Winnenden

Neues Stadtquartier beim Winnender Klinikum: Bagger ziehen Gräben für Vista

Kanalbau
Aus Äckern wird Bauland: Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet Vista im Schelmenholz beginnen. © Benjamin Büttner

Zwischen Henry-Dujol-Kreisel und Schelmenholz sind die Bagger und Planierraupen der Firma Klöpfer aufgefahren. Sie wandeln die Felder um in Bauflächen, denn an dieser Stelle entsteht das nächste, größere Stadtquartier in Winnenden. „Vista“ wird es von Bauträger Klaus-Martin Pfleiderer genannt, denn es wird den künftigen Bewohnern Aussichten bieten auf den Jakobsweg, aufs Klinikum, auf die Stadt und auf den Haselstein. 144 Wohneinheiten in sieben- bis achtstöckigen Punkthäusern sowie in 21 Reihenhäusern können dort im Lauf der nächsten Jahre entstehen. Pfleiderer, der die ganze Erschließung organisiert und abrechnet, baut zwei der Punkthäuser direkt an der Forststraße, die Baugenossenschaft Winnenden (BGW) baut ein weiteres, und die Stadt baut auch noch eins, direkt unten am Kreisel, und es wird eine Kita im Erdgeschoss bekommen. Die Reihenhäuser werden von der Winnender Firma Class gebaut.

Mutterboden vom Schelmenholz kommt nach Nellmersbach

Vor dem Hochbau beginnt der Tiefbau und noch davor begann bereits das sogenannte „Oberbodenmanagement“. Die Zeiten sind vorbei, in denen einfach in den Acker eine Baugrube gebaggert wurde. Dafür ist die oberste Erdschicht viel zu wertvoll. 30 Zentimeter ist sie dick am Rand des Schelmenholz, und diese 30 Zentimeter wurden sorgfältig abgetragen und werden, wie Klaus-Martin Pfleiderer berichtet, nach Nellmersbach gefahren, um dort Ackerböden zu verbessern. Ein anderer Teil der fruchtbaren Erde wird angehäuft, am Ort gelassen und später für die Gärten und Wiesen um die Häuser verwertet. Pfleiderer hat sich da mit dem Landratsamt abgestimmt.

Das Bodenmanagement ist weit fortgeschritten. Jetzt beginnt die Firma Klöpfer aus Birkmannsweiler, die Gräben zu ziehen, für Abwasser, Trinkwasser, Fernwärme und Kabel – es sollen Glasfaserkabel bis ins Haus geführt werden, damit die Bewohner sehr schnelles Internet haben werden; denn Home-Office wird immer wichtiger. Wenn die Kabel verlegt sind, werden Straßen und Baustellenzufahrten vorbereitet.

Die ganze Erschließung der Baufläche an der Forststraße soll Ende Dezember fertig sein. Rein technisch könnte dann der Hochbau beginnen. Aber Pfleiderer plant vorsichtig. Im zweiten Quartal 2022 möchte er mit dem Hochbau im neuen Stadtquartier Vista starten.

Die neuen Gebäude werden nicht so hoch wie die bekannten Hochhäuser

Wenn der mal bei den obersten Stockwerken angelangt ist, wird die Bevölkerung sehen, dass die Häuser niedriger sind als die drei bekannten Hochhäuser im Schelmenholz, aber höher als die meisten Häuser in nächster Nahe. Das höchste der neuen Häuser wird 25,5 Meter hoch und wird von der Stadtbau gebaut. Unten am Henry-Dujol-Kreisel wird es stehen, und es soll lauter geförderte Wohnungen bekommen, in denen Leute mit nicht ausreichendem Einkommen bezahlbaren Wohnraum zur Miete finden sollen. Die Kita im Erdgeschoss wird gebaucht werden, weil in die 144 neuen Wohneinheiten bestimmt viele junge Familien ziehen werden, und weil im Schelmenholz die Kinderzahl ohnehin überdurchschnittlich stark wächst.

Zwischen Henry-Dujol-Kreisel und Schelmenholz sind die Bagger und Planierraupen der Firma Klöpfer aufgefahren. Sie wandeln die Felder um in Bauflächen, denn an dieser Stelle entsteht das nächste, größere Stadtquartier in Winnenden. „Vista“ wird es von Bauträger Klaus-Martin Pfleiderer genannt, denn es wird den künftigen Bewohnern Aussichten bieten auf den Jakobsweg, aufs Klinikum, auf die Stadt und auf den Haselstein. 144 Wohneinheiten in sieben- bis achtstöckigen Punkthäusern sowie in 21

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