Winnenden

Nach wochenlanger Hitze in Winnenden: Zustand einiger Bäume „dramatisch“

Stadtgärtner
Die Stadtgärtner Andreas Reischl (links) und Frank Häußermann im Stadtgarten. © Klecker

Besonders viel zu tun hatten bei der Hitze in den vergangenen Wochen die Stadtgärtner. „Wir sind eigentlich permanent mit zwei Fahrzeugen zum Gießen im Einsatz“, erzählt deren Leiter, Armin Schröder. Das Team um Andreas Reischl und Frank Häußermann dreht täglich Runden in der Stadt, aber auch in den Teilorten. Nur: Es gibt so viel Bedarf, dass dieser nicht zu bewältigen ist, obwohl die Mitarbeiter Überstunden schieben. „Bei enormer Hitze sind wir auch an Sonntagen unterwegs“, sagt Armin Schröder.

Auch im Jahr 2003 über langen Zeitraum kein Regen

Das allergrößte Problem sei gar nicht unbedingt die Trockenheit. „Das haben wir ja schon öfter gehabt und wird meiner Meinung nach ein bisschen dramatisiert“, sagt er. Etwa im Jahr 2003 habe es mehrere Monate am Stück nicht geregnet. Nichts Neues also für den Leiter der Stadtgärtnerei. „Was sich geändert hat, hat mit dem Klimawandel zu tun. Die Tendenz zu sehr hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung“, sagt Schröder.

Linden und Eschen kommen mit den Temperaturen nicht zurecht

Damit einhergehend hält auch das Eschensterben an. „Auch Linden tun sich bei diesen Witterungsverhältnissen sehr schwer“, sagt Schröder. Er weiß von etlichen Bäumen, die in diesem Sommer bereits abgestorben sind, spricht von einer „dramatischen“ Situation. Der Leiter der Stadtgärtnerei verweist auf den Stadtgarten. „Die Bäume sind geschwächt. Pilzerkrankungen haben es dadurch leichter. Wenn man sich die Bäume anschaut, dann könnte man meinen, dass wir bereits Oktober haben. So langsam wird es kritisch“, sagt er besorgt.

Werde diese Witterung im Sommer nun zum Standard, werde man einen wesentlichen Teil der Baumbestände verlieren, befürchtet Armin Schröder.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Gießen?

Immerhin gibt es einen Hoffnungsschimmer. „Die Nächte werden wieder etwas kühler, das hilft“, sagt er. Außerdem sind für das Wochenende Schauer vorhergesagt, die ebenfalls für Abhilfe sorgen könnten, zumindest etwas.

Bleibt es trocken, empfiehlt Armin Schröder regelmäßiges Gießen. Ob dies täglich erledigt werden sollte, kann er nicht sagen. „Das kommt immer darauf an, um welche Pflanze es sich handelt“, antwortet er. Wenn möglich, sollte man bei Blumen die Blätter nicht mit Wasser übergießen, da dies das Risiko eines Schädlingsbefalls erhöhe. Zudem ist am Abend die Verdunstungsrate niedriger, weshalb eher dann gewässert werden sollte. Bei Bäumen empfiehlt Schröder außerdem, diese nicht mit der Gießkanne zu wässern. „Das bringt relativ wenig“, sagt er. Besser sei es mit einem Schlauch. „Diesen sollte man zum Beispiel in der Nacht auf den Boden legen. Nicht am Stamm, sondern an der Kronentraufe platzieren und das Wasser langsam rausfließen lassen“, so der Leiter der Stadtgärtnerei.

Besonders viel zu tun hatten bei der Hitze in den vergangenen Wochen die Stadtgärtner. „Wir sind eigentlich permanent mit zwei Fahrzeugen zum Gießen im Einsatz“, erzählt deren Leiter, Armin Schröder. Das Team um Andreas Reischl und Frank Häußermann dreht täglich Runden in der Stadt, aber auch in den Teilorten. Nur: Es gibt so viel Bedarf, dass dieser nicht zu bewältigen ist, obwohl die Mitarbeiter Überstunden schieben. „Bei enormer Hitze sind wir auch an Sonntagen unterwegs“, sagt Armin

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