Winnenden

Noah Schäftlmeier aus Winnenden über Abrechnungsbetrug und Kontrollen in Corona-Teststationen

Teststation Leutenbach
Noah Schäftlmeier vor der Teststation am Leutenbacher Löwenplatz. "Durch diejenigen, die nicht sauber abrechnen, gerät die ganze Branche in Verruf“, ärgert er sich. © Gabriel Habermann

„Baden-Württemberg lässt Coronavirus-Teststellen verstärkt kontrollieren“, hieß es in einer Meldung Anfang des Monats. Prompt wurde vergangenen Freitag bekannt: Ein 38 Jahre alter Mann aus dem Großraum Stuttgart soll im großen Stil bei der Abrechnung der Tests betrogen haben. Er soll 600 000 Euro von der Kassenärztlichen Vereinigung für die Durchführung von Schnelltests erhalten haben, einen „höheren sechsstelligen Betrag“ durch Betrug, wie der Verdacht lautet.

Noah Schäftlmeier, Betreiber der Teststationen in Winnenden am Kronenplatz und im ehemaligen Hardy Modegeschäft, in Leutenbach am Löwenplatz und an vielen weiteren Stellen in ganz Deutschland, befürwortet die Mitteilung der Landesregierung, wonach verstärkt Kontrollen stattfinden sollen. „Ehrlich gesagt habe ich davon erst durch die Anfrage der Zeitung erfahren“, erzählt er am Telefon. „Ich finde das gut. Bei uns läuft alles sauber. Durch diejenigen, die nicht sauber abrechnen, gerät die ganze Branche in Verruf“, ärgert sich Schäftlmeier.

An seinen Stationen hätten bereits des Öfteren Abrechnungskontrollen stattgefunden. „Wir haben ein sehr transparentes System, mit dem die Zahlen übermittelt werden. Hier gab es bisher nicht ansatzweise ein Problem“, versichert er.

Durchführung auf dem Prüfstand

Neben der Abrechnung soll allerdings auch die Durchführung der Tests an sich geprüft werden. „Derzeit erreichen uns wieder vermehrt Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern, dass Tests nicht korrekt durchgeführt werden“, sagte Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha am Donnerstag (3. Februar) in Stuttgart.

Wie es in einer Pressemitteilung der Landesregierung heißt, liege daher das Hauptaugenmerk der Kontrollen auf der korrekten Durchführung der Tests, aber auch die Hygienebedingungen sollen geprüft werden.

Auch das begrüßt Noah Schäftlmeier. „Unsere Mitarbeiter in Winnenden sind alle ärztlich geschult. Was die Kontrollen betrifft, bin ich sehr gelassen“, sagt er. Corona-Schnelltests sind momentan stark gefragt, berichtet der Student und Unternehmer. Ab dieser Woche sollen in der Station in der Marktstraße auch PCR-Tests angeboten werden.

„Baden-Württemberg lässt Coronavirus-Teststellen verstärkt kontrollieren“, hieß es in einer Meldung Anfang des Monats. Prompt wurde vergangenen Freitag bekannt: Ein 38 Jahre alter Mann aus dem Großraum Stuttgart soll im großen Stil bei der Abrechnung der Tests betrogen haben. Er soll 600 000 Euro von der Kassenärztlichen Vereinigung für die Durchführung von Schnelltests erhalten haben, einen „höheren sechsstelligen Betrag“ durch Betrug, wie der Verdacht lautet.

Noah

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