Winnenden

Neuer Weg zum Feuerwehrhaus beschlossen

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Im Mai vergangenen Jahres war Richtfest. Im Mai dieses Jahres soll mit dem Bau des Wegs begonnen werden. © ZVW/Gabriel Habermann

Schwaikheim. Zum neuen Feuerwehrgerätehaus wird man auch zu Fuß oder mit dem Rad kommen können. Der Gemeinderat hat beschlossen, dass der bislang kurz nach der Bahnunterführung endende Weg aus dem Ort heraus entsprechend verlängert wird.

Der Weg verläuft zunächst parallel zur Kreisstraße, die zur B 14 führt, und im weiteren Verlauf am Rand der sogenannten Brezel parallel zur Dammstraße. Dort quert er die Zufahrt zu den Kleingärten und der Minigolfanlage und endet schließlich am Parkplatz beziehungsweise Turm des Feuerwehrhauses. Wer von dort zu diesem will, muss offiziell und damit sicher den Steg über die Straße nehmen. Der Weg ist zur Straße abgegrenzt mit einem ein Meter breiten Grünstreifen, auch dieser wird also fortgesetzt. Die bestehenden Entwässerungsmulden werden hinter den Gehweg verlegt. Ab der Einmündung der Dammstraße in die Kreisstraße ist zur Sicherung der Böschung eine etwa zwei Meter hohe Stützmauer vorgesehen. Der Weg, für den sich vor allem die SPD starkgemacht hatte, bekommt einen Asphaltbelag.

Weg wird komplett beleuchtet, und zwar ab dem Sonnenmeiler

Die Verlängerung beträgt etwa 240 Meter. An der Zahl ist nichts zu ändern beziehungsweise hat der Gemeinderat in der öffentlichen Sitzung keinen Anlass gesehen, an der Planung des Ingenieurbüros Frank in diesem Punkt einzuhaken. Nichtöffentlich war der Entwurf im November beraten worden. Interessanter ist die Frage der Breite des Wegs. Es gibt eine Empfehlung des Straßenbauamtes, entsprechend einer Richtlinie zu bauen, nach der kombinierte Fuß- und Radwege mindestens 2,5 Meter breit sein sollen. Die Gemeinde ist allerdings an diese nicht gebunden.

2,5 Meter Breite würde bedeuten, dass auf der Böschungsseite in Privatgrundstücke eingegriffen werden müsste, Grunderwerb von etwa 40 Quadratmetern erforderlich wäre. Außerdem würden sich, unabhängig davon, die Baukosten um weitere etwa 25 000 Euro erhöhen und damit rund 200 000 Euro betragen. Der Weg wird beleuchtet sein, und zwar komplett, also vom Sonnenmeiler aus, Kosten etwa 64 000 Euro.

Markus Mutter: Der Vergleich mit dem Weg nach Schwaikheim hinkt

Nur zwei Meter breit sei zum Beispiel auch der Geh- und Radweg nach Weiler zum Stein, so die Verwaltung. Kritik zu dem Punkt kam von Markus Mutter, Grüne. Dass der Weg nur zwei Meter breit sein soll, zeige den geringen Stellenwert, der dem beigemessen werde. Der Vergleich mit dem Weg nach Weiler zum Stein hinke. Dort seien schließlich nur Radler unterwegs. Bei dem Weg zum Feuerwehrhaus werde es anders sein. Wolfgang Kölz, CDU-FB, widersprach. Auch auf diesem Weg werde nur wenig Verkehr sein, dafür seien die zwei Meter ausreichend. Es gehe doch um eine reine „Zuwegung“ zum Feuerwehrhaus, also nicht um eine wirkliche Erschließung, so Bürgermeister Gerhard Häuser. Er verwies zudem auf den bestehenden Weg bis zur Bahnunterführung, dort sei der Erfahrung nach die Breite ja auch ausreichend, bedarfsgerecht.


Vergabe im Mai

Die Arbeiten sollen nach der Ausschreibung im Mai vergeben und anschließend ausgeführt werden.