Winnenden

Neuer Raum für Nostalgie gesucht

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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger
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So viel Mühen haben der stellvertretende Vorsitzende Rainer Braun und Vorsitzender Thomas Häußer und die anderen Mitglieder in das Domizil des Veteranenclubs im ehemaligen Kuhstall gesteckt: Links hinten der Modeladen und daneben das Museumsstüble – beides wird es so nicht mehr geben. © Laura Edenberger

Berglen. Fast 15 Jahre haben Mitglieder des Veteranen-Clubs investiert, um den ehemaligen Kuhstall in Öschelbronn zu dem zu machen, was er heute ist: ein Schmuckstück, der Besucher auf eine Reise in die Vergangenheit schickt. Damit ist nun Schluss. Der Mietvertrag läuft zum Jahresende aus und wird vom Eigentümer nicht verlängert. Jetzt sind die Mitglieder auf der Suche nach einer neuen Bleibe.

Im Video: Der Veteranenclub Bretzenacker muss zum Jahresende aus dem ehemaligen Kuhstall in Öschelbronn, den sie sich als Vereinshalle umgebaut haben, ausziehen.

Die Tür zum ehemaligen Kuhstall in Öschelbronn quietscht, wenn man sie öffnet. Das Holz außen wirkt vom Regen und der Sonne abgegriffen und verwittert. Wer die Stalltür hinter sich geschlossen hat, findet sich in einer ganz anderen Welt wieder, um nicht zu sagen Zeitalter. Es ist, als wäre man unterwegs auf der Straße in die fünfziger Jahre, als Rock’n’Roll aus der Musikbox erklang.

„Unser Schmuckstück!“

Rechts reiht sich Hütte an Hütte, links ein weiteres Häuschen, in welchem die Toiletten untergebracht sind– allesamt stilecht passend zum Zeitalter der Fünfziger und Sechziger. In der ersten Hütte haben sich einige Mitglieder versammelt. Museumsstüble ist als Lampen-Aufschrift über der Theke zu lesen. „Unser Schmuckstück!“, sagt Caroline Häußer, während ihr Blick durch den Raum schweift.

Hinten im Raum steht ein Vitrinenschrank, links einige Sessel in der typischen Dreiecksform der Nachkriegszeit. Die Lampe über der Theke haben sie aus einer Wirtschaft erhalten. Nur die Aufschrift wurde verändert.

Oldtimer im ehemaligen Kuhstall

Lange Zeit hatte der Verein kein Domizil, erinnert sich Vereinsvorsitzender Thomas Häußer. Vor knapp 15 Jahren haben sie den ehemaligen Kuhstall erhalten, um ihre Oldtimer unterzustellen. Die Mitglieder des Veteranen-Clubs befreiten sie von Kuhmistspuren, gossen die Gülle-Kanäle im Boden mit Beton zu.

Thomas Häußer fährt mit seiner Fußspitze über die Spuren im Boden. Irgendwann kam die Idee, dass sie sich eine Ecke einrichten wollen, in der sie beim Schrauben an den alten Fahrzeugen zusammensitzen können. So ist das Museumsstüble entstanden.

Boogie-Woogie-Tanzkurs

„Der Verein wuchs mit der Halle“, sagt Caroline Häußer. Es entstanden ein Lager- und ein Gruppenraum, die später zu einem Modeladen und einem Tante-Emma-Laden weiter umgebaut wurden. Das alles geschah in stundenlanger Eigenarbeit. Auch das Schaufenster des Modeladens haben sie eingebaut.

Es zierte einst die Winnender Nusser-Villa. Auf der Tanzfläche unter der Discokugel treffen sich einmal in der Woche zwölf Paare zum Boogie-Woogie-Tanzkurs.

„Wir sind ein mobiles, lebendiges Museum“

Zwei Festzugwagen sind hier untergebracht, die zum Wagen-Motto gestaltet werden. „Wir sind ein mobiles, lebendiges Museum“, sagt Häußer. Sie backen Waffeln wie zu Urgroßmutters Zeiten, klöppeln, dreschen mit Dreschflegeln oder Dreschmaschinen oder spinnen am Spinnrad.

Sie sind beim Festzug des Cannstatter Volksfests dabei oder beim Ludwigsburger Pferdemarkt. Die Mitglieder sind davon ausgegangen, dass die Halle dem Verein zeitlebens zur Verfügung steht. „Damals erschienen uns die 15 Jahre als ewig. Wenn ich heute zurückblicke, denke ich: 15 Jahre, was war das schon“, sagt Häußer.

Verein sucht altes Haus, Halle oder eine alte Wirtschaft als neue Bleibe

Der Mietvertrag läuft zum Jahresende aus. Der Eigentümer will nicht verlängern, weshalb sich die Mitglieder des Oldtimer- und Brauchtumsvereins auf die Suche nach etwas Neuem machen. Gesucht wird ein altes Haus, eine Halle, vielleicht sogar ein Industriegebäude, ein altes Bauernhaus mit Nebengebäuden oder vielleicht sogar eine alte Wirtschaft.

Auch über den Gedanken „Neubau“ haben sich die Mitglieder den Kopf zerbrochen. „Lieber ist uns etwas Altes, was wir mit neuem Leben erfüllen können – das passt besser zu uns!“, so Häußer.

„Der Umzug wird ausreichend Kraft kosten“

Egal, wie das neue Domizil aussehen wird, es wird anders werden – da sind sich alle einig. „Den Laden kann man nicht einfach irgendwo hinstellen“, sagt Heinke Layer. „Hier steckt viel Detailarbeit drin.“ Auch wenn sich die Mitglieder mit dem Thema Umzug abgefunden haben, die Wehmut ist spürbar. Die eingebauten Hütten wird man nicht umziehen können. In den Bau der Klohäuschen hat der Verein unlängst 6000 Euro investiert.

Jetzt wollen sich die Mitglieder auf das Thema Umzug konzentrieren. Die geplante Musikboxparty oder „Weihnacht, wias früher war“ werden in diesem Jahr nicht stattfinden. „Der Umzug wird ausreichend Kraft kosten“, sagt Häußer.

Zur Geschichte

  • Gegründet wurde der Veteranen-Club im Jahr 1979 und ist, nach eigener Aussage, der zweitälteste Brauchtumsverein Deutschlands.
  • Die beiden Vereinsväter Kurt Flegel und Ernst Häußer hatten zur Gründungszeit einige alte und teils seltene Fahrzeuge bei sich zu Hause stehen. So wurde in einer feuchtfröhlichen Runde die Idee vom Veteranen-Club geboren.
  • Bald hatten sie Jüngere (16 bis 22-Jährige) im Ort mit ihrer Faszination vom Schrauben an alten Fahrzeugen angesteckt – die meisten von ihnen wurden Besitzer eines alten Schleppers, da er im Vergleich zu einem Auto einfacher zu restaurieren ist.
  • Das erste Oldtimertreffen fand im Jahr 1980 um den Hof von Ernst Häußer in Bretzenacker statt. Der Verein wuchs weiter. Gleichzeitig bekam der Veteranen-Club Bretzenacker immer mehr alte landwirtschaftliche Fahrzeuge geschenkt, was die Hobby-Schrauber bald vor ein Platz-Problem stellte, bis sie sich nach einer Unterstellmöglichkeit umschauten.
  • Heute ist der Verein bekannt für seine Musikboxparty und die Veranstaltung „A Weihnacht, wias früher war“.
  • Weitere Infos unter www.vcbb.de.