Winnenden

Nicht genug Wohnungen für Ukraine-Flüchtlinge: Winnenden mit Appell an Bürger

Ukraine Solidarität
Ukraine-Flagge am Alten Rathaus in Winnenden. © Gabriel Habermann

Die Stadtverwaltung Winnenden benötigt zur Anschlussunterbringung von Kriegsgeflüchteten in Winnenden dringend Wohnraum zum Anmieten. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor. Seit Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine nach Winnenden kommen, hätten dank der großen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung 32 private Wohnungen an geflüchtete Menschen vermittelt werden können, heißt es darin. Derzeit lägen der Stadtverwaltung aber keine privaten Wohnungsangebote mehr vor.

Aktuell leben in Winnenden 275 Menschen, die vor dem Krieg geflüchtet sind

Von aktuell in Winnenden lebenden 275 Kriegsgeflüchteten aus der Ukraine sind derzeit 47 Personen in städtischen Wohnräumen untergebracht. Die zunehmend steigenden Zuweisungen Geflüchteter an die Landkreise wirken sich laut Stadtverwaltung auch auf die Kommunen aus, die für die Anschlussunterbringung dieser Menschen zuständig sind. Für die Stadt Winnenden ist so bereits absehbar, dass städtischer Wohnraum für die weitere Anschlussunterbringung Geflüchteter nicht ausreichend vorhanden ist.

Deshalb sucht die Stadtverwaltung Winnenden dringend leerstehende Wohnungen und auch Häuser, die zum Wohnen für Geflüchtete aktiviert werden könnten. „Die Bürgerinnen und Bürger werden herzlich um die in dieser Zeit so wichtige solidarische Unterstützung gebeten“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Möglichkeit der Anmietung von gemeldetem Wohnraum wird vom Amt für Wirtschaftsförderung und Grundstücksverkehr der Stadt Winnenden geprüft. Ansprechpartner ist hierfür Klaus Schromm, Sachgebietsleitung Gebäude- und Grundstücksverwaltung, erreichbar unter Tel. 0 71 95/13-330 oder klaus.schromm@winnenden.de.

Bei einer Anmietung übernimmt die Stadt die Garantie für die Zahlung der Miete und für die Wiederherstellung des vertragsgemäßen Zustands der Wohnung zum Mietvertragsende. Wer eine Wohnung zur Vermietung anbieten möchte, soll sich beim Amt für Soziales, Senioren und Integration der Stadt Winnenden, Birsen Armac, Tel. 0 71 95/13-327 (nur vormittags) oder helfen@winnenden.de melden.

Was, wenn noch mehr kommen?

Die Lage ist ernst – nicht nur in Winnenden. Vor der Herausforderung, immer mehr Menschen unterzubringen, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten, stehen derzeit viele Kommunen. Auch die Landkreisverwaltung sucht dringend nach Wohnraum. Der Leutenbacher Bürgermeister Jürgen Kiesl hat vor wenigen Tagen bei einem Pressetermin gesagt, die Belastungsgrenze sei längst erreicht. Er fürchte, dass Leutenbach, wenn noch mehr Menschen kämen, im Herbst nichts anderes übrigbleibe, als die Hallen in der Gemeinde zu belegen, in denen bislang Sport getrieben wird und Veranstaltungen stattfinden.

Die Stadtverwaltung Winnenden benötigt zur Anschlussunterbringung von Kriegsgeflüchteten in Winnenden dringend Wohnraum zum Anmieten. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor. Seit Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine nach Winnenden kommen, hätten dank der großen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung 32 private Wohnungen an geflüchtete Menschen vermittelt werden können, heißt es darin. Derzeit lägen der Stadtverwaltung aber keine privaten Wohnungsangebote mehr vor.

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