß gezeigt - vor einer Bühne am Kronenplatz, während des Baden-Württemberg-Tags. Zufällig fuhr damals in genau diesem Moment eine Polizeistreife an ihm vorbei. Ihm wurde ein Platzverweis erteilt.

Da der Festgenommene am Freitag die erforderliche Geldstrafe nicht begleichen konnte, brachten ihn die Beamten der Bundespolizei in eine Justizvollzugsanstalt, wo er nun eine 30-tägige Ersatzfreiheitsstrafe antritt. Der 41-Jährige muss nun zudem mit einer Strafanzeige wegen des Verdachts der Beleidigung und des Erschleichens von Leistungen rechnen.