Winnenden

Neues Bauland hinter dem ehemaligen Gasthaus „Krone“ in Hanweiler

Krone Bauland
Wo das Gasthaus „Krone“ steht, soll gebaut werden. Der Investor hat mit seinen Plänen bewirkt, dass auch drei unterhalb liegende Wiesen Bauland werden. © Gabriel Habermann

Drei Wiesengrundstücke in Hanweiler liegen versteckt zwischen Häusern an der Ortsdurchfahrt Weinstraße, dem Dornfelderweg und der Rieslingstraße. Die „Insellage“ und die Größe der Fläche, mehr als 2000 Quadratmeter, bewirken, dass das Baugesetzbuch hier einen nicht bebaubaren Außenbereich definiert.

Nun hat aber ein Investor das ehemalige Gasthaus „Krone“, das seit vielen Jahren geschlossen ist, erworben und will nicht nur dieses Grundstück, sondern auch das unterhalb der Weinstraße 31 liegende neu bebauen.

Das Stadtentwicklungsamt sieht kein Problem darin, wenn auf dieser „Inselwiese“ Einzelhäuser entstehen, und hat daher bei den beiden weiteren Wiesen-Eigentümern und im Gemeinderat angeregt, die Fläche durch ein Verfahren in Bauland zu verwandeln.

Einfaches und schnelles Verfahren

Das Verfahren gestaltet sich recht simpel. Die Stadt stellt eine Einbeziehungssatzung gemäß Paragraf 34 Baugesetzbuch auf. Bei der nächsten Sitzung kann der Gemeinderat schon den Entwurf für „Südlich der Weinstraße“ feststellen und im Juli die Satzung beschließen.

„Es werden keine weiteren planerischen Inhalte ausgearbeitet“, sagte Stadtplaner Markus Schlecht den Stadträten über diesen in Dörfern wie Hanweiler nicht so selten vorkommenden Sonderfall. Der Paragraf 34 verlangt von Bauherren und der entscheidenden Baurechtsbehörde lediglich, dass sich die neuen Gebäude in die Umgebung einfügen. Der Artenschutz wird aber gleichwohl befolgt, erläuterte Schlecht: „Der Investor hat bereits eine Begehung beauftragt, und je nachdem, ob etwas Schützenswertes gefunden wird, würde der Umgang damit in einem städtebaulichen Vertrag festgehalten.“

Über diesen Vertrag ist auch gewährleistet, dass der Stadt keine Infrastrukturkosten entstehen. Leitungsbau und Kanalanschlüsse müssen die Bauherren bezahlen. Die Erschließung der Grundstücke soll von der Weinstraße her erfolgen, nicht über den Dornfelderweg, das ist ebenfalls schon beschlossene Sache.

Weil kein Bebauungsplan gemacht wird, falle für die Stadt allerdings auch kein Geld- oder Wohnungsanteil ab nach den Regelungen des „Handlungskonzepts sozialer Wohnraum“ (Hasowo). Allerdings ist es im Interesse der Stadt, dass bei der anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnraum, verbunden mit hohen Kosten, weitere Gebäude entstehen.

Freude über die Wertsteigerung bei den Wieseneigentümern

Markus Schlecht rechnet damit, dass der Investor noch dieses Jahr ein Baugesuch einreicht. Und was ist mit den anderen beiden Wieseneigentümern? Sie waren bereits im Rathaus und wurden von Markus Schlecht über die geplante Veränderung informiert. „Es herrschte durchaus Freude über die Wertsteigerung ihrer Grundstücke“, sagte der Stadtplanungschef den Stadträten, die einhellig bei einer Enthaltung von Andreas Herfurth (SPD) dem Verfahrensstart zustimmten.

Drei Wiesengrundstücke in Hanweiler liegen versteckt zwischen Häusern an der Ortsdurchfahrt Weinstraße, dem Dornfelderweg und der Rieslingstraße. Die „Insellage“ und die Größe der Fläche, mehr als 2000 Quadratmeter, bewirken, dass das Baugesetzbuch hier einen nicht bebaubaren Außenbereich definiert.

Nun hat aber ein Investor das ehemalige Gasthaus „Krone“, das seit vielen Jahren geschlossen ist, erworben und will nicht nur dieses Grundstück, sondern auch das unterhalb der Weinstraße

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