Winnenden

Nach Wohnhausbrand in Winnenden: Wie das DRK in der Nacht belegte Brötchen für Rettungskräfte auftreibt

Brand: Verpflegungszelt
Eintopf und Brötchen für Rettungskräfte verteilte das DRK im Zelt am späten Montagabend. © DRK

Drei Tage nach dem tödlichen Brand eines Wohnhauses an der Ecke Badstraße/Bachstraße ist die Brandursache noch nicht ermittelt. Zwar steht das ausgebrannte Haus jetzt so sicher, dass wieder Autos vorbeifahren dürfen, aber der Gehweg am Haus bleibt gesperrt, und die Brandursachenermittler haben das Haus noch nicht betreten. Es wird also erst nach Weihnachten Erkenntnisse zum Ausbruch des Feuers geben. Vom Bereitschaftsführer des DRK-Ortsvereins, Raphael Rojas, war zu erfahren, wie es das Rote Kreuz schafft, am späten Abend in der nach 20 Uhr gültigen Ausgangssperre noch belegte Brötchen, einen Eintopf und zwei Mannschaftszelte herzukriegen.

DRK-Leute standen bereit, um Feuerwehrleute abzusichern

Das Rote Kreuz war mit seinem Rettungsdienst beim Brand am Montagabend mit acht hauptberuflichen Einsatzkräften und vier Fahrzeugen aktiv. Es war also von Anfang an ein größerer Einsatz, zu dem vom DRK-Ortsverein drei Fahrzeuge und neun ehrenamtliche Kräfte hinzukamen. Die DRK-Kräfte kümmerten sich zuerst um den Übelebenden und seine Angehörigen, brachten sie zunächst in DRK-Räumen in der Stadt unter, wo sie sich besprechen konnten und von Notfallseelsorgern betreut wurden. Dann beschafften die DRK-Ehrenamtlichen Kleidung für den Mann, der aus dem brennenden Haus gekommen war. Eine Erstausstattung bekam er aus der Secondhand-Kleiderstube des Roten Kreuzes. DRK-Leute standen bereit, um eventuell Feuerwehrleute abzusichern, die einen riskanten Einsatz hatten.

Gut, wenn man einen Vorrat an Fünf-Liter-Dosen hat

Als am Montagabend sich abzeichnete, dass der Feuerwehreinsatz lange dauern wird, bereitete das Rote Kreuz die Versorgungslogistik für die Feuerwehrleute vor. Von der Messerfabrik Giesser bekamen sie die Erlaubnis, auf dem Fabrikgelände Zelte aufzustellen. Die Zelte lieferte der Waiblinger DRK-Verein und baute sie auf, während Winnender DRK-Mitglieder nach der Verpflegung schauten. „Wir können auf unsere Bestände an Eintopf zurückgreifen“, erzählt Rojas. Der Vorrat an Fünf-Liter-Dosen wurde an diesem Abend angebrochen. Das ist noch relativ einfach.

Der DRK-Ortsverein hat Lieferanten, die zu jeder Tages- und Nachtzeit helfen

Aber woher bekommt man Brot? Die DRK-Mitglieder sind hier unglaublich froh, dass es in Winnenden die kleine Bäckerei Pflumm gibt, zu der sie zu jeder Tages- und Nachtzeit kommen dürfen, um Brötchen, Brot, Wurst und Käse in größeren Mengen abzuholen. Auch beim Edeka in der Wiesenstraße bekamen sie noch eine späte Einkaufsmöglichkeit, und danach belegten DRK-Mitglieder die Brötchen selbst und bereiteten den Eintopf zu. Dabei erweist es sich als ziemlich praktisch, dass beim Winnender DRK ein Mitglied im Hauptberuf Koch ist, wie Raphael Rojas erzählt. Solche Einsätze mit Verpflegungs- und Aufwärme-Zelten kommen beim Roten Kreuz nicht jedes Jahr vor. Aber es hat – trotz der speziellen Corona-Umstände – sehr gut geklappt.

Weil die Kleidung des geschädigten Mannes im Haus verbrannt oder rauchgeschädigt ist, sammelte das Team der Birkmannsweiler Kneipe „Wohnzimmer“ am Mittwoch Kleidung für ihn.

Drei Tage nach dem tödlichen Brand eines Wohnhauses an der Ecke Badstraße/Bachstraße ist die Brandursache noch nicht ermittelt. Zwar steht das ausgebrannte Haus jetzt so sicher, dass wieder Autos vorbeifahren dürfen, aber der Gehweg am Haus bleibt gesperrt, und die Brandursachenermittler haben das Haus noch nicht betreten. Es wird also erst nach Weihnachten Erkenntnisse zum Ausbruch des Feuers geben. Vom Bereitschaftsführer des DRK-Ortsvereins, Raphael Rojas, war zu erfahren, wie es das Rote

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